Sie verwendeten einen veralteten Browser. Bitte führen Sie für ein besseres Surf-Erlebnis ein Upgrade aus.
JavaScript scheint momentan in Ihren Browsereinstellungen deaktiviert zu sein.
Bitte nehmen Sie eine Änderung dieser Einstellung vor und laden Sie die Webseite neu, um deren volle Funktionalität zu ermöglichen.

Volltextsuche

Haushalte übermitteln ihren Stromverbrauch online - Netze BW bedankt sich für eingespartes Porto

Verein „Kraichtal hilft e. V.“ erhält Spende
Die Netze BW ruft seit dem vergangenen Jahr dazu auf, ihr den Stand des Stromzählers nicht mehr per Post, sondern mittels elektronischer Medien mitzuteilen. Als Anreiz verspricht der Netzbetreiber, das dadurch eingesparte Porto einer gemeinnützigen Einrichtung vor Ort zu spenden. Das Versprechen wurde nun eingelöst. Etwas aus der Portokasse bezahlen – von dieser normalerweise eher negativ gemeinten Redewendung kann es durchaus auch eine positive Variante geben. Wie im Falle der Netze BW-Aktion „Zählerstand online erfassen“, bei der in Kraichtal 1.553,40 € zusammenkamen. Der Betrag kommt nun dem Verein „Kraichtal hilft e. V.“ zugute. Der erste Vorsitzende Melo Danze nahm am Dienstag, 2. Juli, in Anwesenheit von Bürgermeister Ulrich Hintermayer, den Spendenscheck entgegen. „Wir freuen uns über jeden zusätzlichen Euro, der uns und unsere Arbeit unterstützt“, bedankte sich Melo Danze bei allen Haushalten, die ihren Zählerstand online mitgeteilt und somit zur Spende beigetragen haben.
Ein Beitrag zum Umweltschutz wird geleistet
„Unser Ziel ist es, mehr und mehr von der postalischen Datenübermittlung abzurücken“, erklärte Willi Parstorfer von der Netze BW. „Darum bieten wir verschiedene zeitgemäße Wege an, um die Angaben ohne große Umstände durchgeben zu können.“ Dadurch sparen die Kunden Zeit und die Netze BW optimiert die Qualität ihrer Datenerfassung. Obendrein wird damit ein Beitrag zum Umweltschutz geleistet, denn der Verzicht auf die bislang übliche Ablesekarte bedeutet auch, dass sich dadurch das Papier und der Transport per Post erübrigt. Wenn immer mehr der Netze BW-Kunden auf die Zählerkarte verzichten, kann also jede Menge CO2 und Energie eingespart werden. Und da uns die Umwelt am Herzen liegt, haben wir unsere Aktion als kleine Zusatzmotivation ins Leben gerufen“, so Parstorfer. Für jeden Zählerstand, der pro Kommune online erfasst wird, geht das Rückporto an eine dort tätige gemeinnützige Organisation. Zur Verwendung des Betrags kann die Kommune Vorschläge machen. Die Aktion wird auf jeden Fall auch im nächsten Jahr fortgeführt.

Kraichtal auf dem Weg zur Fairtrade-Town - Kraichtal hilft e.V. Mitglied der Steuerungsgruppe

Weltweit gibt es bereits mehr als 1 400 Fairtrade-Towns in über 24 Ländern. In Deutschland haben sich innerhalb von zehn Jahren bereits 598 von über 2000 Städten zu fairen Städten entwickelt und noch einige mehr befinden sich im Bewerbungsverfahren. Hier gilt es fünf Kriterien zu erfüllen. Die Stadt Kraichtal hat das erste Kriterium mit dem Ratsbeschluss am 8. Mai und das zweite Kriterium mit der am 21. März gegründeten Steuerungsgruppe bereits erfüllt und den Auftakt zum Bewerbungsverfahren gegeben. Am Ende soll die Auszeichnungsfeier und der Titel Fairtrade-Town stehen. Bis dahin gilt es die bereits gelegten Strukturen mit Leben zu füllen.
Fairtrade-Towns fördern den fairen Handel auf kommunaler Ebene und sind das Ergebnis einer erfolgreichen Vernetzung von Akteuren aus Zivilgesellschaft, Politik und Wirtschaft. Diese Bereiche bilden die Zusammensetzung der Steuerungsgruppe ab, in welcher Kraichtal hilft e. V. die Sprecherin für die Zivilgesellschaft stellt. Die Steuerungsgruppe engagiert sich für den fairen Handel vor Ort d. h. sie vernetzt die Akteur*innen, organisiert die Aktivitäten, koordiniert die Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit und fördert den Dialog zwischen Politik, Wirtschaft und den Bürgerinnen und Bürgern der Kommune.
Warum möchte Kraichtal hilft e. V. den Fairen Handel voranbringen?
Migration und Flucht ist das Thema über das sich Kraichtal hilft e. V. in 2015 formiert und seine Arbeit aufgenommen hat. Die Thematisierung „Flucht und Fairer Handel“ erscheint uns zwangsläufig, je mehr sich der Verein mit seiner Initiative depot 25 den Themen der Nachhaltigkeit widmet.
Fairtrade ist eine globale Bewegung und leistet einen konkreten Beitrag die Agenda 2030 mit ihren 17 Zielen umzusetzen. Die SDGs vereinen ökonomische, ökologische und soziale Aspekte von Nachhaltigkeit und Entwicklung. Fairer Handel und nachhaltiger Konsum gewinnen immer mehr an Bedeutung und korrelieren mit den SDGs. Der Faire Handel ist eine Handelspartnerschaft, die auf Dialog, Transparenz und Respekt beruht und nach mehr Gerechtigkeit im internationalen Handel strebt. Durch bessere Handelsbedingungen und die Sicherung sozialer Rechte für benachteiligte ProduzentInnen und ArbeiterInnen leistet der Faire Handel einen Beitrag zu nachhaltiger Entwicklung. Der Faire Handel hat Auswirkungen auf Migration und Flucht und es können Perspektiven daraus abgeleitet werden.

depot 25 - Kleidertauschparty im Edith-Stein-Gymnasium in Bretten

Was haben die WELTfairÄNDERER  und das depot 25 gemeinsam?
Beide waren am 13. Mai bei der Kleidertauschparty der Fairtrade-School und Unesco-Projekt Schule dem Edith-Stein-Gymnasium in Bretten eingeladen.
Das ESG ist eine von drei ausgewählten Schulen in diesem Jahr, an denen die WELTfairÄNDERER aus Freiburg eine Projektwoche zur Bildung für nachhaltige Entwicklung im Sinne des UNESCO-Weltaktionsprogrammes durchführen.
Passend zum Thema haben die engagierten Lehrerinnen vom ESG gemeinsam mit ihren  Schüler*innen, neben vielen anderen Aktionen eine Kleidertauschparty organisiert, um zu zeigen, wie viel Spaß es machen kann, Ressourcen zu schonen.
Das Team vom depot 25 war mit Kleiderspenden vertreten und die mitgebrachten Kleiderpuppen wechselten ihr Outfit einige Male, weil ihnen Kleidung und Accessoires begeistert  „vom Leib“ weggetauscht wurden.  Am depot 25-Stand lag ein Fact Sheet zum Thema „Fairtrade und die Nachhaltigen Entwicklungsziele (SDGs), bereit.

Bewegung ist Trumpf

Kraichtal hilft e. V. spendet Turngeräte für Kindergarten
Durch eine großzügige Spende von Kraichtal hilft e. V. dürfen sich die Kinder des städtischen Kindergartens „Arche Noah“ in Unteröwisheim über drei neue Einhängeelemente (Rutsche, Hühnerleiter und Halbleiter) für die Sprossenwand im Bewegungsraum freuen. Schon bei der Anlieferung der großen Pakete war die Aufregung groß. Die Kinder halfen tatkräftig beim Auspacken mit und probierten die neuen Turngeräte gleich mit großem Eifer aus.
Bei den „Kleinen“ aus der Zwergengruppe findet die Holzrutsche den größten Anklang. Die „Älteren“ nutzen gerne die Hühnerleiter und Rutsche. Beim Aufstieg über die Halbleiter können sich die Mutigen und Geschickten beweisen.

Kampagne „Platz für Asyl in Europa“

Zeichen setzen für Recht und Solidarität
Im Kontext des Tages der Menschenrechte, des Welt-flüchtlingstages und der Europawahl soll das Bewusstsein geschaffen werden, wie wichtig das Recht auf Asyl in Europa ist. Genau diese Zielsetzung hat die Kampagne der Diakonie Württemberg, die in Kooperation mit der Diakonie Baden und dem Caritasverband Baden-Württemberg durchgeführt wird.
Durch das Gestalten von „Asylstühlen“ und das Aufstellen in Kirchengemeinden und Kommunen und am 20. Juni bei einer zentralen Veranstaltung in Stuttgart, bei der alle Stühle zusammengeführt werden, wird ein symbolischer Platz für Asyl vor Ort geschaffen.
Die Bereitschaft und das Engagement für Asyl in unserer Gesellschaft sind groß. In Europa ist Platz für Menschen, die vor Krieg, Verfolgung und Elend fliehen!
Der Verein Kraichtal hilft e. V. hat gemeinsam mit dem syrischen Kunstschaffenden Karam Abdullah Asylstühle gestaltet. Das Team vom depot 25 war auch mit am Start und hatte Ideen für mehrere Asylstühle.
Am Sonntag, 17. März,  10 Uhr, werden die Asylstühle in der evangelischen Kirche in Kraichtal-Menzingen zu sehen sein. An diesem Tag lautet die Überschrift des Gottesdienstes mit Pfarrerin Stefanie Nuß und Pfarrer Gunter Hauser (Seelsorger Flucht und Migration im Kirchenbezirk Bruchsal-Bretten) „Fluchtgeschichten“.

Workshop für die Erstellung des Integrationsberichtes

Die Stadtverwaltung hatte am 30. und 31. Januar für die Planung des Integrationsberichtes verschiedene Akteure, Geflüchtete wie ehren- und hauptamtlich Tätige der Integrationsarbeit eingeladen.
Am ersten Abend, an dem neun Personen teilgenommen haben, wurde nach einer kurzen Einführung und Präsentation zum Ist-Stand der Stadt Kraichtal im Bereich Integration, über das Thema „Arbeit und Ausbildung“ diskutiert. Leitfragen waren hierzu „Welche Bereiche sind in Kraichtal nicht abgedeckt oder fehlen? Wie wäre es optimal? Was muss getan werden, um es zu optimieren?“ Den Teilnehmern war es klar, dass zu diesem Thema bestimmte ausländerrechtlichen Rahmenbedingungen geändert werden müssten, worauf man vor Ort keinen Einfluss hat. Dennoch sollte es in Kraichtal eine transparente Plattform der Jobangebote für Zugewanderte geben.
Am darauffolgenden Abend hat man sich in zwei Gesprächs-gruppen über die Themen „Sprache und Bildung“ und „kulturelle und gesellschaftliche Teilhabe von Migranten und Geflüchtete“ ausgetauscht. Die Fragestellungen waren dieselben wie am Abend zuvor. Einig waren sich hier beide Gruppen, dass in Kraichtal mehr Raum für Begegnungen in verschiedenster Art geschaffen werden sollte.
Auszubauende Anregungen und Ideen wurden an die Integrationsbeauftragte der Stadt Kraichtal von den Teilnehmern an beiden Abenden herangetragen. Die beiden Abende dienten auch als Reflexionsmöglichkeit vergangener Integrationsarbeit in Kraichtal. Positive Rückmeldungen aller Teilnehmer zur Herangehensweise bei den Workshops bestärkten den weiteren Weg der Integrationsarbeit vor Ort.
Die Stadtverwaltung Kraichtal möchte sich nochmals bei allen Teilnehmern herzlich für die offene und ideenreiche Diskussionen und ihren zeitlichen Aufwand bedanken.

