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Presseberichte

Fairer Handel in Zeiten der Pandemie am Beispiel von Bananen

TransFair warnt vor langfristigen Auswirkungen von Covid-19
Die Hamsterkäufe der vergangenen Wochen haben die Nachfrage nach fair gehandelten Bananen verstärkt. Anlässlich des World Banana Day am 15. April warnte TransFair e. V. (Fairtrade Deutschland) allerdings vor langfristigen Auswirkungen der Pandemie: „Die Beschäftigten im Bananenanbau arbeiten auf Hochtouren, aber unter Einhaltung strenger Hygienemaßnahmen. Trotzdem ist die Angst vor einer Ansteckung berechtigterweise groß“, erklärte Dieter Overath, Vorstandsvorsitzender von TransFair. „In vielen Anbauländern ist die Gesundheitsversorgung schlecht - soziale Absicherung gibt es kaum. Hinzu kommt die Sorge vor Absatzeinbrüchen. Sollten Häfen für den Lebensmittelexport geschlossen werden, wäre das mit enormen Umsatzeinbußen verbunden“, so Overath. Um die Arbeiterinnen und Arbeiter im globalen Süden zu unterstützen, sollten Verbraucher weiterhin zu fairen Bananen greifen. Für jede verkaufte Banane erhalten die Beschäftigten einen finanziellen Aufschlag in Form einer Prämie.  
Verpackungsmaterial wird durch Grenzschließungen knapper
Obwohl Regierungen in Ecuador, Kolumbien und Peru Ausgangssperren ausgerufen haben, gelten für die Landwirtschaft weiterhin Ausnahmen. „Noch können Bananen ohne größere Probleme exportiert werden“, sagte Hans-Willem van der Waal, Geschäftsführer des Fairtrade-Bananenimporteurs Agrofair. „Verpackungsmaterialien wie Kartons, Sticker und Banderolen werden durch Grenzschließungen allerdings knapper. Das wird in den kommenden Wochen zu einem Problem werden und die Kosten für Produzenten in die Höhe treiben“, mahnte van der Waal. Schon jetzt steigen die Personalkosten aufgrund von Krankheitsausfällen. Auch zusätzliche Hygienemaßnahmen wie Masken, Handschuhen und antibakterielle Seifen bedeuten Mehrkosten für die Produzenten. Gleichzeitig kann weniger Personal eingesetzt werden: Um den nötigen Sicherheitsabstand zu gewährleisten, dürfen weniger Menschen in den Packstationen arbeiten.
Bananenverbände nutzen Prämiengelder für Corona-Hilfen
Seit Wochen rufen Politiker weltweit nicht nur zu gesundheitlicher Vorsicht, sondern auch zu Solidarität während der Pandemie auf. Wie das aussehen kann, demonstrieren vier Bananenverbände aus Ecuador: Die Fairtrade-Produzentenorganisationen verteilten Bananen an besonders von der Krise betroffene Menschen – unter anderem an Tagelöhner, die ihre Häuser aufgrund des geltenden Notstandes nicht verlassen dürfen. Darüber hinaus kündigten sie an, Fairtrade-Prämiengelder für den Kauf medizinischer Ausrüstung einsetzen zu wollen: dazu gehören Coronavirus-Testkits, Atemschutzmasken, Handschuhe oder Desinfektionsmittel. Auch Lebensmittel sollen von dem Geld gekauft und an kleine Produzentenfamilien verteilt werden. Fairtrade-Bananenverbände aus Kolumbien zeigen sich ebenfalls solidarisch. Gemeinsam brachten sie fast 50.000 Euro für den Aufbau eines Diagnosecenters in der Region Uraba auf.
(Quelle: https://bit.ly/3aWevxu)
Weitere Infos über den Fairen Handel in Kraichtal sowie über die Fairtrade-Town Bewerbung der Stadt Kaichtal erhalten sie bei Ina Daubmann unter der Tel. 07250 77-271 oder per E-Mail: i.daubmann(@)kraichtal.de .

Fairtrade-Mythen

Wir haben diese Mythen alle schon einmal gehört: Der Anteil an fairen Zutaten in manchen Fairtrade-Produkten sei zu gering, Fairtrade biete keine Anreize zur Qualitätsverbesserung und die Mehrerlöse aus dem fairen Handel kämen bei den Produzentinnen und Produzenten nicht an. Oder wiederum: Mit dem Kauf von fair gehandelten Produkten ließen sich alle Probleme der Welt lösen.
Die Fülle zum Teil widersprüchlicher Informationen über den fairen Handel in Medien, dem Internet und dem öffentlichen Diskurs macht es für viele nicht einfach zu beurteilen, was den Tatsachen entspricht und was nicht. Immer wieder begegnen uns Missverständnisse über Fairtrade in der öffentlichen Wahrnehmung.

