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Der Künstler Karl Hubbuch

Wie kommen nahezu hundert Bilder und Zeichnungen des international renommierten Malers Karl Hubbuch (1891 – 1979) nach Gochsheim? – Diese Frage wird sich schon so mancher überraschte Besucher des Museums im Graf-Eberstein-Schloss gestellt haben. Er findet die Antwort nicht weit von Gochsheim entfernt, in dem kleinen Kraichtaler Stadtteil Neuenbürg, denn hier steht noch heute das Elternhaus Hubbuchs. Die Witwe des Künstlers, Ellen Hubbuch, hat diese lokale Verbindung zum Anlass für ihre großartige Stiftung genommen, und so befindet sich in Kraichtal heute wohl die größte Hubbuch-Sammlung in kommunalem Besitz.

Viele der ausgestellten Bilder sind während der Besuche Hubbuchs bei seinen Eltern entstanden. Sie zeigen einfache Leute wie den Neuenbürger Brezelbäcker Raimund, den alten Jakob beim Wiederaufbau seines Hauses oder Männer bei der „Zwetschgenernte“. Die konsequent kritisch-humanistische Haltung des von den Nationalsozialisten als „entartet“ diffamierten Künstlers wird beispielsweise in dem großen Ölbild „Kinderschule in Neuenbürg“ sichtbar, in dem er vor scheinbar harmlosem kindlichem Kriegsspielen warnt. Zu den eindrucksvollsten Arbeiten gehören die Portraits der Eltern und der Frau, aus denen viel Liebe strahlt, sowie die Selbstbildnisse Hubbuchs. Die Neuenbürger Freilichtspiele (1946 – 50) des Lehrers Walter Weckenmann hat Karl Hubbuch als „Spiele der Hoffnung“ unterstützt und in mehreren Szenenbildern festgehalten. Die große Gastmahlszene aus dem 1950 aufgeführten „Jedermann“ ist ein imposantes Mahnbild und lässt auch Hubbuchs expressionistische Wurzeln deutlich erkennen.

In den 20er Jahren gehörte der Karlsruher Kunstprofessor zu den bedeutendsten Vertretern der „Neuen Sachlichkeit“, einer kritisch-realistischen Kunstrichtung. Spontaner und freier im Stil sind seine späteren Federzeichnungen, vor allem die in Frankreich entstandenen.

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