Stadt Kraichtal (Druckversion)

Kraichtal auf dem Weg zur Fairtrade-Town: Machen Sie mit!

Gerade in Zeiten der Globalisierung werden Nachhaltigkeit und faire Produktionsbedingungen immer wichtiger. Bereits mit kleinen Schritten kann man Großes bewirken. Mit dem Gemeinderatsbeschluss vom 8. Mai 2019 zur Bewerbung Kraichtals als Fairtrade-Town möchte die Stadt ein Zeichen setzten.
Fairtrade-Towns wollen gezielt den fairen Handel auf kommunaler Ebene fördern. Für den Titel müssen fünf Kriterien erfüllt werden, darin inbegriffen ist auch das Engagement des Einzelhandels, der Gastronomie sowie von Vereinen, Kirchengemeinden und Schulen. Durch die Einführung von zwei fair gehandelten Produkten und das Angebot einer Bildungsveranstaltung zum Thema Fairer Handel kann man sich beteiligen und Kraichtal auf dem Weg zur Fairtrade-Town unterstützen.

Konkret kann dies z. B. bei Vereinen, Schulen und Kirchengemeinden so aussehen:

Einführung von Fairtrade-Produkten

Produkte aus Fairem Handel sollen für Menschen zugänglich gemacht werden. Um bei der Kampagne Fairtrade-Town teilzunehmen, bedeutet dies konkret die Einführung von mindestens zwei fair gehandelten Produkten, wie z. B. Kaffee, Tee, Zucker oder Orangensaft. Diese sollen bei Veranstaltungen wie Vereinsfesten, Vorstandsitzungen, oder Generalversammlungen angeboten werden. Oder man ermöglicht Produktverkäufe nach einem Konzert, Gottesdienst oder einem anderen Event.
Des Weiteren kann man auch Trikots und Vereins-T-Shirts aus fairer Baumwolle erwerben oder Bälle aus fairem Handel.

Was sind Produkte aus Fairem Handel?
Fairtrade kennzeichnet Waren, die aus Fairem Handel stammen und bei deren Herstellung bestimmte soziale, ökologische und ökonomische Kriterien eingehalten wurden. Fairtrade-Produkte sind hauptsächlich Produkte aus dem Globalen Süden, das heißt aus Entwicklungs- und Schwellenländern.
Die Zertifizierung mit dem Fairtrade-Siegel ermöglicht den Kleinbauern stabilere Preise sowie langfristige Handelsbeziehungen. Sowohl Bäuerinnen und Bauern, als auch Beschäftigte auf Plantagen, erhalten eine zusätzliche Fairtrade-Prämie für Gemeinschaftsprojekte. Damit soll den Produzenten auch bei niedrigeren Marktpreisen ein höheres und verlässlicheres Einkommen als im herkömmlichen Handel ermöglicht werden.
Man erkennt Faire Produkte an verschiedenen Siegeln wie z. B. Fairtrade, Gepa, dwp, El puente, sowie alle Weltladen-Lieferanten, die der Konvention der Weltläden gerecht werden. Das sind z. B.: adepa, Aprosas, Arte Indio, BanaFair, Contigo, Fairkauf, Globo und Regenwaldladen.

Veranstaltung von Bildungsaktivitäten
Es sollte eine Bildungsaktivität im Jahr zum Thema Fairer Handel stattfinden: Dies kann beispielsweise das Gestalten eines Abends zum Thema fairer Handel, ein Filmabend, ein faires Frühstück, ein Vortrag, ein Infostand, ein Konzert mit fairer Verköstigung, ein „Fairplay“- Turnier mit fairen Bällen und vieles mehr sein. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Bestenfalls wird über die anstehende oder abgeschlossene Aktivität in den öffentlichen Medien berichtet.
Weitere Informationen zur Fairtrade-Town-Kampagne und möglichen Schritte zum Fairtrade-Vertrieb für den Einzelhandel und die Gastronomie kann man der Internetseite www.fairtrade-town.de entnehmen.
Gerne berät und unterstützt die Steuerungsgruppe Fairtrade-Town im Rathaus Kraichtal in Münzesheim bei weiteren Fragen und gibt Anregungen zur Umsetzung, Kontakt über das Sachgebiet Mensch & Gesellschaft, Kontakt siehe hier auf der rechten Seite.

http://www.kraichtal.de/index.php?id=1425