Mythos 1: Fairtrade-Produkte bestehen nur zu 20 Prozent aus fair gehandelten Zutaten.
Falsch. Bei Produkten mit dem Fairtrade-Siegel gilt immer: Alle Zutaten, die es aus fairem Handel gibt, müssen auch vollständig fair gehandelt sein.

(Quelle: https://www.fairtrade-deutschland.de/was-ist-fairtrade/wirkung-von-fairtrade/fairtrade-mythen/mythos-01.html)
Wie fair ist ein Produkt mit dem Fairtrade Siegel wirklich? Sind alle Zutaten zu 100% fair angebaut und gehandelt? Bringt es, was, wenn ich als Einzelner faire Produkte kaufe? Solche und andere Fragen treten bei dem Einem oder Anderen vor dem Warenregal im Supermarkt auf.

Mythos 2: Bei Fairtrade-Produkten ist es egal, ob fair gehandelte Zutaten drin stecken oder nicht.
Was in Fairtrade-zertifizierten Produkten drin steckt, ist überhaupt nicht egal, sondern unterliegt strengen Regeln. In den Fairtrade-Standards stehen die umfangreichen Vorgaben dazu, was genau erfüllt sein muss, damit das Siegel vergeben werden darf.
(Quelle: https://www.fairtrade-deutschland.de/was-ist-fairtrade/wirkung-von-fairtrade/fairtrade-mythen/mythos-02.html)

Mythos 3: Fairtradeprodukte vom Discounter sind keine fairen Produkte.
Diese Annahme ist falsch. Es macht keinen Unterschied, wo ein Fairtrade-Produkt gekauft wird, es kommt nur auf das Siegel an.
Fairtrade basiert auf umfangreichen sozialen, ökologischen und ökonomischen Standards, die regelmäßig überarbeitet und kontrolliert werden.
Das Engagement der Weltläden beim Fairen Handel ist aber auf jeden Fall in den Vordergrund zu stellen und deswegen auch als Einkaufsquelle für Faire Produkte zu bevorzugen. Neben dem Verkauf von fairen Produkten unterschiedlicher Handelsorganistationen (GEPA, Weltpartner, El Puente und viele weitere mehr), bieten sie zusätzlich Bildungsarbeit über Fairen Handel an.
Die Produktpalette im Weltladen Kraichtal ist unglaublich vielfältig; sie reicht vom aromatischen Kaffee, über außergewöhnliche Geschenkartikel und Schmuck bis hin zu fairen Taschen und Spielzeug. Dabei haben alle Produkte etwas gemein: Sie sind von besonderer Qualität und zugleich ein kleines Stück Weltpolitik. Der ökumenische Arbeitskreis „Eine Welt“ hat sich zum Ziel gesetzt, die Idee des fairen Handels unter der Kraichtaler Bevölkerung zu verbreiten. Es lohnt sich also in der Untere Schloßstr. 24, in Menzingen, vorbeizuschauen! Die Öffnungszeiten sind dienstags und donnerstags von 15 bis
18 Uhr und samstags von 10 bis 12 Uhr.
(Quelle: https://www.fairtrade-deutschland.de/was-ist-fairtrade/wirkung-von-fairtrade/fairtrade-mythen/mythos-03.html und https://www.kraichtal.de/index.php?id=1421)

Mythos 4: „Nur ein geringer Bruchteil des Verkaufspreises von Fairtrade-Produkten landet tatsächlich bei den Bäuerinnen und Bauern.“
Dieser Kritik liegt das Missverständnis zugrunde, dass die Bäuerinnen und Bauern bei Fairtrade einen Anteil des Verkaufspreises erhalten würden, den Kunden im Laden bezahlen. Aber dem ist nicht so.
Der Endverkaufspreis, den Sie als Verbraucherinnen und Verbraucher zahlen, wird allein vom Einzelhandel festgelegt. Fairtrade hat darauf keinen Einfluss - das würde sogar gegen
das Kartellrecht verstoßen.
(Quelle: https://www.fairtrade-deutschland.de/was-ist-fairtrade/wirkung-von-fairtrade/fairtrade-mythen/mythos-04.html)