Integration in Kraichtal - Rückblick 2018

Derzeit sind nahezu 110 Personen dezentral in der Anschlussunterbringung, aktuell in sechs Stadtteilen Kraichtals, untergebracht. In der kommunalen Anschlussunterbringung konnten 21 Personen im vergangenen Jahr 2018 aufgenommen und untergebracht werden. Ein neues Gebäude wurde in Menzingen als Anschlussunterbringung angemietet, dort konnte vor kurzem in einer Wohnung eine syrische Familie einziehen, welche als Familiennachzug im November nach Deutschland kam. Die rückläufige Aufnahmequote von Geflüchteten setzt sich auch im Jahr 2019 fort. Mehr denn je ist die Stadtverwaltung auf Vermietung von privatem Wohnraum an Menschen mit Fluchthintergrund angewiesen. Interessierte Vermieter und potentielle Mieter werden dahingehend von der Integrationsbeauftragen beraten.
Im Frühjahr ging die bisherige Integrationsbeauftragte, Sonna Sickert, in den Mutterschutz und die darauf folgende Elternzeit. Als Nachfolge begann im April Tülay Arslan die Tätigkeit als Integrationsbeauftragte und hat sich in der Kürze der Zeit bereits gut eingearbeitet und mit vielen Akteuren in der Integrationsarbeit vernetzt. Die Integrationsbeauftragte ist Ansprechpartnerin bei allen Fragen der Bevölkerung rund um das Thema Asyl und Integration sowie für die Arbeit mit dem Ehrenamt, dem Belegungsmanagement der Anschlussunterbringungen, Vernetzung mit Behörden und Institutionen und für Weiterentwicklung von kommunalen Angeboten in der Integrationsarbeit zuständig.
Ein neuer Baustein in der Integrationsarbeit ist seit Beginn des Jahres das Integrationsmanagement unter der Trägerschaft des Landkreis Karlsruhe. Das Integrationsmanagement unterstützt als Kernstück des Paktes für Integration die Städte und Gemeinden in der Aufgabenwahrnehmung, die Geflüchteten in ihrem neuen Lebensumfeld, in der Anschlussunterbringung, erfolgreich ankommen zu lassen und sich einzufinden. Der Fokus der beiden Integrationsmanager, Ralph Schmidt und Florian Ziegler, liegt im Bereich von Berufs- und Arbeitsmarktintegration sowie Bildung und Sprache. Schritte zur Integration werden mit den Betroffenen mittels individuellen Integrationsplänen erfasst und deren Erreichung überprüft. Das Ziel des Integrationsmanagements ist eine Verselbstständigung der Geflüchteten und ein Übergang in bestehende Regeldienste.
Integration kann nur dann gelingen, wenn sich viele Menschen und Gruppen hauptberuflich und ehrenamtlich darum bemühen. Ob Sprach- und Bildungsförderung für Kinder wie für Erwachsene, Jobcoaching und das „depot 25“ als Sachspendenbörse, Fahrdienstvermittlung oder Tagesstrukturierungsangebote. Die Handlungsfelder waren und sind vielfältig.
Seit Gründung des „Runden Tisches“ oder aber des Vereins „Kraichtal hilft e. V.“ wird Integration in Kraichtal gemeinsam gestaltet - nicht nur zwischen diesen genannten Akteuren, sondern auch in Zusammenarbeit mit weiteren Institutionen, Vereinen, Kirchen, Gemeinschaften und zahlreichen Privatpersonen und Interessengruppen. Ein herausragendes Beispiel ist dabei das Engagement des Teams rund um das Café International, welches sich seit nunmehr drei Jahren einmal im Monat im CVJM Münzesheim trifft und von den Geflüchteten immer gut besucht ist. In diesem Jahr fand auch ein neues Angebot des CVJM Münzesheim, nämlich ein Abend nur für Frauen, statt, welcher rege von einheimischen und geflüchteten Frauen besucht war. Organisiert durch „Kraichtal hilft e. V.“ konnten im Sommer einige geflüchtete Frauen einen Anfängerschwimmkurs in Münzesheim besuchen. Für manche geflüchtete Frauen war dies der erste Schwimmbadbesuch. Erwähnenswert sind auch die von der Stadtverwaltung initiierten örtlichen Helferkreise in Oberöwisheim, Münzesheim, Menzingen und Landshausen oder beispielsweise das „depot 25“ in Menzingen, das allen Bedürftigen in Kraichtal ein gutes Angebot liefert.
Des Weiteren fand an Pfingsten für Kinder der Vorbereitungsklassen ein Fahrradtraining vor Ort in Münzesheim statt, unterstützt von ehrenamtlichen Helfern. In Menzingen traf sich der Helferkreis zu Begegnungsabenden mit Flüchtlingen und Einheimischen. Ein weiteres Begegnungsfest fand vor der Anschlussunterbringung im September in Oberöwisheim statt, bei dem die Bewohner und die Nachbarschaft zu einem gemütlichen Beisammensein zusammenkamen.
Im Bereich der Integrationsarbeit kommen immer wieder neue Aufgaben auf die Stadtverwaltung zu. So widmet sich die Integrationsarbeit vermehrt der Hilfestellung bei der Arbeitsvermittlung. Im Frühjahr 2018 fand in Zusammenarbeit mit „Kraichtal hilft“ e. V. das Projekt „Jobcoaching“ statt, bei dem die anhand von Interviews mit Geflüchteten erstellten Matchinglisten mit Stellenangeboten abgeglichen wurden. Zusätzlich lud die Stadtverwaltung im Juli interessierte Arbeitgeber und arbeitsuchende Geflüchtete zum Forum Integration in Arbeit ein, um sich gegenseitig kennen zu lernen. Darauf folgend konnten mehrere Geflüchtete ein Praktikum beginnen, bei manchen kam es sogar zur Arbeitsvermittlung.
Menschen vernetzen, Chancen aufzeigen und gemeinsam nutzen, daran wird stetig gearbeitet.
Für die Hilfsbereitschaft und den tatkräftigen Einsatz aller ehrenamtlich Tätigen in ganz Kraichtal möchte die Stadtverwaltung an dieser Stelle nochmals recht herzlich danken! Die Zusammenarbeit von Ehren- und Hauptamt in Kraichtal ist kooperativ und konstruktiv, vielfältig und einer gelingenden Integration dienend.
Als Ansprechpartner rund um das Thema Integration in Kraichtal erreichen Sie im Ordnungsamt Tülay Arslan, Integrationsbeauftragte, unter 07250 77-272 und Ina Daubmann, Gemeindesozialarbeiterin, unter 07250 77-271 sowie Sabine Philipp, Leiterin des Ordnungsamtes, unter 07250 77-23.

Neueröffnung Anschlussunterbringung in Menzingen

Helfer gesucht
Wie in den vergangenen Wochen im Mitteilungsblatt und öffentlicher Sitzung des Gemeinderates berichtet, ist im Stadtteil Menzingen ein weiteres Wohngebäude zur Unterbringung von Flüchtlingen bzw. Asylsuchenden eröffnet worden. Die Belegung einer Wohnung mit einer fünfköpfigen Familie ist bereits erfolgt. Die unmittelbare Nachbarschaft und Ehrenamtliche des Helferkreises Menzingen folgten der Einladung der Stadtverwaltung und nutzten vor Belegung der Wohneinheiten die Möglichkeit, sich persönlich ein Bild von der Unterkunft zu machen und mit den Verantwortlichen ins Gespräch zu kommen.
Um den Bewohnern die Integration vor Ort zu erleichtern, suchen die Stadtverwaltung und der örtliche „Helferkreis Menzingen“ weitere Unterstützer. Ziel ist es, die neuen Einwohner willkommen zu heißen sowie eine örtliche Orientierung der Personen zu organisieren. Der Helferkreis wird durch die Gemeindesozialarbeiterin, Ina Daubmann und Integrationsbeauftragte, Tülay Arslan, begleitet und somit Haupt- und Ehrenamt verzahnt.
Sie würden sich gerne dahingehend engagieren, haben Interesse oder Fragen? Dann melden Sie sich für weitere Informationen gerne bei Tülay Arslan, 07250 77272 bzw. Frau Daubmann, 07250 77-271.

Schwimmkurs für muslimische Frauen gefördert von Kraichtal hilft e. V.

„Kannst du im Wasser einen Handstand machen?“ fragt mich Meryam und taucht unter. Ein paar Sekunden lang sieht man nur ein paar wackelnde Füße an der Wasseroberfläche. Nachdem sie wieder aufgetaucht ist prustet sie und lacht, „Ich muss noch sehr viel üben!“
Meryam ist eine der acht Teilnehmerinnen, die einen Schwimmkurs, gefördert vom Verein Kraichtal hilft e. V., besuchen. Zehnmal darf sie mit ihrer Mutter und einigen anderen muslimischen Frauen in den Kurs zum schwimmen lernen.
Die erste Unterrichtsstunde im Wasser war für einige der Frauen noch eine ängstliche Angelegenheit, aber nach wenigen Malen wurden die Mädchen und Frauen mit dem Wasser immer vertrauter. Am Ende des Schwimmkurses sind manche im Stande sich mit den neu erlernten Schwimmtechniken eine Weile über Wasser zu halten.
Auch Meryam fühlt sich jetzt immer mehr wie ein Fisch im Wasser und mit dem Handstand klappt es demnächst bestimmt auch noch.

