Bürger.Solarpark Kraichtal - Es geht los!
Nachdem der Gemeinderat in seiner Sitzung am 25.03.2026 den Satzungsbeschluss für den Bebauungsplan „PV-Anlage ehemaliger Sportplatz“ in Unteröwisheim gefasst hat, wurde dieser mit Veröffentlichung im Amtsblatt am 23.04.2026 rechtsgültig. Somit ist der Grundstein für die Errichtung des Bürger.Solarparks Kraichtal gelegt.
Bürger.Solarpark Kraichtal - Daten & Fakten
Das Solarstrom-Projekt auf dem stillgelegten oberen Sportplatz im Stadtteil Unteröwisheim umfasst 1,6 Hektar und wird rund 3,5 GWh Strom produzieren. Das entspricht rechnerisch etwa 35 % des aktuellen Verbrauchs von Unteröwisheim. Der geplante Bürger.Solarpark überzeugt neben den breitgefächerten ökologischen Ausgleichsmaßnahmen auch durch seine Effizienz. Anhand der 7.500 Module können jährlich 2.634 Tonnen CO2 eingespart werden.
Mehr Infos zum Bürger.Solarpark Kraichtal und den Beteiligungsmöglichkeiten (darunter Investitionsangebot mit 4 %iger Verzinsung p.a.) gibt es auch unter der Webseite der BEG Kraichgau oder schreiben Sie eine E-Mail an die BEG Kraichgau.
Erneut gemeinsam im Einsatz für den Artenschutz – Klasse 7.1 der Markgrafen-GMS Kraichtal vollendet Eidechsenhabitate im künftigen Bürger.Solarpark Kraichtal
Nach den beiden erfolgreichen Projekttagen im April, bei denen die Klassen 8.1 und 8.2 der Gemeinschaftsschule Kraichtal bereits sechs Eidechsenhabitate angelegt hatten, stand nun ein weiterer gemeinsamer Projekttag auf dem Programm. Da für die artenschutzrechtlichen Ausgleichsmaßnahmen im künftigen Bürger.Solarpark noch vier weitere Habitate benötigt wurden, packte dieses Mal die Klasse 7.1 der Gemeinschaftsschule tatkräftig mit an.
Bereits am Vortag des Projekttages besuchten Sarah von Keudell und Angelika Kraus von der BürgerEnergieGenossenschaft Kraichgau (BEG Kraichgau), Sarah Ohlig und Nadja Burkhardt von der Stadt Kraichtal sowie Walter Batzler vom NABU die Klasse und informierten die Schülerinnen und Schüler über folgende Themen:
- Entstehung des Bürger.Solarparks Kraichtal als gemeinsames Zukunftsprojekt von Stadt und BürgerEnergieGenossenschaft
- Wie funktionieren Genossenschaften und wie können sich Bürgerinnen und Bürger aktiv an der Energiewende beteiligen?
- Welche Klimaschutzmaßnahmen setzt die Stadt Kraichtal allgemein in der Kommune und auch am Schulstandort der GMS in Münzesheim um?
- Bedeutung von lokalem Natur- und Artenschutz, insbesondere den Lebensraum der Zauneidechse
Am Projekttag selbst wurde das Gelernte unmittelbar in die Praxis umgesetzt. Mit großem Engagement und viel Teamgeist entstanden die noch fehlenden vier Eidechsenhabitate. Dabei wurden erneut Sand, Kies und Natursteine verarbeitet, um den Zauneidechsen künftig optimale Lebensräume zu schaffen. Für die insgesamt zehn Habitate, die im Rahmen der drei Projekttage entstanden sind, wurden von der BEG Kraichgau rund 25 Tonnen Wasserbausteine sowie 52 Tonnen Gesteinsmaterial beschafft. Dieses Material wurde von den Schülerinnen und Schülern mit großem Einsatz in den Habitaten verteilt und verbaut. Eine große Unterstützung war dabei der Bauhof der Stadt Kraichtal. Die Mitarbeiter hatten nicht nur im Vorfeld die Gruben für die Habitate fachgerecht ausgehoben, sondern auch das benötigte Material direkt an die einzelnen Habitatstandorte gebracht. Dadurch konnten die Schülerinnen und Schüler die Arbeiten sicher und effizient durchführen.
Die Maßnahme wurde erneut gemeinsam von der BürgerEnergieGenossenschaft Kraichgau, der Stadt Kraichtal und dem NABU Kraichtal umgesetzt. Mit seiner fachlichen Expertise begleitete der NABU die Planung und Anlage der Habitate und stellte sicher, dass die Anforderungen des Artenschutzes erfüllt werden.
Die Stadt Kraichtal bedankt sich bei allen Beteiligten – insbesondere bei den engagierten Schülerinnen und Schülern, den Lehrkräften, dem NABU Kraichtal, der BEG Kraichgau sowie dem Team des städtischen Bauhofs. Die gelungene Zusammenarbeit zeigt eindrucksvoll, was möglich ist, wenn viele gemeinsam an einem Ziel arbeiten.
