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Informationen zum Bestattungswesen in Kraichtal

Wenn nahe Verwandte verstorben sind, steht bei den Angehörigen die Trauer über den Todesfall im Vordergrund. Dennoch sind im Hinblick auf die Beisetzung verschiedene Angelegenheiten zu regeln. Unser Merkblatt soll Ihnen dabei helfen. Weiter zum Merkblatt (PDF, 41 KB)

Was ist zu tun?

Es ist uns nicht möglich, Ihrem Informationsbedürfnis vollständig zu entsprechen; in manchen Fällen wird auch eine zusätzliche Beratung erforderlich sein. Einige Ihrer Fragen können wir hier sicher beantworten. Sollten Sie noch offene Fragen haben so scheuen Sie sich nicht, bei der Friedhofsverwaltung anzurufen 07250 77-32 oder einen persönlichen Beratungstermin zu vereinbaren.

Ihre Friedhofsverwaltung Kraichtal

1. Arzt

Ist der Todesfall zu Hause eingetreten, muss zunächst der Hausarzt oder der ärztliche Notdienst 07251 19292 bzw. für Gochsheim 07252 19292 informiert werden, der die Todesbescheinigung und den Leichenschauschein ausstellt. Beim Todesfall im Krankenhaus, Altenheim u.s.w. erhalten Sie von dort entsprechende Auskünfte.

2. Bestattungsunternehmen

In den allermeisten Fällen ist es sinnvoll, ein Bestattungsunternehmen zu beauftragen. Die Telefonnummern finden Sie z.B. in den Gelben Seiten unter Bestattungsinstitute. Die Wahl des Bestatters ist selbstverständlich freigestellt. Das Bestattungsunternehmen übernimmt die Einsargung des Leichnams und die Überführung in die Aussegnungshalle des örtlichen Friedhofs. Den weiteren Umfang der vom Bestattungsunternehmen zu erbringenden Leistungen können Sie selbst bestimmen.

3. Friedhofsverwaltung Stadt Kraichtal/Pfarramt

Der Todesfall ist danach umgehend bei der städtischen Friedhofsverwaltung zu melden. Zuständig ist Frau Neißl, 07250 77-32.

Mit der Friedhofsverwaltung wird der Beerdigungstermin festgelegt und die Grabauswahl getroffen. Es empfiehlt sich, dass schon vorab eine Terminabsprache mit dem zuständigen Pfarramt getroffen wird, die endgültige Festlegung des Beerdigungstermins erfolgt durch die Friedhofsverwaltung.

4. Standesamt

Spätestens am nächsten Tag muss die Meldung des Todesfalles beim Standesamt des Sterbeortes erfolgen. Zuständig im Rathaus Münzesheim sind Frau Heilemann 07250 77-28.

Mitzubringen sind die vom Arzt ausgestellte Todesbescheinigung und der Leichenschauschein. Bei verheirateten Verstorbenen ist des weiteren die Heiratsurkunde bzw. eine Abschrift aus dem Familienbuch, bei Ledigen eine Abstammungsurkunde vorzulegen. Das Standesamt übernimmt sodann die Eintragung ins Sterbebuch und stellt Ihnen Sterbeurkunden aus, die z.B. bei der Benachrichtigung der Rentenrechnungsstelle, oder bei der Kündigung nicht mehr benötigter Versicherungen vorgelegt werden müssen.

5. Steinmetz

Falls eine Zubettung in ein bereits vorhandenes Familiengrab erfolgen soll, ist ein Steinmetz mit der Entfernung des Grabsteines zu beauftragen. Die sonstigen Grabausstattungen und Pflanzen müssen ebenfalls rechtzeitig entfernt werden. Öffnen und Schließen des Grabes übernimmt ein von der Stadt beauftragter Unternehmer. Dieser ist auch bei der Durchführung der Trauerfeier zugegen.

6. Sargträger

Sargträger sind von den Angehörigen zu stellen. Die Bestattungsunternehmer sind hierbei gerne behilflich. Über die Friedhofsverwaltung können gegen Kostenersatz ebenfalls Sargträger zur Verfügung gestellt werden.

7. Zeitung/Aushang

Der Beerdigungstermin wird üblicherweise in der örtlichen Presse bekannt gemacht. Den Aushang in Ihrem Stadtteil übernimmt entweder das Bestattungsunternehmen (ggfls. nachfragen!) oder Sie bekommen auf Anfrage bei der Friedhofsverwaltung entsprechende Vordrucke, die Sie an den Ihnen angegebenen Stellen selbst aus- und wieder abhängen.

8. Schlüssel Aussegnungshalle

Schlüssel für die Aussegnungshalle für weitere Besorgungen wie z.B. Sargausschmückung werden Ihnen bei Bedarf vom Bestattungsunternehmer oder direkt von der Friedhofsverwaltung überlassen.

9. Grabmale/Grabausstattungen

Die spätere Aufstellung von Grabmalen und sonstigen Grabausstattungen bedarf der Genehmigung, die vom beauftragten Steinmetz bei der Friedhofsverwaltung zu beantragen ist. Hinsichtlich der Größe von Grabmalen und Grababdeckplatten sowie der Gestaltung von Schrifttafeln an Kolumbarien gelten besondere Vorschriften, über die ebenfalls die Friedhofsverwaltung gerne Auskunft erteilt. Da diese Bestimmungen nicht in allen Gräberfeldern gleich sind, ist es erforderlich, sich bereits im Zusammenhang mit der Grabauswahl hierzu Gedanken zu machen.