Das depot 25 feierte Geburtstag / Fair Trade & Fair Fashion in Menzingen

Weitere Informationen zu der Veranstaltung finden Sie auf unserer Seite "70 Jahre Menschenrechte"

Kraichtaler Veranstaltungsreihe zum Thema „Nach- haltige Entwicklung“

Im September 2015 haben bei einem historischen UNO-Gipfel in New York 193 Länder „Die Agenda 2030“ formuliert, um Milliarden von Menschen in EINERWELT und auf unserem Planeten eine bessere Zukunft zu bieten. Das Kernstück der Agenda sind die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung. Diese berücksichtigen alle drei Dimensionen der Nachhaltigkeit - Soziales, Umwelt, Wirtschaft - und sind in Übereinstimmung mit den Menschenrechten entwickelt worden. Die fünf Kernbotschaften - Mensch, Planet, Wohlstand, Frie- den, Partnerschaft - verdeutlichen die Arbeitsschwerpunkte der Agenda. Alle 193 unterzeichnenden Länder sowie alle Menschen sind zum Handeln aufgerufen, bis 2030 die Armut zu beenden, Ungleichheiten zu thematisieren und den Klimawandel zu bekämpfen. „70 Jahre Menschenrechte - Fit 4 Agenda 2030“ ist der Titel der Veranstaltungsreihe, die im September in Kraichtal startet. Schwerpunktmäßig geht es um das vierte der 17 Ziele, welches sicherstellen soll, dass alle Menschen Zugang zu hochwertiger Bildung und Gelegenheit zu lebenslangem Lernen haben. Thema der Kraichtaler Veranstaltungen ist hierbei die Bildungs- und Informationsarbeit über unser Konsumverhalten. Das depot 25 trägt mit seiner Arbeit zu nachhaltigem Konsum bei. Weitergeben statt Wegwerfen - diesen Gedanken tragen sicher die vielen Menschen in sich, die Woche für Woche Körbe, Kisten und Säcke mit ausrangierter Kleidung spenden, damit sie weiterer Verwendung zugeführt werden kann. Und auch die Menschen, die ins depot 25 kommen, um zu „shoppen“ tragen zur Nachhaltigkeit bei, indem sie Secondhandkleidung tragen statt neue Ware zu kaufen, die unter Einsatz riesiger Ressourcen produziert und um die Welt gefahren wird. Und schließlich werden die Spendengelder, die durch die Abgabe der Waren erzielt werden, dem Verein Kraichtal hilft zur Verfügung gestellt, der damit u. a. Bildungsprojekte in Kraichtal unterstützt. Das depot 25-Team freut sich, an dieser richtungsweisenden Veranstaltungsreihe teilzunehmen:
• Am 16. September war das depot 25 mit Secondhand- Kleidung für Kinder auf der Menzinger Kerwe im Bereich der „Menschenrechtsmeile“ vertreten.
• Am 13. Oktober feiert das depot 25 sein dreijähriges Bestehen mit einem Tag der offenen Tür im Rahmen der Veranstaltung „Fair Trade & Fair Fashion in Menzingen“. Die depot 25-Mitarbeiterinnen sehen gespannt einem ereignisreichen, lebendigen Herbst im Zeichen der Menschenrechte und der nachhaltigen Entwicklung entgegen und danken der Stadt Kraichtal für ihr tolles Engagement zu diesen Themen.

Begegnungsfest Oberöwisheim

Die Stadtverwaltung Kraichtal hatte am 7. September zum Begegnungsfest im Hof der Bachstr. 46 in Oberöwisheim eingeladen. Viele Geflüchtete, Einheimische aus Kraichtal und auch die aktiven Helfer, sind der Einladung gefolgt und brachten allerlei Köstlichkeiten mit. Bei gutem Wetter und lockerer Stimmung fanden viele verschiedene Begegnungen und Gespräche statt.
Die Bewohner der Anschlussunterbringung waren über die Veranstaltung sehr erfreut und bedankten sich. Der Wunsch nach Wiederholung seitens der Bewohner wurde zur Kenntnis genommen.
Mit dieser Veranstaltung möchte sich die Stadt bei allen Helfern und Engagierten bedanken!
Falls Sie sich auch sozial in der Flüchtlingsarbeit engagieren möchten, setzen Sie sich bitte mit unserer Integrationsbeauftragten Tülay Arslan in Verbindung, unter  Tel. 07250 77272 oder per E-Mail: t.arslan(@)kraichtal.de

Besuch im depot 25 - MdL Andrea Schwarz auf Sommertour

Auf ihrer Sommertour machte die Landtagsabgeordnete Andrea Schwarz auch Halt im depot 25 in Menzingen. Sie zeigte sich bei ihrem Besuch begeistert von den Ideen und Angeboten des depot 25: „Toll, was dank ehrenamtlicher Arbeit und Kleider- und Spielzeugspenden hier angeboten werden kann! Als großer Fan von Second-Hand-Kleidung, ich trage selbst überwiegend Kleider aus zweiter Hand, musste ich natürlich gleich das Stöbern beginnen.“ Kreislaufwirtschaft statt Wegwerfgesellschaft - nach diesem Motto wollen die Ehrenamtlichen vom depot 25 in Kraichtal-Menzingen ein Bewusstsein dafür schaffen, dass Kleidung bis zum Ende ihrer Lebensdauer getragen wird.
Die depot 25-Mitarbeiterinnen freuten sich sehr über das Interesse, welches ihrer Arbeit entgegen gebracht wurde. Auf einem Rundgang durch die Räumlichkeiten war reichlich Gelegenheit, ihre Arbeit, Vorstellungen, Ideen und Anliegen zu präsentieren.
Gleichzeitig galt: „Business as usual“ - es herrschte ein reges Kommen und Gehen. Jung und Alt stöberte in den angebotenen Kleidern, Autos fuhren vor und Kartons und Säcke wurden ausgeladen - ein ganz normaler Mittwochmorgen im depot 25.

Kraichtal hilft e. V. - Eine Gartenhütte für die Eisenhut-Schule

Im Schulgarten der Eisenhut-Schule wachsen wieder Tomaten, Gurken, Zucchini, Radieschen, Kartoffeln und Kürbisse. Auch von den Himbeeren und Johannisbeeren kann genascht werden. Die Schüler der ersten Klasse und der VKL (Vorbereitungs-klasse für Schüler, die Deutsch als zweite Sprache lernen) haben fleißig Unkraut gejätet; gesät und mit Unterstützung der älteren Schüler viele, viele Gießkannen Wasser geschleppt. Etwas ganz Wichtiges fehlte den kleinen Gärtnern jedoch noch: Ein Gartenhäuschen, in dem all die benötigten Gerätschaften untergebracht werden können und das außerdem noch Platz bietet, um Pflanzen zu untersuchen oder mit Becherlupen Insekten zu beobachten und erforschen. Jetzt ist der Wunsch in Erfüllung gegangen. Der Verein „Kraichtal hilft“ schenkte den Schülern ein wunderschönes Gartenhäuschen und mit vereinten Kräften wurde es aufgebaut: Herr Boxberger, Herr Pawlik, Eltern, Schüler und die Lehrerinnen beider Klassen arbeiteten einen ganzen langen Samstag daran. Es wurde viel gehämmert, gesägt, gelacht und auch gelernt. Neben der Freude über das Gelingen stand besonders auch die Freude über das gemeinsame Tun. Vielen Dank an den Verein „Kraichtal hilft“ für die großzügige Spende und den vielen Helfern, die uns dies alles ermöglicht haben.

Kraichtal hilft e.V. hat wieder einmal geholfen - danke!

Am Mittwoch, 18. Juli, übergaben Melo Danze und Elke Becker als Vertreter des Vereinsvorstands von Kraichtal hilft e. V. in der Mehrzweckhalle in Menzingen einen neuen Schwebebalken.
Der Verein hat damit der Breitensportabteilung des SV „Blau-Weiß“ Menzingen den langgehegten Wunsch mit einem sehr großzügigen Sponsoring erfüllt.
Voller Freude haben die Turnkids den Schwebebalken gleich nach der Übergabe beklettert.
Das Sportgerät ermöglicht es den Übungsleiterinnen aller Gruppen die Kinder (es gibt Gruppen für Kinder von 18 Monaten bis ins Teenageralter, insgesamt sind es circa 80 Kinder) vor allem im Bereich der Orientierungs- und Gleichgewichtsfähigkeit zu fordern und zu fördern.
Herzlichen Dank!

Plakataktion mit Mitarbeiterinnen der Stadt

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „70 Jahre Menschenrechte - Fit 4 Agenda 2030“ startet das depot 25 eine Plakataktion unter dem Titel „depot 25 zieht an“.
Mitarbeiterinnen der Stadtverwaltung hatten sich bereit erklärt, sich im depot 25 ein Outfit zusammenzustellen und an dem Fotoshooting für das Plakat teilzunehmen. Mit viel Spaß wurde an einem Nachmittag im depot 25 gestöbert, anprobiert und ausgesucht, um anschließend in einem vom Fotografen Sajad Roma kreativ arrangierten und ausgeleuchteten Set Aufnahmen zu machen.
Gezeigt werden soll mit der Aktion, dass das depot 25 für jeden Gelegenheit bietet, hochwertige Secondhand-Kleidung zu erstehen und damit nachhaltig zu handeln. Im Gegensatz zu Firsthand-Mode, die unter hohem Ressourceneinsatz produziert und um die Welt gefahren wird, kann man durch den Kauf von Secondhand-Kleidung dazu beitragen, den Verschleiß von Rohstoffen zu verlangsamen.
Darüber hinaus kommen die so erzielten Spendengelder voll und ganz dem Verein „Kraichtal hilft“ zugute, der damit u. a. Bildungsprojekte in Kraichtal unterstützt.

Runder Tisch Integration

Der „Runde Tisch Integration“ traf sich erneut am 9. Juli mit wichtigen Akteuren im Kontext der Geflüchtetenarbeit. Die Treffen dienen der wechselseitigen Information, dem konstruktiven Austausch sowie der Abstimmung gemeinsamer Projekte.  
Wie schon aus der vorherigen Sitzung berichtet wurde, konnte Ende Juni in der Anschlussunterbringung in Oberöwisheim eine Aufnahme von mehreren Geflüchteten realisiert werden. Dennoch hat die Stadt Kraichtal ihre diesjährige Aufnahmequote, aufgrund von fehlenden Unterbringungsmöglichkeiten, bis jetzt noch nicht erfüllen können.
In den letzten Jahren ist die Zahl der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer im Helferkreis Oberöwisheim zurückgegangen. Mit der neuen Aufnahme hier nun ein Aufruf an die Oberöwisheimer Bevölkerung. Bitte melden Sie sich bei Interesse, den Helferkreis bei der Begleitung von Geflüchteten zu unterstützen, bei der Integrationsbeauftragten, Tülay Arslan, unter 07250 77-272 oder per E-Mail t.arslan(@)kraichtal.de
In dieser Runde wurde aufs Neue aus den verschiedenen Reihen der Beteiligten berichtet. So beispielsweise von dem gelungenen Bau einer Gartenhütte auf dem Gelände der Eisenhut-Schule Unteröwisheim, an dem Väter der Grundschulklassen und Vorbereitungsklassen mitgearbeitet haben. Auch der Frauenabend im Café International war so gut besucht, dass der Wunsch nach Wiederholung geäußert wurde.
Die Vereine in Kraichtal können bei integrationsfördernden Projekten auf die Unterstützung des Vereins Kraichtal hilft e. V. zählen. Bei Anfragen besuchen Sie die Homepage www.kraichtal-hilft.de

Kraichtal hilft e. V. - Haben Sie eine Stunde in der Woche Zeit?