Mythos 5: „Unser Unternehmen zahlt Bäuerinnen und Bauern grundsätzlich mehr als den Fairtrade-Preis.“
Hier und da hört man die Aussage von Unternehmen, sie würden den Bäuerinnen und Bauern, mit denen sie zusammenarbeiten, grundsätzlich mehr als den „Fairtrade-Preis“ zahlen. Aber allein diese Aussage ist nicht besonders aufschlussreich, denn es gibt ja keinen bestimmten Fairtrade-Preis. Wie bereits im Mythos 4 letzte Woche beschrieben, fungiert der Fairtrade-Mindestpreis als Sicherheitsnetz und soll die Kosten einer nachhaltigen Produktion decken, wenn die Weltmarktpreise unter diesen Wert fallen. Doch sind die Weltmarktpreise höher, bilden sie den Ausgangswert für Preisverhandlungen.
(Quelle: https://www.fairtrade-deutschland.de/was-ist-fairtrade/ wirkung-von-fairtrade/fairtrade-mythen/mythos-05. html)

Mythos 6: „Fairtrade bietet Bauern keine Anreize, die Qualität ihrer Produkte zu verbessern.“
Dieser Mythos richtet sich immer wieder vor allem gegen Kaffee- und Kakaobauern, die mit Fairtrade zusammenarbeiten. Argumentiert wird, dass das Sicherheitsnetz des Fairtrade-Mindestpreises den Produzenten kaum oder keinen Anreiz gäbe, die Qualität der von ihnen angebauten Rohstoffe
zu verbessern.
(Quelle: https://www.fairtrade-deutschland.de/was-ist-fairtrade/wirkung-von-fairtrade/fairtrade-mythen/mythos-06.html)

Mythos 7: „Fairtrade bindet Bäuerinnen und Bauern an einen vorgegebenen Preis.“
Sie haben vielleicht von einem Fairtrade-Mindestpreis gehört, den gibt es wirklich. Aber dieser stellt nur ein Sicherheitsnetz dar, angesetzt in Höhe der durchschnittlichen Produktionskosten für eine nachhaltige Produktion, und kommt dann zu tragen, wenn die Weltmarktpreise sehr niedrig sind. Der Mindestpreis ist, wie der Name sagt, ein Minimum und kein Festpreis.
(Quelle: https://www.fairtrade-deutschland.de/was-ist-fairtrade/wirkung-von-fairtrade/fairtrade-mythen/mythos-07.html)

Mythos 8: „Jeder kann doch das Fairtrade-Siegel auf sein Produkt kleben/picken und behaupten, es sei ethisch korrekt produziert.“
Falsch. Firmen dürfen nicht einfach so das Fairtrade-Siegel auf ihre Produkte drucken: Das Siegel ist eine geschützte Text-Bildmarke. Das Siegel darf ausschließlich für Produkte genutzt werden, die gemäß den Fairtrade-Standards hergestellt und gehandelt wurden.
Um das Siegel verwenden zu dürfen, muss gewährleistet sein, dass die jeweiligen Produzentenorganisationen im Ursprung zertifiziert sind und dass die Unternehmen, die entlang der Lieferkette die Rohwaren einkaufen oder weiterverarbeiten, den Fairtrade-Standard für Händler einhalten. Die Unternehmen, die das Produkt auf den Markt bringen, unterschreiben einen Lizenzvertrag mit der jeweiligen Fairtrade-Organisation im Land. Darin ist u. a. die Nutzung des Siegels geregelt und dass die verkauften Mengen regelmäßig gemeldet werden. Wenn eine Firma das Fairtrade-Siegel einfach so auf seinem Produkt abbilden würde ohne eine Lizenz dafür zu haben, würde eine Untersuchung eingeleitet und die Firma unter Umständen sogar strafrechtlich verfolgt werden. Fairtrade International entwickelt die Fairtrade-Standards nach gründlicher Recherche und in Rücksprache mit allen Beteiligten, u.a. mit Bäuerinnen und Bauern, Arbeitskräften, Händlern, unabhängigen Experten und den nationalen Fairtrade-Organisationen. Die Fairtrade-Standards gelten für alle Schritte in der Wertschöpfungskette bis zum verpackten Produkt. (Quelle: https://bit.ly/3efvNIJ)

