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Auch in diesem Jahr gibt es für alle Kraichtaler Kinder ein buntes Ferienprogramm.

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Kraichtal ist „Fairtrade-Stadt“

Auszeichnung in Kraichtal am 18. Juni: Wichtiges Engagement auch in Zeiten von Corona, Kommunen leisten konkreten Beitrag zur Umsetzung der UN-Nachhaltigkeitsziele

Kraichtal wurde mit dem Titel „Fairtade-Stadt“ ausgezeichnet. In Zeiten der Corona-Pandemie erfolgt die Auszeichnung zunächst digital. Dem gemeinsamen Einsatz zahlreicher Engagierter ist es zu verdanken, dass in Kraichtal der Fairtrade-Gedanke und in vielen Bereichen des städtischen Lebens integriert wurde. Bürgermeister Ulrich Hintermayer freut sich über die Auszeichnung: „Die Stadt und alle Akteure tragen hiermit ihren Teil dazu bei, das Bewusstsein von der Notwendigkeit eines gerechten Welthandels zu stärken.“

Dass die Idee funktioniert, zeigt das große bundesweite Interesse von Kommunen jeder Form und Größe: „Was 2009 mit Saarbrücken als erster Stadt begann, hat einen Domino-Effekt ausgelöst“, so Dieter Overath, Vorstandsvorsitzender vom Verein TransFair, der die Kampagne trägt. „In der öffentlichen Beschaffung, im Stadtmarketing, in Gastronomie und Handel, in Schulen und Vereinen bringt die Kampagne neue Partner zusammen und entwickelt eine eigene Dynamik in der Kommune. Mit ihrem Engagement tragen die Fairtrade-Towns auch dazu bei, die Entwicklungsziele der UN in die Praxis umzusetzen“. Derzeit gibt es in Deutschland 682 Fairtrade-Städte, Landkreise, Gemeinden und sogar eine Insel.

Die Kampagne Fairtrade-Towns fördert gezielt den fairen Handel auf kommunaler Ebene. Die 682. Auszeichnungen sind das Ergebnis einer erfolgreichen Vernetzung von Personen aus Zivilgesellschaft, Politik und Wirtschaft. Städte und Gemeinden spielen eine entscheidende Rolle bei der Umsetzung globaler Entwicklungsstrategien. Die Kampagne Fairtrade-Towns bietet Kommunen mit den fünf Kriterien, die es zu erfüllen gilt, konkrete Handlungsoptionen. So sind Fairtrade-Towns auch wichtige Akteure für die Implementierung der globalen Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals) der Vereinten Nationen.

Die Kriterien für die Auszeichnung sind: Die Gründung einer Steuerungsgruppe zur Koordinierung der Aktivitäten, ein offizieller Ratsbeschluss zur Beteiligung an der Kampagne, eine bestimmte Anzahl an Verkaufsstellen und Gastronomie, die faire Produkte anbieten, teilnehmende Vereine, Gemeinden und Schulen sowie mediale Berichterstattung über die Aktionen. Neben engagierten Kommunen gibt es in Deutschland bereits über 700 Fairtrade-Schools und 30 Fairtrade-Universities.

Zu den teilnehmenden Partnern

Der Weg zur Auszeichnung

Bereits am 21.03.2019 gründete sich die Steuerungsgruppe Fairtrade-Town, welche sich als Ziel setzte, Kraichtal auf den Weg zur Fairtrade-Town voranzubringen und verschiedene Aktivitäten zum Fairen Handel koordinierte. Von Anfang an unterstützten der Weltladen Kraichtal sowie der Verein Kraichtal hilft eV. die Steuerungsgruppe.

Mit dem Gemeinderatsbeschluss vom 8. Mai 2019 zur Bewerbung Kraichtals als Fairtrade-Town wurden die Weichen gelegt für ein faires und nachhaltiges Handeln in der Stadt

Schnell konnten zur Unterstützung auch Kirchengemeinden wie beispielsweise die evangelische Kirchengemeinde Oberöwisheim, Schulen und weitere Vereine wie das DRK Münzesheim gefunden werden, schenkten diese doch bereits seit längerem Faire Produkte aus oder boten Bildungsangebote zum Thema Eine Welt an.

Auch mit dem Zeltcafé Heitlinger konnte ein Gastronom gefunden werden, der von Anfang an eine Herzensangelegenheit im Fairen Handel sah und zwei faire Produkte einführte.

Als unkompliziert sah es auch das Hofcafé Häberle an und schenkt mittlerweile Fairen Tee und Kaffee aus. Mit diesem Schritt möchten sie, selbst Landwirte, Bäuerinnen und Bauern im Globalen Süden unterstützen.

Schließlich erklärte sich Anfang 2020 noch die FSV Gaststätte Bahnbrücken bereit, den Fairhandels-Gedanken zu unterstützten und führte faire Produkte wie Tee und Bananen ein.

Ohne große Mühen fanden sich die Vertreter des Einzelhandels, musste doch Kraichtal mindestens vier Einzelhandelsgeschäfte, die Faire Produkte verkaufen vorzeigen. Bereits seit 25 Jahren besteht der Weltladen in Kraichtal und ist sozusagen der Anfang des fairen Handelns in Kraichtal. Mit den großen Einzelhandelsketten wie REWE, Lidl, Rossmann und Netto, welche schon länger Fairtrade-Produkte im Sortiment haben, war auch dieses Kriterium erfüllt.

Ende März kam die Mitteilung von Fairtrade Deutschland, dass Kraichtal positiv geprüft wurde und nun zur Fairtrade-Town ausgezeichnet werden kann. In Zeiten von Corona, wurde vorerst auf eine große Auszeichnungsfeier verzichtet, welches nächstens Jahr nachgeholt werden soll. Deshalb wurde die Auszeichnung digital am 18. Juni 2020 vollzogen.

 

 

Die Steuerungsgruppe

Die Steuerungsgruppe trifft sich in regelmäßigen Abständen, plant Aktionen und begleitet die Stadt auf dem Weg zur Fairtrade-Town. Gerne können wieitere interessierte Personen zur Steuerungsgruppe hinzustoßen.
Bei Interesse melden Sie sich einfach bei Ina Daubmann, 07250 77-271.

Mitglieder der Steuerungsgruppe sind:

  • Ulrich Hintermayer, Bürgermeister Kraichtal
  • Gabriele Fuchs, Kraichtal hilft eV., Sprecherin Steuerungsgruppe
  • Doris Osswald Weltladen Kraichtal
  • Heidi Schneider, Kreisrätin, Die Grünen
  • Martin Stock, Gemeinderat, SPD
  • Hannelore Wick, Pfarrgemeinderätin ev. Kirchengemeinde Oberöwisheim, Gemeinderätin, SPD
  • Martin Schirrmeister
  • Sonja Kientsch, Steuerung und Marketing Stadt Kraichtal
  • Sinah Frackenpohl, Sachgebiet Mensch und Gesellschaft Stadt Kraichtal
  • Ina Daubmann, Gemeindesozialarbeiterin Stadt Kraichtal, Sprecherin Steuerungsgruppe

Weitere Informationen:

Zur Kampagne

Fairtrade Deutschland

Kontakt

Stadt Kraichtal
Rathausstraße 30
76703 Kraichtal-Münzesheim
07250 77-0
07250 77-75
E-Mail schreiben

Zum Filmbeitrag "Kraichtal: Fair-lich währt am längsten"

Ansprechpartner

Sachgebiet Mensch & Gesellschaft
Steuerungsgruppe Fairtrade-Town
Ina Daubmann
07250 77-271
E-Mail schreiben