Hausaufgabenhilfe Unteröwisheim sucht engagierte Menschen
Schon seit zwei Jahren organisiert der Verein Kraichtal hilft e. V. die Hausaufgaben-, Sprach- und Lernhilfe in der Grundschule in Unteröwisheim. Bei den Kindern, die diesen Kurs besuchen, kann man große Fortschritte erkennen.
Für das Schuljahr 2018/2019 suchen wir wieder engagierte Menschen, die den Kindern eine Stunde pro Woche bei den Hausaufgaben in der Schule helfen möchten. Pädagogische Voraussetzungen wären von Vorteil, sind aber nicht zwingend notwendig.
Wenn Sie Zeit und Interesse haben, melden Sie sich bitte per  E-Mail: joyce-filsinger(@)web.de

Rückblick Forum „Integration in Arbeit“

Partizipation am Arbeitsmarkt ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für die Integration der in Deutschland lebenden Menschen mit Migrations-hintergrund und Geflüchteten.
Bereits im vergangenen November hatte die Stadtverwaltung und Kraichtal hilft e. V. zu einem Informationsabend und Austausch mit Experten eingeladen.
Seit Ende letzten Jahres ist viel geschehen und zusammen mit ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie Mitgliedern des Vereins Kraichtal hilft e. V. konnte die Integrationsbeauftragte der Stadt Kraichtal das Projekt „Jobcoaching“ entwickeln. Dazu wurden Geflüchtete, die in Kraichtal wohnen, zu einem persönlichen Gespräch eingeladen und gemeinsam ein Fragebogen zu ihrer beruflichen Situation ausgefüllt. So entstand eine Datenbank, mit der aktuelle Stellenangebote auf Übereinstimmung überprüft werden können und an die betroffene Person weitergeleitet wird. Bei Bedarf kann der Arbeitssuchende durch ehrenamtliche Jobcoacher bei der Bewerbung unterstützt werden.
Die bisherigen Ergebnisse dieses Projektes wurden am Donnerstag, 5. Juli, beim Forum „Integration in Arbeit“ von Gemeindesozialarbeiterin Ina Daubmann und der Integrationsbeauftragten Tülay Arslan, vorgestellt.
Diesmal waren jedoch nicht nur Arbeitgeber sondern auch arbeitssuchende Geflüchtete, die beim Projekt „Jobcoaching“ teilgenommen hatten, eingeladen, um ein erstes Kennenlernen zu ermöglichen und Kontakte zu schließen. Der Einladung folgten viele Arbeitssuchende und eine Handvoll Arbeitgeber. Trotz des Ungleichgewichts konnten in einer anschließenden Gesprächsrunde, bei der man sich seitens der Arbeitgeber erstaunt und positiv überrascht über die guten bis sehr guten Deutschkenntnisse zeigte, erste Kontakte geknüpft werden. Der Eine oder Andere wurde auch zum Probearbeiten eingeladen. Die anwesenden Arbeitgeber waren sich einig, diesen Menschen sollte man eine Chance geben.
Bei Fragen zu dem Projekt Jobcoaching kann man gerne mit Tülay Arslan, 07250 77-272, in Kontakt kommen.
Des Weiteren berät Bettina Lichter vom Landratsamt Karlsruhe bei Fragen rund um das Thema Integration in Arbeit. Sie erreichen sie unter 0721 936-77080 oder per E-Mail unter bettina.lichter(@)landratsamt-karlsruhe.de

Begegnungsabend mit Musik

Der Helferkreis Menzingen hatte am 29. Juni erneut zu einem Begegnungsabend in den Gemeindesaal der evangelischen Kirche Menzingen für Geflüchtete und Einheimische eingeladen. Viele Menschen aus Kraichtal sind der Einladung gefolgt und brachten Köstlichkeiten aus ihren Heimatländern mit. Gemeinsam mit Herrn Hauser, Seelsorger für Flucht und Migration des evang. Kirchenbezirks Bretten-Bruchsal, stimmten nach dem leckeren Buffet alle in das Lied „Lasst Frieden werden“ ein. Im Anschluss spielte Herr Khalil auf seinem Akkordeon und seiner Oud Lieder aus seiner Heimat in Syrien und einige syrische Besucher sangen spontan mit. Bei den orientalischen Klängen fühlte man sich als Zuhörer in eine andere Welt versetzt. Passend zur Musik wurden mit den Kindern Rasseln und Schellenarmbäder gebastelt, welches die Kinder zum Abschluss beim gemeinsamen Lied „Vom Aufgang der Sonne“ ausprobieren konnten. Die Stadtverwaltung dankt herzlich allen mitwirkenden Helferinnen und Helfern für das rege Engagement und den gelungenen Abend.

Bericht über einen erfolgreichen Umzug

In den vergangenen Tagen konnte eine Familie mit Fluchthintergrund aus der städtischen Anschlussunterbringung in Landshausen ausziehen und eine Mietwohnung innerhalb von Kraichtal beziehen. Dank tatkräftiger Unterstützung ehrenamtlicher Helfer und der Koordination der städtischen Integrationsbeauftragten waren die Wohnraumakquise und der Umzug möglich geworden.
Die Familie hatte großes Glück, eine Wohnung in Oberacker zu finden. Denn landauf landab ist das Wohnungsangebot knapp. Ehrenamtliches Engagement und entsprechende Kontakte in der Vermittlung haben sich gelohnt. So mussten just die Landshausener schweren Herzens von der Familie, die sich in kurzer Zeit gut im Ort eingefunden hatte, Abschied nehmen.
Auch andere Menschen mit Fluchthintergrund wollen aus der Anschlussunterbringung ausziehen und „in die Selbständigkeit entlassen werden“. Darum sind sie auf der Suche nach Wohnraum, den sie privat anmieten können. Dabei ist es für das Ehrenamt angesichts persönlicher Verbundenheit oft ein Anliegen, dass betreute Personen in Kraichtal oder zumindest in näherer Umgebung bleiben können. Ein positiver Effekt erfolgreicher Vermittlung und privater Wohnraummiete stellt sich für die Stadt Kraichtal nicht zuletzt dadurch ein, dass leer werdende Unterkünfte für Neuaufnahme genutzt und damit den Verpflichtungen nachgekommen werden kann.
Möchten Sie in diesem Kontext Wohnraum vermieten? Haben Sie Fragen zur Anschlussunterbringung? Dann melden Sie sich unverbindlich an unsere Integrationsbeauftragte im Ordnungsamt, Frau Arslan, unter 07250 77-272.

Verkehrstraining für geflüchtete Kinder

Rad fahren - das lernen fast alle Kinder schon sehr früh und es macht ihnen Spaß. Aber wie sieht ein verkehrssicheres Rad aus, warum muss ich einen Helm und helle Kleidung tragen und wer hat eigentlich wann Vorfahrt? Diese und viele andere Fragen waren Thema der Verkehrserziehungsschulung, an der Kinder aus den VKL-Klassen der Eisenhut-Schule Unteröwisheim und der Markgrafen-Gemeinschaftschule Kraichtal-Münzesheim teil- nahmen. Auf Initiative und mit Unterstützung der Stadt Kraichtal engagierten sich Herr Bindschädel (ehrenamtlicher Helfer) und Frau Matthes (VKL-Lehrerin) tatkräftig an der Umsetzung dieses schulischen Projektes. Nachdem bereits im vergangenen Herbst wichtige theoretische Informationen im Unterricht vermittelt worden waren und erste Übungen auf dem Verkehrsübungsplatz in Bretten stattgefunden hatten, konnte am 28. Mai bei strahlendem Sonnenschein eine praktische Übung vor Ort in Münzesheim stattfinden. Ausgestattet mit Helm und einem verkehrstauglichen Fahrrad fuhren die Kinder zusammen mit Herrn Bindschädel und Frau Matthes durch Münzesheim und wurden auf verschiedene Gefahrenquellen für Fahrradfahrer hingewiesen. Abgerundet wurde der Nachmittag mit einem leckeren Eis zur Belohnung für die erfolgreiche Teilnahme. Ina Daubmann, Gemeindesozialarbeiterin im Ordnungsamt der Stadt, bedankte sich herzlich bei allen Mitwirkenden und lobte die erfolgreiche Aktion. An dieser Stelle auch ein herzliches Dankeschön an Kraichtal hilft e. V. für das leckere Eis!

Runder Tisch Integration

Am Montag, 14. Mai, fand wieder ein Treffen des „Runden Tisches Integration“ (ehemals „Runder Tisch Asyl“) statt. Der Runde Tisch vernetzt bekanntlich Ehren- und Hauptamtliche in unserer Stadt im Kontext der Geflüchtetenarbeit. Die Treffen dienen der wechselseitigen Information, dem konstruktiven Austausch sowie der Abstimmung gemeinsamer Projekte.  
So wurde am Montag vergangener Woche u. a. seitens der Verwaltung der Stand in der Anschlussunterbringung dargestellt. Mit dem zeitnahen Abschluss der Sanierung der Unterkunft in der Oberöwisheimer Ortsmitte sollen in den kommenden Wochen dort zahlreiche Geflüchtete neu aufgenommen werden. Das Landratsamt, als zuweisende Behörde, hatte zuletzt darauf hingewirkt, dass die Aufnahme baldmöglichst passiert. Die Stadt Kraichtal, die bisher stets alle Verpflichtungen mindestens erfüllt hat, wird die Aufnahme entsprechend vorbereiten. Erschwert wurde die Aufnahme von Geflüchteten in den vergangenen Monaten aufgrund der fehlenden Unterbringungsmöglichkeiten, wie regelmäßig berichtet.
Das Treffen wurde auch dazu genutzt, um das diesjährige verwaltungsseitige Projekt „Fit 4 Agenda 2030“ im Rahmen des Jubiläums zu den Menschenrechten, den beteiligten Projektpartnern konkreter vorzustellen und den Prozess zur vollständigen Projektkonzeption vor Augen zu führen.
Aus den Reihen der Beteiligten kamen weitere Beiträge zur Sprache. So zum Beispiel das finanzielle Förderangebot von Kraichtal hilft e. V. für Aktionen und Projekte im Kontext der Geflüchteten- und Sozialhilfe sowie ein Bericht über einen Ausflug des CVJM Münzesheim mit Geflüchteten. Auch seitens der Schulen wurde ein weiteres anvisiertes Verkehrserziehungsprojekt in Zusammenarbeit mit Ehren-
amtlichen und der Verwaltung zugunsten zu fördernder Kinder vorgetragen.  
Der Austausch macht immer wieder deutlich, wie vielfältig Integration ist und wie wichtig die Vernetzung für einen guten gemeinsamen Weg ist.

Neue Mitarbeiterin der Stadtverwaltung als Integrationsbeauftragte

Ende März ging die bisherige Integrationsbeauftrage, Sonna Sickert, in den Mutterschutz und die darauf folgende Elternzeit. In absehbarer Zeit wird sich unsere Kollegin neuen „Herausforderungen“ stellen. Frau Sickert hat in den vergangenen 1,5 Jahren ihrer Tätigkeit so manches im Bereich Integration und Flüchtlingshilfe bewegt. Erwähnt seien beispielhaft die erfolgreiche Ausstellung „Eine Taube für Damaskus“, das aktuell laufende Projekt „Jobcoaching“ sowie weitere Veranstaltungen und Vernetzungstätigkeiten in der Geflüchtetenhilfe. Als Nachfolgerin begann zum Monatswechsel „just in time“ Tülay Arslan mit ihrer Tätigkeit als Integrationsbeauftragte. Nach nun folgender Einarbeitungszeit soll sie die bisherigen Tätigkeiten der Integrationsbeauftragten zusammen mit Gemeindesozialarbeiterin Ina Daubmann weiterführen. Gerne können sie Frau Tülay Arslan unter 07250 77-272 oder per E-Mail unter t.arslan(@)kraichtal.de erreichen.