Mythos 9: „Fairtrade-Produkte sind immer teurer als konventionelle.“
Das stimmt so nicht. Heutzutage gibt es ein enorm vielfältiges Angebot an Produkten mit dem Fairtrade-Siegel. Darunter sind auch viele Eigenmarkenartikel in Supermärkten oder Markenprodukte, die sich im Preis von anderen Markenartikeln oder beispielsweise Bioprodukten kaum unterscheiden. Fairtrade-Produkte stehen sowohl qualitativ und preislich in Konkurrenz zu konventionellen Produkten. Die Zeiten, als Fairtrade-Produkte als rare, teure Artikel insbesondere Jutetaschenträgern vorbehalten waren, sind längst passé. Die meisten großen Supermarktketten haben mittlerweile Fairtrade-Kaffee, -Tee und -Schokolade in ihrem Hausmarken- Sortiment. Beliebte Markenhersteller wie Darboven oder Tchibo bei Kaffee, Säfte von Pfanner, Espresso-basierte Getränke bei Starbucks, Schokolade zu Ostern und Weihnachten von Zotter oder Ben & Jerry‘s Eiskreme sind Fairtrade-zertifiziert, ebenso gibt es faire Bio-Bananen bei Kaufland, Aldi, Lidl und vielen weiteren Verkaufsstellen. Supermärkte wie Discounter verkaufen noch viele weitere gesiegelte Produkte, u. a. Müsli, Schokolade und frische Rosen im Bund. Das Preis-Argument ist bei der Vielfalt an verschiedenen Produkten nicht mehr haltbar. (Quelle: https://bit.ly/34A62OT)

Mythos 10: „Der Kauf von Fairtrade-Produkten löst alle Probleme von Bäuerinnen, Bauern und Arbeitskräften.“
Die Erwartungen von Verbraucherinnen und Verbrauchern an Fairtrade sind sehr hoch. Im Gegensatz zu anderen Auslobungen basiert das Fairtrade-Siegel auf internationalen Standards, die in Einbeziehung verschiedener Akteure entwickelt werden. Unabhängige Studien bestätigen:
•        Höhere, stabilere Einkommen für Mitglieder von Fairtrade-Kooperativen
•        Stärkere demokratische Interessenvertretungen
•        Mehr ländliche Entwicklung
•        Bessere Arbeitsbedingungen auf Plantagen
•        Höhere Produktivität, bessere Qualität
Die Studien haben jedoch auch klare Voraussetzungen dafür erkannt, dass die Fairtrade-Zertifizierung für die Kleinbauernorganisationen relevante Wirkungen zeigt. Dazu zählen unter anderem ein Absatz ihrer Produkte zu Fairtrade-Bedingungen von mindestens 30 Prozent und eine gut entwickelte Organisationsstruktur. Eine starke Kleinbauernorganisation ist demokratisch organisiert und die internen  Prozesse  sind  transparent.
Und trotzdem: Fairtrade ist nur einer von vielen benötigten Bausteinen in dem komplexen Ziel der Armutsbekämpfung und nachhaltigen Entwicklung.
(Quelle: https://www.fairtrade-deutschland.de/was-ist-fairtrade/wirkung-von-fairtrade/fairtrade-mythen/mythos-10.html)

Sie haben Fragen über Fairer Handel in Kraichtal oder möchten mehr über die Fairtrade-Town Bewegung erfahren?  Dann wenden Sie sich doch einfach an die kommunale Ansprechpartnerin der Steuerungsgruppe Fairtrade-Town in Kraichtal, Ina Daubmann per E-Mail i.daubmann(@)kraichtal.de oder telefonisch unter 07250 77-271.