So entstand nicht nur ein wertvoller Beitrag zum Schutz der Zauneidechse, sondern auch ein starkes Beispiel dafür, wie Klimaschutz, Artenschutz und Bürgerengagement Hand in Hand gehen können.
Schülerinnen und Schüler der Markgrafen-GMS Kraichtal gestalten Energiewende und Artenschutz aktiv mit
Mit großem Engagement und bei bestem Wetter haben Schülerinnen und Schüler der Markgrafen‑Gemeinschaftsschule Kraichtal Ende April aktiv an der Energiewende vor Ort mitgewirkt. Am 29. April 2026 gestaltete die Klasse 8.1, am 30. April die Klasse 8.2 im Rahmen zweier Projekttage ökologische Ausgleichsmaßnahmen auf dem ehemaligen Sportplatz in Unteröwisheim – der künftigen Fläche des Bürger.Solarparks Kraichtal.
Die Projekttage fanden im Vorfeld der ersten Baumaßnahmen statt, die nach einstimmigem Beschluss zum Bebauungsplan beginnen können. Der Start erfolgt bewusst mit ökologischen Ausgleichsmaßnahmen, da sich auf der rund 1,6 Hektar großen Solarparkfläche eine große Population der geschützten Zauneidechse befindet. Für die wärmeliebenden Reptilien wurden neue Habitate geschaffen – und zwar gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern.
Vorbereitung im Klassenzimmer: Energiewende ganzheitlich verstehen
Bereits vor den praktischen Arbeiten auf der Fläche wurden die Jugendlichen mit Informationen versorgt. Die Klassenlehrkräfte Herr Geider und Frau Oeder begrüßten dazu mehrere Akteurinnen und Akteure im Klassenzimmer. Vertreten waren die BürgerEnergieGenossenschaft Kraichgau durch Sarah von Keudell, der NABU Kraichtal durch Walter Batzler, die Stadt Kraichtal durch Sarah Ohlig und Nadja Burkhardt.
In zwei Unterrichtseinheiten lernten die Schülerinnen und Schüler:
- wie der Bürger.Solarpark Kraichtal als gemeinsames Zukunftsprojekt von Stadt und BürgerEnergieGenossenschaft entsteht,
- wie Genossenschaften funktionieren und Bürgerinnen und Bürger sich aktiv an der Energiewende beteiligen können,
- welche Klimaschutzmaßnahmen die Stadt Kraichtal allgemein in der Kommune und auch am Schulstandort der GMS in Münzesheim umsetzt,
- sowie die Bedeutung von lokalem Natur- und Artenschutz, insbesondere den Lebensraum der Zauneidechse.
Ziel war es, Zusammenhänge zwischen Energieerzeugung, Biodiversität, kommunaler Verantwortung und Bürgerbeteiligung verständlich und greifbar zu vermitteln. Der Bürger.Solarpark soll dabei bewusst auch als außerschulischer Lernort genutzt werden.
Sechs neue Lebensräume für die Zauneidechse
An den beiden Projekttagen selbst setzten die Klassen ihr Wissen praktisch um. Unter der fachkundigen Leitung von Walter Batzler (NABU Kraichtal) und mit der Unterstützung von Herr Bürgermeister Borho entstanden insgesamt sechs neue Eidechsenhabitate.
In zuvor vom städtischen Bauhof ausgehobene Gruben schichteten die Schülerinnen und Schüler 37 t Sand, 87 t Kies und 120 t grobes Steinmaterial, um geeignete Sonnen- und Rückzugsorte zu schaffen. Abschließend wurden die hügelförmigen Strukturen mit Totholz abgedeckt, das den Tieren Schutz vor Fressfeinden bietet.
Energiewende als Gemeinschaftsprojekt
Die Stadt Kraichtal und die BEG Kraichgau bedanken sich nochmals ausdrücklich bei den Schülerinnen und Schülern sowie bei den beiden Lehrkräften Frau Oeder und Herrn Geider für ihren tatkräftigen Einsatz. Ein besonderer Dank geht außerdem an Walter Batzler vom NABU Kraichtal, der dieses Projekt, sowohl bei der Planung, als auch bei der Umsetzung mit großem Engagement begleitet hat. Die Projekttage zeigten, dass Energiewende nur dann nachhaltig gelingt, wenn sie gemeinsam gestaltet wird – generationenübergreifend und mit Blick auf Natur, Klima und gesellschaftliche Verantwortung.
Das Projekt verbindet Artenschutz, Bildung, Bürgerbeteiligung und erneuerbare Energieerzeugung auf besondere Weise und macht den Bürger.Solarpark Kraichtal schon vor Baubeginn zu einem Ort des Lernens und der Mitgestaltung.






