Integrationsmanagement durch die Landkreisverwaltung in Kraichtal

Wie berichtet, nahm Ralph Schmidt zu Beginn dieses Jahres den Dienst als Integrationsmanager des Landratsamtes Karlsruhe in Kraichtal auf. Seit Februar ist zwischenzeitlich noch  Indah Siemon mit einem Stellenumfang von 60% (zusammen 1,4 Stellen) als Integrationsmanagerin des Landratsamtes Karlsruhe in Kraichtal tätig. Die beiden Integrationsmanager teilen sich die Aufgaben und ergänzen sich. Nach dem Abschließen der Erstgespräche mit den Geflüchteten werden sie ihre Zuständigkeiten nach Ortschaften aufteilen und als Ansprechpartner für alle Belange der Geflüchteten fungieren.
Der Fokus des/der Integrationsmanagers/in liegt im Bereich der Berufs- und Arbeitsmarktintegration sowie Bildung und Sprache. Schritte zur Integration werden mit den Betroffenen mittels individuellen Integrationsplänen erfasst und deren Erreichung überprüft. Das Ziel des Integrationsmanagements ist eine Verselbständigung der Geflüchteten und ein Übergang in bestehende Regeldienste.
Die offenen Sprechzeiten der beiden Integrationsmanager im Rathaus Münzesheim sind wie folgt:
Montag:           14 - 17 Uhr
Dienstag:         keine offene Sprechstunde
Mittwoch:         14 - 16 Uhr
Donnerstag:    14 - 19 Uhr
Freitag:            9 - 12 Uhr
Weitere Termine erfolgen nach Vereinbarung.
Ralph Schmidt ist unter der 0721 93675140 oder per E-Mail unter ralph.schmidt(@)landratsamt-karlsruhe.de zu erreichen.
Indah Siemon ist unter der  0721 93675310 oder per E-Mail unter indah.siemon@landratsamt-karlsruhe.de
zu erreichen.

Integrationsmanagement in Kraichtal

Landkreis Karlsruhe startet mit Integrationsmanagement zur Betreuung von Geflüchteten in der Anschlussunterbringung in Kraichtal
Das Integrationsmanagement soll als Kernstück des Paktes für Integration die Städte und Gemeinden in der Aufgabenwahrnehmung unterstützen, die Geflüchteten in ihrem neuen Lebensumfeld, in der Anschlussunterbringung, erfolgreich ankommen zu lassen und sich einzufinden. Ende April 2017 wurde der Pakt für Integration von der Landesregierung sowie den kommunalen Landesverbänden unterzeichnet. Die Umsetzung beginnt nun mit dem Beginn der Tätigkeit von Ralph Schmidt als Integrationsmanager in der Stadt Kraichtal, die den Landkreis Karlsruhe mit der Aufgabe der Durchführung des Integrationsmanagements betraut hat. Bereits im Vorfeld fanden Einführungsgespräche zwischen dem Landratsamt, Amt für Integration und der Stadt Kraichtal, Ordnungsamt, über die Eckpunkte der zukünftigen Zusammenarbeit sowie Bedarfe vor Ort statt.
Der Fokus des Integrationsmanagers liegt im Bereich von Berufs- und Arbeitsmarktintegration sowie Bildung und Sprache. Schritte zur Integration werden mit den Betroffenen mittels individuellen Integrationsplänen erfasst und deren Erreichung überprüft. Das Ziel des Integrationsmanagements ist eine Verselbständigung der Geflüchteten und ein Übergang in bestehende Regeldienste.
Bereits am vergangenen Montag, 29. Januar, wurde das Integrationsmanagement und die hier in Kraichtal handelnden Personen dem Ehrenamt vorgestellt. Die öffentliche Veranstaltung war rege besucht, die Gelegenheit zum Austausch wurde genutzt.
Ab sofort bietet Ralph Schmidt folgende Sprechstunden an:
Montag:   
8:30 - 12:30 Uhr Rathaus Münzesheim
14 - 18 Uhr Anschlussunterbringung Bachstr. 46
Dienstag:    
14 - 16 Uhr Rathaus Münzesheim
Mittwoch:   
8:30 - 12:30 Uhr Rathaus Münzesheim
14 - 16 Uhr Rathaus Münzesheim
Donnerstag:   
8:30 - 12:30 Uhr Rathaus Münzesheim
14 - 19 Uhr Rathaus Münzesheim
Weitere Termine erfolgen nach Vereinbarung. Ralph Schmidt ist unter der  0721 93675140 oder per E-Mail ralph.schmidt(@)landratsamt-karlsruhe.de zu erreichen.

Besuch vom Nikolaus

Dieses Jahr wurde mit Hilfe des Vereins Kraichtal hilft Sankt Nikolaus dazu überredet, einige Besuche in Kraichtal einzuplanen.
Am 27. November freuten sich in Menzingen bei einem Begegnungstreffen von Einheimischen und Flüchtlingen in der EMK die Kinder sehr über seinen Besuch. Am 4. Dezember besuchte Sankt Nikolaus die Jugendlichen der Jungschar in Menzingen.
Am 6. Dezember ging er zuerst zu den Kindern der Burggarten-Schule in Oberöwisheim, wo er in der Mehrzweckhalle sehnsüchtig erwartet wurde. Die Kinder sangen Lieder und trugen ein langes Gedicht vor. Besonders erfreute es Sankt Nikolaus, dass so viele Kinder einen Beitrag auf ihrem Instrument vortragen konnten. Wunderbare Melodien erklangen auf Gitarren, Klarinetten, Flöten und Trompeten. Die Zeit ging im Nu vorbei. Für das Geburtstagskind Sina wurde noch ein Geburtstagslied gesungen und sie durfte als Gehilfe von Sankt Nikolaus die Mandarinen verteilen.
Anschließend ging der heilige Mann nach Bahnbrücken, wo er den Kindergarten besuchte. Auch hier erwarteten ihn glänzende Kinderaugen und ein tolles Programm mit Liedern und Tänzen. Die Kinder erzählten fröhlich und unbeschwert, dass sie heute morgen ihre Stiefelchen schön gefüllt gefunden hatten und bedankten sich dafür beim Nikolaus. Er dagegen bedankte sich ganz herzlich bei den Kindern für ihre schönen Zeichnungen und teilte die Geschenke aus mit dem Versprechen, im nächsten Jahr wieder zu kommen.

Verkehrstraining für geflüchtete Kinder

Radfahren - das lernen fast alle Kinder schon sehr früh und es macht ihnen Spaß. Aber wie sieht ein verkehrssicheres Rad aus, warum muss ich einen Helm und helle Kleidung tragen und wer hat eigentlich wann Vorfahrt?
Diese und viele andere Fragen waren Thema der Verkehrserziehungsschulung, an der Kinder aus den VKL-Klassen der Eisenhut-Schule Unteröwisheim und der Markgrafen-Gemeinschaftschule Kraichtal teilnahmen. Auf Initiative und mit Unterstützung der Stadt Kraichtal engagierten sich Herr Bindschädel (ehrenamtlicher Helfer) und Frau Matthes (VKL-Lehrerin) tatkräftig an der Umsetzung dieses schulischen Projektes.
Nachdem wichtige theoretische Informationen im Unterricht vermittelt worden waren, ging es am 26. Oktober und am 9. November mit dem Bus nach Bretten, auf den Verkehrsübungsplatz. Dort erwarteten die Kinder echte Ampeln, Fußgängerüberwege, Linksabbiegespuren, Einbahnstraßen und sogar einen Kreisel. Hier konnten die Schüler in geschütztem Rahmen, ganz ohne Gefahr, die gelernten Regeln einüben. Die Kinder hatten viel Spaß an der Verkehrserziehung, mussten sich aber auch stellenweise richtig anstrengen, um keine Fehler zu machen.
Sonna Sickert, Integrationsbeauftragte im Ordnungsamt der Stadt, bedankte sich herzlich bei allen Mitwirkenden und lobte die erfolgreiche Aktion. An dieser Stelle auch ein besonderes Dankeschön an die Verkehrswacht Bruchsal-Bretten, die den Übungsplatz sowie die Fahrräder kostenfrei zur Verfügung stellte.

Helferkreis Menzingen - Begegnungsabend mit Überraschungsgast

Der Helferkreis Menzingen hatte am 24. November erneut  zu einem Begegnungsabend  in den Räumlichkeiten der EMK Menzingen für Geflüchtete und Einheimische eingeladen. Viele Geflüchtete aus Kraichtal sind der Einladung gefolgt und brachten Köstlichkeiten aus ihren Heimatländern mit. Passend zur winterlichen Zeit gab es auch eine deutsche Köstlichkeit: warmer Bratapfel mit Vanilleeis. Nach anfänglichem Zögern, da für viele unbekannt, wurde anerkennend festgestellt: es schmeckt prima. Das weihnachtliche Bastelangebot für Groß und Klein wurde rege angenommen. Plötzlich ließ ein lautes Poltern und Klopfen an der Tür die Kinder neugierig aufhorchen. Überrascht ließen sie den festlich angezogenen Nikolaus eintreten und staunten nicht schlecht, als dieser kleine Ebenbilder aus Schokolade verschenkte. Die Stadtverwaltung dankt herzlich allen mitwirkenden Helferinnen und Helfern für das rege Engagement und den gelungenen Abend.

Neues vom depot 25 - Erweiterte Öffnungszeiten

Immer wieder wurde an die Mitarbeiterinnen des depot 25 der Wunsch nach einer Öffnung auch an Samstagen herangetragen, weil viele Berufstätige, die bisherigen Öffnungszeiten nicht nutzen können. Da im depot 25 alle Arbeit ehrenamtlich und in der Freizeit geleistet wird, muss das Team mit seinen Kräften haushalten und konnte diesen Wunsch bisher nicht realisieren. Umso mehr freuen sich die ‚depot-Frauen‘ nun eine Lösung gefunden zu haben:
Ab Dezember wird an jedem 1. Samstag im Monat das depot 25 von 10 bis 13 Uhr seine Türen öffnen!
Das Team freut sich auf Ihren Besuch.

Standing Ovation für das Ballett-Spektakel von Joyce Filsinger und den Bruchsaler Schlossnymphen

Fast zwei Jahre lang arbeitete die Ballettpädagogin Joyce Filsinger aus Oberöwisheim mit der Jugendballettkompanie den Bruchsaler Schlossnymphen und Flüchtlingskindern am Ballettspektakel „Die Geschichte von Sonne und Mond“, welches am Sonntag, 15. Oktober, im Bruchsaler Bürgerzentrum vor einem begeisterten Publikum aufgeführt wurde. Gesanglich unterstützt wurde das Kooperations- und Integrationsprojekt vom Projektchor der Burggarten-Schule Oberöwisheim.
Inspiriert durch Joyce Filsingers Arbeit mit Flüchtlingskindern beim Verein Kraichtal hilft e. V. entstand eine Geschichte über den Streit von Sonne und Mond und die Sinnlosigkeit des Krieges. Der Weg vom Konflikt über die Krise zum Krieg wurde eindrucksvoll und in kräftigen Bildern getanzt, gesungen und erzählt. Und am Ende der Geschichte wurde der Weg zum Frieden aufgezeigt.
Während der langen Zeit des Probens setzten sich die Tänzerinnen nicht nur mit dem Thema Krieg und wie er entsteht, sondern auch mit der europäischen Tanzkunst und der klassischen Musik auseinander.
In aufwändigen Kostümen in Handarbeit erstellt, gipfelte die  Zeit des gemeinsamen Arbeitens während des Integrationsprojektes in einem Urknall auf der Bühne im Bürgerzentrum in Bruchsal. Die Belohnung kam zum Schluss der Aufführung. In vollem Saal gab es tosenden Applaus und Standing Ovations für das Gesamtkunstwerk von Joyce Filsinger.
Umrahmt wurde die Veranstaltung im Foyer von den Ausstellungen von Sajad Roma (Fotografie) aus dem Irak und Karam Abdullah (bildende Kunst) aus Syrien.