Kraichtal wird Fairtrade -Town

Fairer Handel und Nachhaltigkeit gehen miteinander Hand in Hand.  In den nächsten Wochen möchten wir Ihnen in einer Serie über Fakten und Mythen zum Fairen Handel berichten. Zu Beginn möchten wir Ihnen Basisinformationen über Fairtrade im Allgemeinen zukommen lassen.
Was ist Fairtrade?
Fairtrade ist eine gemeinnützige Organisation, die sich für menschenwürdige Arbeitsbedingungen von Kleinbauernfamilien sowie Arbeiterinnen und Arbeitern im globalen Süden einsetzt.
Fairtrade steht für bessere Arbeits- und Lebensbedingungen der Kleinbauern und Beschäftigten in Lateinamerika, Asien und Afrika. Sie erhalten einen stabilen Mindestpreis und eine Fairtrade-Prämie. Die Produzierenden entscheiden selbst wie sie die Prämie verwenden: für den Bau einer Schule, einer Krankenstation oder Investitionen in die lokale Infrastruktur. Fairtrade verbietet Zwangsarbeit und illegale Kinderarbeit, fördert den Umweltschutz und unterstützt die Erzeugerinnen und Erzeuger durch Schulungen und Beratung vor Ort.
Wofür steht das Fairtrade Siegel?
Stabile Mindestpreise
Die Kleinbauernorganisationen bekommen für die meisten Produkte einen Mindestpreis. Dieser ist ein Sicherheitsnetz, der die Kosten für eine nachhaltige Produktion decken soll. Liegt der Weltmarktpreis darüber, wird der höhere Marktpreis bezahlt.
Die Fairtrade-Prämie
Die Fairtrade-Prämie wird zusätzlich zum Produktpreis gezahlt. Sie dient dazu, um Investitionen in Gemeinschaftsprojekte wie Weiterbildungen, Qualitätssicherung, die Umstellung auf Biolandwirtschaft oder Gesundheitsversorgung zu finanzieren. Über die Verwendung entscheiden die Bäuerinnen, Bauern und Beschäftigten selbst.
Umweltschutz und Klima
Die Umweltkriterien, wie zum Beispiel der verantwortungsvolle Umgang mit Wasser und das Verbot vieler schädlicher Pestizide, fördern eine umweltverträgliche Produktion. Fairtrade setzt starke Anreize für die Bäuerinnen und Bauern, auf Bio-Anbau umzustellen. Außerdem unterstützt Fairtrade die Erzeuger*innen mit Projekten zur Anpassung an den Klimawandel.
Verbot von Kinderarbeit
Fairtrade unterscheidet zwischen arbeitenden Kindern, die in ihren Familien mithelfen und ausgebeuteten Kinderarbeitern. Fairtrade verbietet ausbeuterische Kinderarbeit, die der Gesundheit und Entwicklung von Kindern schadet oder ihre Schulbildung beeinträchtigt.
Verbot von Gentechnik
Der Anbau von gentechnisch veränderten Sorten ist bei Fairtrade verboten, da Bäuerinnen und Bauern aufgrund der Patentierung durch Saatgutkonzerne weder das Recht noch die Möglichkeit haben, Saatgut zu vermehren. Damit nimmt man ihnen die Rechte an ihrem wichtigsten Produktionsmittel und gefährdet die Ernährungssicherheit.
Wirkung
Zahlreiche Studien von unabhängigen Instituten sowie auch das Monitoring-System von Fairtrade International belegen, dass der faire Handel Produzent*innen im globalen Süden stärkt. Fairtrade ermöglicht mehr wirtschaftliche Stabilität und mehr Teilhabe für die Kleinbäuerinnen, Kleinbauern und Beschäftigten auf Plantagen. Die wichtigsten Erkenntnisse aus der Wirkungsmessung finden Sie unter www.fairtrade-deutschland.de/wirkung
Sie haben Fragen über Fairer Handel in Kraichtal oder möchten mehr über die Fairtrade-Town Bewegung erfahren?  Dann wenden Sie sich doch einfan an die kommunale Ansprechpartnerin der Steuerungsgruppe Fairtrade-Town in Kraichtal, Ina Daubmann per E-Mail: i.daubmann(@)kraichtal.de oder telefonisch unter 07250 77271.

Rückblick Faires-Mitbring-Frühstück vor dem Weltladen

Zu einem Fairen Start in den Tag hatte am Samstag, 28. September, 10 Uhr der „Ökumenische Arbeitskreis Eine Welt“ und die Steuerungsgruppe Fairtrade-Town Kraichtal im Hof vor dem Weltladen nach Menzingen eingeladen.
Sah es tags zuvor noch so aus, als würde die Veranstaltung sprichwörtlich ins Wasser fallen, strahlte pünktlich zum Beginn um 10 Uhr wieder die Sonne über Menzingen. Neben fairem Kaffee, Tee und verschiedenen Säften aus dem Weltladen gab es ein reichhaltiges Buffet mit vielen Köstlichkeiten: von Müsli über Eier, Brötchen, Hefegebäck, selbstgemachte Marmelade und Käse, sowie arabische Spezialitäten, konnte nach Lust und Laune geschlemmt werden. Anregende Gespräche unter den Besucherinnen rundeten den Vormittag ab. Während des Frühstücks hatte der Weltladen geöffnet. So mancher Gast nutzte die Gelegenheit zum fairen Einkauf und informierte sich über die Fairtrade-Town Kampagne. Pünktlich zum Ende des gemeinsamen Frühstücks setzte der Regen wieder ein und ließ die Besucherinnen ins Trockene flüchten.

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