10. Grabauswahl

Auf den Friedhöfen in allen Kraichtaler Stadtteilen werden Einzel- und Mehrfachgräber für Erdbestattungen sowie Urnengräber vorgehalten. Auf einigen Friedhöfen gibt es darüber hinaus Urnennischen in Kolumbarien und Stelen sowie Sondergrabfelder für besondere Bestattungsarten (Baumgräber, Rasengräber, Wiesengräber, Anonyme Gräber, Gräber mit Ganzabdeckungen). In einigen Fällen ist auch die Zubettung von Urnen in bestehende Erdgräber möglich. Die Friedhofsverwaltung ist Ihnen gerne bei der Wahl einer geeigneten Bestattungsart behilflich.

11. Gebühren

Neben der Gebühr für das Grabnutzungsrecht fallen weitere Kosten an (Verwaltungsgebühren, Bestattungsgebühren, Benutzung der Aussegnungshalle), die von der Stadtverwaltung auf Grundlage der jeweils geltenden Gebührensatzung erhoben werden. Nähere Auskünfte erteilt die Friedhofsverwaltung. Nachfolgend sind die wichtigsten Grabarten mit einer beispielhaften Berechnung der anfallenden Gebühren beim Ersterwerb aufgelistet. Detaillierte Angaben für den konkreten Einzelfall erhalten Sie ebenfalls bei der Friedhofsverwaltung.

  • Reihengrab (Einzelgrab): ca. 2.359,00 Euro
  • Wahlgrab mit Tieflegung: ca. 3.280,00 Euro
  • Doppelgrab: ca. 4.212,00 Euro
  • Rasengrab als Reihengrab: ca. 3.084,00 Euro; mit Tieflegung ca. 3.699,00 Euro
  • Wiesengrab als Reihengrab: ca. 2.484,00 Euro; mit Tieflegung ca. 3.499,00 Euro
  • Plattengrab als Reihengrab: ca. 4.059,00 Euro; mit Tieflegung ca. 5.080,00 Euro
  • Anonymes Erdgrab: ca. 2.745,00 Euro
  • Urnenreihengrab: ca. 1420,00 Euro
  • Urnenwahlgrab: ca. 1.500,00 Euro
  • Urnenrasengrab: ca. 1.414,00 Euro
  • Urnenwiesengrab und Urnenbaumgrab: ca. 1.639,00 Euro
  • Urnennische: ca. 2.694,00 Euro
  • Anonymes Urnengrab ca. 1.075,00 Euro
  • Pflegegräber (für Feuer- und Sargbestattungen): Je nach Art (Bepflanzung mit Bodendeckern oder Blumen) und Ausstattung (hier stehen verschiedene Grabmale zur Auswahl) fallen zusätzlich zu den städtischen Gebühren Kosten zwischen ca. 884,00 Euro und ca. 7.190,00 Euro an.

12. Nach der Bestattung

Auch nach der Bestattung sind noch zahlreiche Dinge zu erledigen, wovon wir Ihnen nachfolgend die wichtigsten zusammengestellt haben:

  • Bewohnte der Verstorbene ein Alten- oder Pflegeheim, kündigen Sie den Heimplatz und holen ggfs. den Nachlass ab.
  • Informieren Sie die Krankenkasse, um Überzahlungen zu vermeiden.
  • Informieren Sie die Gesellschaften, bei denen Versicherungen abgeschlossen wurden (z.B. Lebensversicherungen, Unfallversicherungen).
  • Benachrichtigen Sie die Rentenversicherungsträger. Die verwitweten Ehegatten melden dort ihre Hinterbliebenenansprüche an (sog. Übergangsrente-Einmalzahlung: Das 3-fache der bis zum Sterbemonat gezahlten Rente).
  • Sofern Grund- oder sonstiges Vermögen (z.B. Bankguthaben) vorhanden ist, ist ein Erbschein erforderlich. Angaben hierzu sind beim Standesamt bzw. Bürgerbüro zu machen. Der Erbschein wird dann vom Notariat ausgestellt (gebührenpflichtig!).
  • Informieren Sie die Bank oder Sparkasse des Verstorbenen und klären Sie ggf. die Gültigkeit von Vollmachten.
  • Benachrichtigen Sie den Arbeitgeber (dieser benötigt eine Sterbeurkunde).
  • Wenden Sie sich an das Finanzamt, um möglichenfalls die Steuerklasse zu wechseln.
  • Informieren Sie alle Organisationen und Vereine, in denen der Verstorbene Mitglied war.
  • Bei einer Wohnungsauflösung benachrichtigen Sie schnellstmöglich den Vermieter.
  • Außerdem informieren Sie den Energieversorger, die Telefongesellschaft, die GEZ, eventuell Verlage (Abonnements) und alle Sachversicherer (z.B. Hausratversicherung), um die Verträge ggfls. zu kündigen bzw. umzustellen.
  • Nehmen Sie mit einem Steinmetz Kontakt auf, um die Gestaltung eines Grabmales zu klären (siehe auch Ziff. 9).
  • Wenn Sie nicht die Möglichkeit haben, die Grabpflege selbst zu durchzuführen, so beauftragen Sie damit eine Gärtnerei.

Kontakt

Stadt Kraichtal
Rathausstraße 30
76703 Kraichtal-Münzesheim
07250 77-0
07250 77-75
E-Mail schreiben

Rechtsgrundlagen

Grundlage ist die Friedhofssatzung der Stadt Kraichtal, die Sie hier abrufen können: