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Fördermöglichkeiten für Private, Vereine und Gewerbetreibende

Auf Grundlage der Verwaltungsvorschrift zum Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum -ELR- bestehen Fördermöglichkeiten für Private, Vereine, Gewerbetreibende und die Kommunen.

Die Fördersätze liegen zwischen 10% und 35%, die maximalen Zuwendungen reichen bis zu 200.000 €; sie ergeben sich aus nebenstehender Übersicht.

Das Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) bietet die Möglichkeit, Fördermittel für Maßnahmen in vier Förderschwerpunkten zu erhalten.

Förderschwerpunkt Wohnen

Förderfähig sind unter anderem:

  • Umnutzung vorhandener Bausubstanz
    Unter "Umnutzung" versteht man den Umbau eines leerstehenden nicht mehr genutzten Gebäude wie einer Scheune oder Gewerbehalle zur Schaffung neuer Wohnungen oder zur Erweiterung eines bestehenden, nicht familiengerechten Wohnraums (das Außengerüst des Gebäudes muss erhalten bleiben)

  • umfassende Modernisierungen (energetisch und barrierefrei)
    Als "umfassend" gilt eine Modernisierung, wenn das Gebäude in den energetisch maßgeblichen Gewerken saniert wird. Hierzu zählen: Heizung, Fenster und Außentüren sowie Dämmung der Gebäudehülle (Dach oder oberste Geschossdecke und Außenwände). Bei Wärmedämmverbundsystemen ist die Recyclingfähigkeit nachzuweisen oder besser auf entsprechende Putze auszuweichen bzw. die Einstrahlung der Sonne zu nutzen.
    Förderwürdiger wird ein Projekt, wenn es barrierefrei gemacht wird und der Umwelt und Klimaschutz durch besonders viele oder innovative Maßnahmen gefördert wird.

  • ortsbildgerechte Neubauten in Baulücken im Ortskern
    Das Grundstück muss in der Vergangenheit bebaut gewesen sein und das zu errichtende Gebäude mit einer mindestens 70qm-großen 3-Zimmer-Wohnung ausgestattet und diese selbst genutzt werden.
    Ortsbildgerecht ist ein Gebäude, wenn es sich über die baurechtlichen Maßgaben hinaus gestalterisch (Fassade sowie Dachform und -neigung) an das Ortsbild anpasst.

  • Neuordnung mit Baureifmachung
    Sollte die vorhandene Bausubstanz auf einem Grundstück nicht mehr erhaltenswert sein und sich dies wirtschaftlich nachweisen lassen, kann der Abbruch solcher Gebäude gefördert werden, wenn gleichzeitig ein Neubauvorhaben zur Wohnnutzung verwirklicht wird. Die Neuordnung kann mit dem ortsbildgerechten Neubau in der dann entstehenden Baulücke kombiniert werden.

Förderschwerpunkt Grundversorgung

Hierunter versteht man Maßnahmen zur Sicherung der Grundversorgung mit Waren und Dienstleistungen des täglichen bis wöchentlichen sowie das unregelmäßigen aber unter Umständen dringlich vor Ort zu erbringenden oder lebensnotwendigen Bedarfs durch

  • Reaktivierung von Brachen,
  • Neubau oder
  • Erweiterungen von Gebäuden.

Güter oder Dienstleistungen, die ihrer Art nach überwiegend regional (innerhalb von 50 km) angeboten oder erbracht werden, dienen regelmäßig der Grundversorgung. Die Erforderlichkeit ist im Antrag zu begründen und nachzuweisen.

Zutreffend ist dies vor allem bei Dorfgasthäusern, Dorfläden, Metzgereien und Bäckerein, Ärzten, Physiotherapeuten und Handwerksbetrieben, wenn es sich um die einzige Einrichtung im Stadtteil bzw. in der Stadt handelt.

Förderschwerpunkt Arbeiten

Unterstützung von kleinen und mittleren Unternehmen (maximal 99 Beschäftigte) zum Erhalt der dezentralen Wirtschaftsstruktur sowie zur Sicherung und Schaffung von zukunftsfähigen Arbeitsplätzen.

Förderfähig sind vor allem:

  • Entflechtung von unverträglichen Gemengelagen
  • Reaktivierung von Gewerbebrachen einschließlich vorbereitender Maßnahmen wie Baureifmachung von Grundstücken und die dazu notwendige innere Erschließung
  • Neuansiedlung von Unternehmen (z.B. die "Verlagerung" eines StartUp-Unternehmens in ein Gewerbegebiet)
  • Erweiterung bestehender Unternehmen

Förderschwerpunkt Gemeinschaftseinrichtungen

Umbau oder Neubau von bzw. Umnutzungen zu Gemeinschaftseinrichtungen. Das Land setzt hierbei voraus, dass der Stadt ein Belegungsrecht zusteht, das bereits im Antrag vertraglich nachzuweisen ist.

Als Gemeinbedarfseinrichtungen gelten unter anderem Dorfgemeinschaftshäuser (Vereinsräume), Mehrzweckhallen außerhalb des über Gebühren abzudeckenden Anteils (über einen Belegenungsplan nachzuweisen) aber auch Museen, wenn diese für die Allgemeinheit zugänglich gemacht werden.

Verfahren

Anträge auf Aufnahme in das Förderprogramm können ausschließlich über die Stadt gestellt werden. Die Stadt leitet die Projekte in einem Sammelantrag in einer Rangfolge der Rechtsaufsichtsbehörde sowie dem Regierungspräsidium Karlsruhe zu. Nach dem Einplanungsvorschlag des beim Landratsamt angesiedelten Koordinationsausschusses legt das Regierungspräsidium dem Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz einen nach Dringlichkeiten geordneten Programmvorschlag zur Entscheidung vor. Das Ministerium entscheidet über die Mittelvergabe erfahrungsgemäß im April des darauffolgenden Jahres.

Zu beachten ist, dass mit der Baumaßnahme nicht vor Bewilligung begonnen werden darf und Anträge auf Zuwendungen von unter 5.000,- € nicht bewilligt werden.

Interessierte können sich gerne beim Sachgebiet Stadtentwicklung melden.

Zur Vorbereitung der Anträge im Schwerpunkt Wohnen, füllen Sie bitte die entsprechenden Formulare aus und senden diese vorab elektronisch an das Sachgebiet Stadtentwicklung:

Bei Sanierungsmaßnahmen sollte der Zuschussbedarf durch Fotoaufnahmen verdeutlicht werden, bei Umbaumaßnahmen müssen gezeichnete Pläne mit eingereicht werden. Sollte eine baurechtliche oder denkmalschutzrechtliche Genehmigung erforderlich sein, muss diese bis spätestens Ende November eingereicht sein.

Die o.g. Daten sind in 5-facher Ausfertigung und jeweils im Original vorzulegen und vorab per Email einzureichen. Die Antragsfrist für das Programmjahr 2018 endete am 29.09.2017.
Auskünfte zum eventuellen Nachrückeverfahren können erst ab März 2018 gegeben werden.

Kontakt

Stadt Kraichtal
Rathausstraße 30
76703 Kraichtal-Münzesheim
07250 77-0
07250 77-75
E-Mail schreiben

Zusätzliche Informationen

Fragen und Erläuterungen

Für Fragen und Erläuterungen zu Angelegenheiten der Stadtplanung und Stadtentwicklung stehen wir gerne zur Verfügung.

Stadtentwicklung
Sarah Thull
Rathausstraße 30
76703 Kraichtal
Zimmer 120
07250 77-30
07250 77-6630
s.thull@kraichtal.de