Das Kraichtaler Chriskind bringt Freude in Familien
"Wenn man den eigenen Kindern zu Weihnachten nichts schenken kann, weil das Geld fehlt, belastet das die ganze Familie" - Marius Tonigold ist sozialpädagogischer Familienhelfer bei SopHiE und kennt solche Situationen gut. „Deshalb freuen wir uns jedes Jahr mit den Familien über das Kraichtaler Christkind“, sagte Tonigold jetzt bei der Geschenkübergabe im Rathaus Kraichtal. Die Geschenke werden dort von den Eltern abgeholt oder Tonigold und seine Kolleg/-innen bringen sie direkt zu „ihren“ Kindern.
„Wir freuen uns, dass es das Kraichtaler Christkind gibt“, sagte Bürgermeister Tobias Borho. „Aber dass die Anzahl an Wunschzetteln ständig steigt, ist sehr bedrückend.“ 154 Wünsche gingen beim Kraichtaler Christkind ein. „Das sind rund 20 Wünsche mehr als im vergangenen Jahr“, so Jennifer Vollmer. Vollmer ist im Rathaus fürs Kraichtaler Christkind zuständig.
Das Kraichtaler Christkind ist ein Projekt der Evangelisch-methodistischen Kirche (EmK), das gemeinsam mit der Stadt Kraichtal 2012 startete.
Lisa Häntsch von der EmK organisiert die Geschenke-Aktion, rund 15 Ehrenamtliche und Pastor Uwe Saßnowski helfen mit. „Das wildeste Geschenk, das ich eingekauft habe, war ein lilafarbener Plüsch-Rucksack in Herzform“, sagte Häntsch. Ferngesteuerte Autos stünden wie jedes Jahr hoch im Kurs bei den Kindern – den Rahmen von 20 Euro einzuhalten, werde allerdings immer schwieriger. „Wir haben dann länger gesucht, bis wir etwas Passendes gefunden haben“, erzählte Karen Weiß von der EmK. „Alles ist teurer geworden, das haben wir beim Einkaufen deutlich gespürt.“
Von Anfang an sammelt die Arge Weihnachtsmarkt Spenden für das Kraichtaler Christkind. Ulla Opitz übergab im Rathaus 3000 Euro in Form eines großen Schecks. „1000 Euro hat der Verein ‚Kraichtal hilft‘ zu der Summe beigetragen, 500 Euro haben die Wasserturmfreunde Menzingen gespendet“, so Opitz. Rund 560 Euro haben die Besucherinnen und Besuchern des Weihnachtsmarkts in die Dosen an den Ständen gelegt. „Dazu gingen weitere Spenden von Firmen und Privatpersonen auf dem Konto der Arge Weihnachtsmarkt ein“, berichtete Ulla Opitz. „Wir danken allen Spenderinnen und Spendern, denn ohne sie könnte das Kraichtaler Christkind nicht arbeiten“, darüber waren sich alle bei dem Treffen im Rathaus einig.