Helferkreis Menzingen - Begegnungsabend vor dem Weltladen

Der Helferkreis Menzingen hatte am 14. Juli zu einem Begegnungsabend für Geflüchtete und Einheimische  im Hof vor dem Weltladen eingeladen. „Sah es mittags noch so aus, als würde die Veranstaltung sprichwörtlich ins Wasser fallen, strahlte pünktlich zum Beginn um 18 Uhr wieder die Sonne über Menzingen“, konnte Ina Daubmann vom städtischen Ordnungsamt feststellen. Viele Geflüchtete aus Kraichtal sind der Einladung gefolgt und brachten internationale Spezialitäten für das Fingerbuffet mit. Zu Beginn lauschten die Gäste den imposanten Klängen des Posaunenchores Menzingen, welcher passend zum Wetter mit dem Hit „Über den Wolken“ sein kleines Konzert unter Applaus beendete. Unter anregenden Gesprächen konnte das reichhaltige Fingerbuffet von Groß und Klein genossen werden. Die Kinder nahmen danach das Bastelangebot wahr und schon bald flogen die ersten selbstgebastelten Frisbees über den Hof. Während des Begegnungsabends hatte der Weltladen geöffnet und so mancher Gast nutzte die Gelegenheit zum Besuch und Einkauf. Die Stadtverwaltung freut sich über die gute Resonanz und dankt den Helferinnen und Helfern für das rege Engagement.

Kraichtal hilft e. V. - Mit Alpakas durch Bahnbrücken

Die Kinder des Integrationsprojektes aus Oberöwisheim und die Schüler der internationalen Vorbereitungsklasse in Unteröwisheim durften kürzlich ein ganz besonderes Nachmittagsprogramm erleben.
Mitglieder des Vereins „Kraichtal hilft“, Ehrenamtliche und Mütter kutschierten die Kinder nach Bahnbrücken zur Alpaka-Lodge von Familie Schmid.
Anfangs war der Respekt vor den fremden Tieren mit den langen Hälsen und dem prächtigen Fell recht groß. Doch nach einer kurzen Information und einigen Minuten mit den Tieren auf der Nachbarwiese war das Eis gebrochen und stolz führten die Kinder „ihr“ Alpaka durch die Gassen von Bahnbrücken und über idyllische Wiesenwege. Ganz genau konnte man allerdings nicht immer sagen, wer wen führte. Sicher ist jedoch, dass jedes Kind eine ganz besondere Erinnerung mit nach Hause nimmt. Ein wenig Heimweh nach „ihrem“ Alpaka - auch wenn es zwischenzeitlich recht störrisch sein konnte - hatten die Kinder schon auf der Heimfahrt und auch den Wunsch, es bald wieder einmal besuchen zu dürfen.
Ein riesengroßes Dankeschön geht an Christian Schmid, der mit unglaublicher Ruhe und Geduld sein ungewöhnliches Grüppchen durch Bahnbrücken geleitete.

Einfach einmal danke sagen

Das Helferfest Integration in Kraichtal
Als 2015 die Flüchtlings-ströme in Deutschland eintrafen, mussten viele Hände gemeinsam anpacken, um die damit verbundenen Aufgaben zu bewältigen. Auch in Kraichtal gab und gibt es hier jede Menge zu tun. Hunderte Menschen aus den Krisengebieten dieser Welt leben seither in der Kraichgau-Gemeinde und sind auf die Hilfe und die Unterstützung der Kraichtaler angewiesen. In allen Ortsteilen fanden sich bis heute zahlreiche ehrenamtliche Helfer, die regelmäßig ihre Freizeit darauf verwenden, um da zu sein, wenn sie gebraucht werden. Sie alle leben ein Musterbeispiel an Engagement,  welches für eine erfolgreiche langfristige Integration unabdingbar ist.
Am Freitag, 30. Juni, war es an der Stadt Kraichtal, diesen selbstlosen Helfern einmal danke zu sagen. „In meiner täglichen Arbeit mit den Akteuren in Kraichtal mache ich gute Erfahrungen und kann behaupten, dass es ein produktives und unkompliziertes Miteinander ist.  Das A und O ist aus meiner Sicht die Vernetzung zwischen Haupt- und Ehrenamt sowie eine aktive Einbindung der Geflüchteten selbst. Ich freue mich sehr, dass wir uns mit dem Helferfest Integration insbesondere bei den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern bedanken können,“ sagt Sonna Sickert, Integrationsbeauftragte bei der Stadt Kraichtal. Beim Helferfest Integration in der Mehrzweckhalle Menzingen sollte sich einen Abend lang einmal alles um die Ehrenamtlichen in der Flüchtlingshilfe drehen. Bürgermeister Ulrich Hintermayer eröffnete seine Ansprache mit den bis heute nachhallenden Worten des ehemaligen Bundespräsidenten Roman Herzog aus dem Jahre 1996: „Das, was die Ehrenamtlichen in unserem Lande leisten, das kann kein Staat bezahlen. Aber es ist noch etwas anderes. Es geht ja auch darum, dass die Ehrenamtlichen nahe an den Problemen dran sind, ganz gleichgültig, ob in der sozialen Arbeit, im Sport, in den Kirchen oder in anderen Verbänden. Sie sind näher an den Problemen und können mit ihrer Kreativität - ja einfach mit dem offenen Blick für Probleme - helfen, diese zu lösen oder zumindest sich an der Lösung beteiligen; und das viel besser, als irgendeine staatliche Behörde dies je könnte. Zudem entsteht bei ehrenamtlicher Arbeit auch immer eine menschliche Beziehung.“
In der Tat haben die Ehrenamtlichen in den letzten Monaten und Jahren Unglaubliches geleistet. Der neu gegründete Verein „Kraichtal hilft“ und insbesondere sein Vorsitzender Melo Danze haben die Neuankömmlinge „unter ihre Fittiche genommen“ und für Sprachkurse, Kinderbetreuung, Helferkreise und Patenschaften gesorgt. Zu den herausragenden Projekten gehört auch die Gebrauchtkleiderbörse „depot 25“ und das Café International als Basis für einen besseren Kontakt zwischen Flüchtlingen und Einheimischen. An diesem Freitagabend sollten also die Ehrenamtlichen einmal zu Ehren kommen. Nach den Grußworten von Bürgermeister Hintermayer und der Integrationsbeauftragten der Stadt Kraichtal, Sonna Sickert, referierte Gastrednerin Dr. Kidist Hailu über das bedeutsame Thema der interkulturellen Begegnung und zeigte auf, dass schon bei einfachen Angelegenheiten wie der Begrüßung, diverse kulturelle und gesellschaftliche Aspekte berücksichtigt sein wollen, um keine Missverständnisse nach sich zu ziehen. „Für die gesamtgesellschaftliche Aufgabe Integration ist die kommunale Lebenswelt von erheblicher Bedeutung. Wir haben in Kraichtal frühzeitig ein unbürokratisches Miteinander, transparente Informationen und echte Beteiligung der zahlreichen Akteure ermöglicht. Ich bin zuversichtlich, dass sich die geschaffenen Strukturen und das rege Engagement aller Beteiligten lohnen und nachhaltig der Integration dienen“, so Manuel Kurz, Ordnungsamtsleiter bei der Stadt Kraichtal.
Für die musikalische Untermalung des Abends sorgte indes der Syrer Hussan Abulaban, der in Vertretung für den krankheitsbedingt ausgefallenen Landsmann Abdulalim Khalil auf dem Klavier einige syrische Volksweisen zum Besten gab. Für die vielen Kinder war an diesem Abend auch bestens gesorgt. Die Auszubildenden der Stadt hatten für sie ein tolles Programm rund um die Mehrzweckhalle auf die Beine gestellt und Tobias Stefaniak bot auf dem Vorplatz eine gemeinsame Holzbastelstunde an. Nach dem offiziellen Teil war dann Zeit für den gemeinsamen Austausch bei einem großen Festbuffet im Foyer. Wer Lust hatte,  konnte auch noch einmal einen Blick auf die Ausstellung „Eine Taube für Damaskus“ des syrischen Künstlers Karam Abdullah werfen, die bislang im Torwächterhaus Münzesheim zu sehen war und nun auf Tour durch die ganze Region geht. Auch die Presse war zum Kraichtaler Helferfest international aufgestellt - neben den Hügelhelden war auch der irakische Journalist Sajad Reda Al Jbory vor Ort, um in professionellen Bildern über die gelungene Veranstaltung zu berichten.

Erfolgreiche Ausstellung wandert weiter

Ausgesprochen positiv überrascht waren die Organisatoren der Ausstellung „Eine Taube für Damaskus“ von dem starken Interesse, welches den Bildern Karam Abdullahs entgegengebracht wurde. Zahlreiche Besucher, stark nachgefragte Führungen und anregende Gespräche mit dem Künstler prägten die zwei Ausstellungswochen im reizvollen Ambiente des Torwächterhäuschens in Münzesheim. Interesse war auch über Kraichtal hinaus vorhanden und so wandert die Ausstellung nun weiter nach Bruchsal, wo sie vom vom 27. Juni bis 17. August in der Stadtbibliothek Bruchsal zu sehen sein wird.

Suche nach Wohnraum

Die Suche nach Wohnraum wird immer mehr dringendes Anliegen der zahlreichen Helferinnen und Helfer sowie der Stadtverwaltung. Gerne möchten wir gemeinsam die Vermittlung von Personen aus der Anschlussunterbringung in privaten Wohnraum forcieren und so Möglichkeit für neue Aufnahmen schaffen. Dazu sind wir auf Wohnraumangebote angewiesen.

Konnte bisher wahrgenommen werden, dass insbesondere junge anschlussuntergebrachte Personen zeitnah in urbanen Raum verzogen sind, wird aufgrund einer neuen asylrechtlichen Regelung, der so genannten Wohnsitzauflage, künftig weniger Bewegung erwartet. Ein Großteil der derzeit an die 90 Personen von der Stadt untergebrachten Personen ist behördlich dazu verpflichtet, Wohnsitz in Kraichtal zu halten. Damit werden Nachbelegungen in den vorhandenen städtischen Objekten schwieriger und durch den weiterhin zu erwartenden und bereits vorhandenen Familiennachzug die Unterbringungsbedarfe durch die Stadtverwaltung weiter erhöht, zusätzlich zur vorgegebenen Aufnahmequote.

Ob zum Zwecke des Familiennachzugs, der Weiter-vermittlung aus der Anschlussunterbringung oder sonstigen Versorgung einzelner Personen mit Wohnraum unterstützen die Stadtverwaltung und tatkräftige Helferinnen und Helfer gerne bei dem Vorhaben, Vermieter und Mieter zusammenzubringen. Ob zur Klärung behördlicher Belange oder persönlicher Bedarfe, die Begleitung durch Ehren- und Hauptamt ist möglich. Wenn Sie über Wohnraum verfügen, diesen zur privaten Miete vermitteln oder an die Stadt Kraichtal zur Anschlussunterbringung anbieten wollen, wenden Sie sich einfach zur Beratung und ggf. Besichtigung ganz unverbindlich an die Stadtverwaltung. Sowohl in der Vermittlung an die Anschlussuntergebrachten als auch zur Miete durch die Stadt zum Zwecke der weiteren Anschlussunterbringung besteht Bedarf.

Ganz konkret erwarten derzeit beispielsweise zwei syrische Männer aus der Anschlussunterbringung in Oberöwisheim Familiennachzug. Das Verfahren läuft in beiden Fällen bereits. In den kommenden Wochen und Monaten ist mit der Ankunft der Frauen und Kinder zu rechnen. Die Stadt hat perspektivisch derzeit keine adäquate Unterbringungsmöglichkeit aufzuweisen und sucht vermittelnd geeigneten Wohnraum für diese beiden Familienzusammenführungen.

Ihre Ansprechpartner rund ums Thema Asyl in Kraichtal sind

  • im Ordnungsamt Sonna Sickert, Integrationsbeauftragte und Ina Daubmann, Gemeindesozialarbeiterin, unter 07250 77-27 sowie
  • Manuel Kurz, Leiter des Ordnungsamtes, 07250 77-23
  • Bei Wohnraumangeboten zur Miete durch die Stadt können Sie sich direkt an die Liegenschaftsverwaltung, Thomas Feßler, 07250 77-57, wenden.

„depot 25“ für Mode mit einer zweiten Chance

Tag der offenen Tür begeisterte die Besucher mit Modenschau und großem Sortiment
Die Sonne meinte es gut und setzte am Sonntag, 16. Oktober, die Freiluft-Modenschau im „depot 25“ in Menzingen so richtig in Szene. Es war der Höhepunkt beim Tag der offenen Tür des Second-Hand-Lagers in Menzingen, das der Verein „Kraichtal hilft“ vor einem Jahr eingerichtet hatte und der nun mit vielen Gästen Geburtstag feierte.

Der Warenbestand hat eine rasante Entwicklung gemacht und die Besucher konnten sich auf zwei Etagen Second-Hand-Mode anschauen, anprobieren und gegen eine Spende an den Verein mitnehmen. Es gab auch Spiele und Spielsachen, Schulranzen und Schreibwaren, Kuscheltiere sowie sonstige Gebrauchsartikel. Ursprünglich zur Versorgung von Flüchtlingen gedacht, steht das Lager als Kraichtaler Spendenbörse heute allen offen, die guten gebrauchten Artikeln eine zweite Chance geben wollen. „Damit ist das depot 25 eine Drehscheibe geworden für den nachhaltigen Gebrauch von Mode und Alltagsware und ein Kontrapunkt gegen Wegwerf-Mentalität“, sagt Elke Becker, Sprecherin des Depot-Teams.

Die Spenden für die Waren gehen an den Verein „Kraichtal hilft“ und kommen damit wieder der Flüchtlingsarbeit in Kraichtal zugute. Die Modenschau war ein voller Erfolg vor einem großen Publikum. Mehr als 20 Models von Kindern bis zu Pensionären führten die Kleidung vor - von Alltag bis festlich - und wurden mit kräftigem Beifall bedacht.

Sowohl die Models als auch das Publikum hatten großen Spaß an der Aktion. Elke Becker nannte beeindruckende Zahlen, die das Engagement der 14  Ehrenamtlichen belegen: In der ehemaligen Getränkehalle in Menzingen haben sie in bisher fast 2.400 Arbeitsstunden auf 450 Quadratmetern Lager- und Präsentationsfläche 180 Meter Regale aufgebaut, Kleiderstangen auf einer Länge von 95 Metern aufgestellt und 4 600 Bügel mit Ware bestückt, alles gut sortiert und übersichtlich - ein Sortiment, das sich durch die Unterstützung der Kraichtaler ständig verändert. „Es lohnt also immer wieder ein Besuch in Menzingen“, sagte auch Bürgermeister Ulrich Hintermayer, der dem Team für dessen großen Einsatz dankte und dafür warb, das „depot 25“ weiter bekannt zu machen.

Asylbewerber schneiden Obstbäume

Wie ergeht es einem Menschen, der auf seine Anerkennung als Asylant hofft und ansonsten zum Nichtstun verdammt ist? Langeweile ist Alltag. Da liegt es nahe, sich einmal auszuarbeiten, um auf andere Gedanken zu kommen und gleichzeitig etwas für die hiesige Region zu tun. Ein Auslichtungsschnitt von Obstbäumen ist dazu die passende Gelegenheit - in diesem Fall auf einem Grundstück der Stadt Kraichtal.

Am Samstag, 23. April, waren sieben syrische Asylbewerber mit den Obstexperten Wolfgang Bauer und Ute Ellwein in Menzingen unterwegs. Zu Beginn erklärte Wolfgang Bauer den Helfern, warum und wie Obstbäume geschnitten werden. Einer von ihnen hat selbst einen Betrieb in Syrien. Er hatte seine Landsleute zu dieser Aktion motiviert und alles in ihre Muttersprache übersetzt - eine ideale Voraussetzung für diese Aktion! Ziel dabei war es, mehr Licht in die Kronen der Obstbäume zu bekommen und ihre Vitalität dadurch zu verbessern.

Um möglichst vom Boden arbeiten zu können und Leitern zu vermeiden, wurden langstielige „Hochentaster“ genutzt. Trotz Regen und Kälte hat es allen Spaß gemacht. Einer sagte, dass er sich wie zu guten Zeiten in Syrien gefühlt habe. Auch andere wollen wieder mitmachen, wenn weitere Arbeiten anstehen. Nützlich zu sein und helfen zu können, war für beide Seiten eine gute Sache.

Ein Baum als Zeichen der Freundschaft

CVJMler und GU-Bewohner pflanzten gemeinsam Hecke, Sträucher und einen Baum
Gemeinsam etwas Bleibendes schaffen, verbindet. Das dachten sich die Verantwortlichen im CVJM Münzesheim und luden Bewohner aus der Gemeinschaftsunterkunft (GU) in Münzesheim ein, bei einer Pflanzaktion auf dem CVJM-Gelände zu helfen. Durch das Café international, das zweimal in der Woche im CVJM-Jugendhaus stattfindet, sind bereits engere Kontakte zu den Bewohnern der GU entstanden. So waren drei der treuesten Besucher des Cafés spontan bereit mitzumachen; einer davon sogar mit Gärtner-Erfahrung und deshalb vertraut mit dem Pflanzen von Bäumen und Sträuchern.

Genau das, was man an diesem Samstagvormittag vorhatte. So konnte man mit fachmännischer Begleitung tätig werden und schaffte bei dieser Aktion allerhand: eine Hainbuchenhecke pflanzen sowie einige Sträucher, die farbenprächtige Blüten haben werden und einen hohen Baum - wie als Symbol für eine junge Freundschaft zwischen CVJMlern und Flüchtlingen, die weiter gedeihen, wachsen und blühen soll. Jeder, der jetzt am CVJM-Jugendhaus in Münzesheim vorbeigeht oder zum Café international kommt, wird dieses Zeichen sehen können.

Pro 3-Engagement für die Flüchtlinge in Oberöwisheim

Was am 14. Juni 2015 beim Ökumenischen Waldgottesdienst auf dem Spielplatz beim Pfannwaldsee seinen Anfang genommen hat, konnte nun endlich zu Ende gebracht werden. Bei dem durch die Dorfgemeinschaft Pro 3 initiierten Waldgottesdienst waren zahlreiche Gottesdienstbesucher gekommen, nicht zuletzt, weil sich eine Tiersegnung an den Gottesdienst anschloss. Viele Tierbesitzer mit ihren Schützlingen waren anwesend, mit Hunden, Katzen, Hasen, Pferden, Ziegen, Papageien und Schildkröten.

Das gute Miteinander setzte sich beim gemeinsamen Mittagessen fort, denn von Pro 3 wurde gegen Spende Linseneintopf und heiße Würstchen ausgegeben. Dabei kamen sage und schreibe 1.114 € für einen gemeinnützigen Zweck zusammen. Doch dem nicht genug, so ließ es sich die Volksbank Bruchsal-Bretten nicht nehmen, den Spendenbetrag auf 1.400 € aufzurunden. Hierfür gilt der Dank Filialleiter Wolfgang Stiller, der sich auf Anfrage von Pro3 sofort dafür einsetzte. Die beiden Hauptinitiatoren von Pro 3, Mathias Bauer und Olaf Winter, nutzten den Rahmen der Infoveranstaltung zur Anschlussunterbringung in Oberöwisheim am 14. Juli 2015 in der Mehrzweckhalle, um den Spendenscheck an Bürgermeister Hintermayer zur Verwendung eben für diese eingerichtete Anschlussunterbringung zu übergeben. Nachdem nun die ersten Bewohner eingezogen waren, zeigte sich recht schnell, welche Geräte und Anschaffungen noch nötig waren.

Zwischenzeitlich konnte für die Spende in Abstimmung zwischen Pro 3 und der Stadtverwaltung ein leistungsstarker Gewerbewäschetrockner der Firma Miele gekauft werden. Bei der großen Anzahl an Bewohnern in dieser Unterbringung sicherlich eine sinnvolle und notwendige Anschaffung. Pro 3 bedankt sich noch einmal bei den zahlreichen Besuchern und Unterstützern, die diese Anschaffung mit ihren Spenden erst möglich machten. In diesem Zusammenhang möchte Pro 3 nicht unerwähnt lassen, dass der Verein Kraichtal hilft e. V. sich über jede helfende Hand freut. In Oberöwisheim können sich alle interessierten und hilfsbereiten Oberöwisheimer an Tobias Stefaniak wenden.

Bewegender als Fernsehbilder

Begegnung mit neu angekommenen Flüchtlingen in Münzesheim
Die Sonne brach am Samstag durch den Hochnebel wie um auch die grauen Wolken der Sorge zu verscheuchen aus den Köpfen der Flüchtlinge, die einen Tag vorher angekommen waren im Containerquartier in Münzesheim neben der Feuerwehr. Düstere Gedanken zu vertreiben, dazu war auch eine stattliche Zahl von Kraichtalern insbesondere Münzesheimern gekommen, um die „Neubürger willkommen zu heißen“, wie Bürgermeister Ulrich Hintermayer in seiner offiziellen Begrüßung sagte. Bei Kaffee, Saft und selbst gebackenem Kuchen konnte man die ersten Kontakte knüpfen.

Dank der Smartphones waren auch rasch Familienfotos zur Hand, die umgehend Gesprächsthema waren, auch ohne Sprachkenntnisse. Melo Danze, ehrenamtlicher Koordinator der Flüchtlingshilfe in Kraichtal, dankte für das Engagement an diesem Vormittag, wies aber auch darauf hin, dass weiterhin Helfer gebraucht werden, um die Situation in Kraichtal im Griff zu behalten. Dafür wurde der Verein „Kraichtal hilft“ gegründet, bei dem jeder mitwirken kann. „Flüchtlinge, denen man unmittelbar begegnet und die von ihrem Schicksal erzählen, sind bewegender als alle Fernsehbilder“, sagte Danze und lud ein, sich auf die Begegnung mit den neuen Einwohnern einzulassen.

Gut besuchter „Tag der offenen Tür“ in der Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge in Kraichtal-Unteröwisheim

Ehrenamtliche Mitglieder und die Leiterin der Gemeinschaftsunterkunft Unteröwisheim hatten eingeladen: Bei optimalen Wetterbedingungen fand am Samstagnachmittag, 19. September, der „Tag der offenen Tür“ statt.
In Anwesenheit von Bürgermeister Hintermayer, der diese Veranstaltung unterstützte, trafen bereits kurz nach Beginn der Veranstaltung um 13 Uhr die ersten Besucher ein - Kraichtaler Bürgerinnen und Bürger, die einen Eindruck von der Unterkunft gewinnen wollten und die Begegnung mit den Flüchtlingen suchten. Diese hatten sich auf den Tag gefreut, wie sie schon im Vorfeld zum Ausdruck brachten - besonders darüber, dass Interesse seitens der Bevölkerung an ihrem Leben in der Unterkunft und an ihren persönlichen Geschichten besteht. Daher öffneten die Flüchtlinge gerne ihre Türen und zeigten sich auch bereit, aus ihrem Leben und von ihrer Flucht zu berichten. Einige unter ihnen haben eine unglaublich schwierige Zeit hinter sich und überlebten ihre Flucht nur mit knapper Not. Die meisten vermissen ihre in Kriegs- und Krisengebieten zurückgebliebenen Angehörigen, so dass sie unter anderem dringend auf ein Handy angewiesen sind - die einzige Möglichkeit, um in Kontakt zu bleiben.

Den Besuchern bot sich nun in Begleitung der GU-Mitarbeiter und Ehrenamtlichen die Gelegenheit, wichtige Informationen zum Leben der Asylsuchenden in der Unterkunft und allgemein zum Thema „Asyl“ zu erfahren. Dabei ließen deren Fragen und Bemerkungen ein unerwartet großes Interesse erkennen, worüber sich die Organisatoren sehr freuen. Geht es doch darum, durch sachliche Information sowie den Dialog durchaus verständliche Unsicherheiten und Vorbehalte innerhalb der Bevölkerung sowie Barrieren abzubauen, um das Miteinander zu fördern.

Für die Besucher stand schnell fest: Im Luxus lebt hier wahrlich keiner! Die Container sind mit einer Größe von 12m² lediglich mit dem Nötigsten ausgestattet. Aus Sicherheitsgründen ohne jede „Gemütlichkeit“, wie viele Gäste anmerkten. Es leben jeweils drei bis sechs Menschen darin, Familien mit Kindern, alleinstehende Männer und Frauen. Nicht immer eine einfache Situation, insbesondere bei schlechtem Wetter, wenn sich das gesamte Leben innerhalb der Container abspielt oder etwa im Krankheitsfall.

Begeistert gingen zudem alle Anwesenden einschließlich der Kinder auf die stimmungsvolle und mitreißende musikalische Darbietung der beiden Musiker ein, die bis zum Schluss unermüdlich die Veranstaltung mit außergewöhnlichen Instrumenten und Gesang begleiteten.

Erfreulich auch die zahlreichen Angebote aus den Reihen der Besucher, sich künftig aktiv an der Betreuung der Flüchtlinge zu beteiligen und ebenso dankbar wurden auch verschiedene Angebote angenommen, Obst und Walnüsse auf Grundstücken zu sammeln. Des Weiteren erklärten sich einige Besucher spontan zur Mitgliedschaft in dem gemeinnützigen Verein der ehrenamtlichen Helfer Kraichtals bereit, dessen Gründung unmittelbar bevorsteht.

Überrascht und erfreut über die unerwartet große Besucherzahl und durchweg positive Resonanz fühlen sich die Organisatoren in ihrer Arbeit und ständigen Bemühungen bestätigt, die Bevölkerung und Flüchtlinge einander näherzubringen. Inzwischen teilte das Landratsamt Karlsruhe mit, dass Kraichtal als erste Gemeinschaftsunterkunft in der Bundesrepublik Deutschland einen „Tag der offenen Tür“ veranstaltete und somit ein starkes und positives Zeichen mit Signalwirkung setzte!

Oberöwisheimer Ministranten helfen Flüchtlingen

Für die Flüchtlinge in Unteröwisheim ist es derzeit sehr wichtig unsere Sprache zu lernen, damit sie sich besser integrieren können. Die Lehrer waren schon gefunden und der Unterricht begann. Was jetzt zum Teil noch fehlte war die Ausrüstung um einen guten Unterricht zu machen. Darauf sprachen wir, die Oberöwisheimer Ministranten, die Leiterin der Flüchtlingsunterkunft, Frau Schlüssler, an und fragten ob wir da mit einer Spende von Schulsachen helfen könnten. Mit Freuden wurde das Angebot angenommen und eine Liste mit Schulsachen erstellt.

So wurde am 12. Juli von uns Ministranten ein Kuchenverkauf gestartet, um für die Materialien das nötige Geld zu bekommen. Die vielen Kuchen, die von den Müttern der Minis gebacken wurden, wurden in unserem Pfarrsaal nach dem Gottesdienst aufgetischt und an die Besucher verkauft. Bald waren alle leckeren Kuchen verkauft und wir hatten einen guten Erlös von 387 €, der von Dekan Stockinger aufgerundet wurde. Damit wurde eingekauft, was die Flüchtlinge brauchen.

Schließlich fuhren einige Ministranten von uns am 31. Juli nach Unteröwisheim zu den Unterkünften der Flüchtlinge. Wir besuchten sie im Deutschunterricht, um die neuen Schulsachen zu überreichen. Sowohl der Lehrer, als auch die Flüchtlinge, nahmen die Spende gerne an. Mit Begeisterung und ein bischen Englisch wurde sich bedankt.>

Anschlussunterbringung in Kraichtal-Oberöwisheim

Appell an Nächstenliebe und Menschlichkeit/Dorfgemeinschaft Pro3 unterstützt die Neuankömmlinge mit einer Spende über 1.400 €
Wie wird es mit der Unterbringung von Asylbewerbern in Kraichtal weitergehen? Die Antwort auf diese Frage wurde am Dienstagabend, 14. Juli, in der Mehrzweckhalle Oberöwisheim vor rund 100 interessierten Bürgerinnen und Bürgern durch Vertreter des Landkreises und der Stadt umfassend beantwortet. Im Vordergrund standen dabei aber dieses Mal nicht die Flüchtlinge, die neu nach Kraichtal gekommen sind, sondern jene, die schon einige Zeit in Deutschland leben. Das Flüchtlingsaufnahmegesetz  sieht vor, die Menschen nach spätestens zwei Jahren aus den Gemeinschaftsunterkünften in die sogenannte Anschlussunterbringung zu verlegen. Dabei handelt es sich um Wohnungen, Häuser oder provisorische Unterkünfte, für die Städte und Gemeinden eigenständig sorgen müssen. Die Verteilung der Flüchtlinge erfolgt dabei nach Möglichkeit gleichmäßig auf alle 32 Kommunen des Landkreises.

Kraichtal kann hier bereits auf gute Erfahrungen zurückgreifen - entsprechende Projekte wurden bereits beispielsweise in Landshausen oder Unteröwisheim realisiert. In diesem Jahr erwartet die Stadt 35 neue Asylbewerber, die es in der Anschlussunterbringung zu versorgen gilt. Die Wahl des Standortes fiel hierbei auf ein großes Wohnhaus in der Oberöwisheimer Bachstraße. Das durch die Stadt angemietete Gebäude wird derzeit durch die Eigentümerin umfassend saniert und modernisiert. Bereits in zwei Wochen werden hier die ersten Menschen einziehen - vornehmlich alleinstehende Iraker, Iraner, Syrier, Afrikaner oder Kurden. An dieser Stelle nutzten bereits einige Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, ihre Fragen zu stellen. Diskutiert wurden Wege der Unterstützung und ehrenamtlichen Tätigkeiten. Wie sehr die Willkommenskultur in Kraichtal bereits gereift ist, bewies eindrucksvoll die Oberöwisheimer Dorfgemeinschaft Pro3. Organisator Olaf Winter überreichte Bürgermeister Ulrich Hintermayer einen Spendenscheck in Höhe von 1.400 € zugunsten der Neuankömmlinge in der Anschlussunterbringung. Der „Löwenanteil“ des Geldes wurde beim letzten ökumenischen Waldgottesdienst der Gemeinschaft zusammengetragen und durch die Volksbank Bruchsal-Bretten großzügig aufgerundet.

Zu den emotionalsten Momenten des Infoabends zählte in jedem Fall der bewegende Appell an die Nächstenliebe und die Menschlichkeit durch Jörg Reinhart. Der Mitarbeiter des Landratsamtes war zunächst eher ruhig und zurückhaltend, doch als eine einzelne Bemerkung aus dem Publikum das grundfalsche Vorurteil des kriminellen Ausländers aufgriff und die anreisenden Flüchtlinge pauschal unter Generalverdacht stellte, ergriff Jörg Reinhart das Wort. Eindrucksvoll führte er den Anwesenden noch einmal vor Augen, aus welchen Nöten heraus die Flüchtlinge nach Deutschland reisen. Bürgerkrieg, Verfolgung, Gewalt, Sexualverstümmelung, Ehrenmord und Terror waren nur einige der erschütternden Beispiele. Doch auch Jörg Reinhardt attestierte den Kraichtalern ein bisher vorbildliches Engagement für die Flüchtlinge. So gingen bei der bisher bestehenden Gemeinschaftsunterkunft in Unteröwisheim so viele Spenden und Hilfsangebote ein, dass man gar nicht alle annehmen konnte. Er wies auch daraufhin, wie schwer den Flüchtlingen der Umzug aus den Gemeinschaftsunterkünften in die Anschlussunterbringung oft fiele. Durch den Wegfall des gemeinschaftlichen Wohnens und der gewachsenen sozialen Strukturen entstünden oft Gefühle wie Einsamkeit und des Fremdseins. Gerade in dieser Phase des Übergangs benötigten die Menschen Unterstützung. Schon ein freundliches „Hallo“ auf der Straße könne hier Wunder wirken.

Wer helfen will, die Neuankömmlinge in Kraichtal willkommen zu heißen und Ihnen bei Ihren ersten Schritten unter die Arme greifen möchte, findet Informationen und die passenden Ansprechpartner auf der Webseite der Stadt. Unter dem Hauptmenüpunkt „Leben in Kraichtal“ und dem Untermenüpunkt „Asyl in Kraichtal“ stehen alle wichtigen Daten auf einen Blick. Als Schlusswort soll hier ein Zitat eines Bürgers der gestrigen Infoveranstaltung dienen: „In der Vergangenheit wurde in Sache Integration viel verbockt - doch wir haben hier und jetzt die Möglichkeit es richtig zu machen und von Anfang an zu helfen“. Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.

Kontakt

Stadt Kraichtal
Rathausstraße 30
76703 Kraichtal-Münzesheim
07250 77-0
07250 77-75
E-Mail schreiben