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Presseberichte

Fairtrade-Mythen

Wir haben diese Mythen alle schon einmal gehört: Der Anteil an fairen Zutaten in manchen Fairtrade-Produkten sei zu gering, Fairtrade biete keine Anreize zur Qualitätsverbesserung und die Mehrerlöse aus dem fairen Handel kämen bei den Produzentinnen und Produzenten nicht an. Oder wiederum: Mit dem Kauf von fair gehandelten Produkten ließen sich alle Probleme der Welt lösen.
Die Fülle zum Teil widersprüchlicher Informationen über den fairen Handel in Medien, dem Internet und dem öffentlichen Diskurs macht es für viele nicht einfach zu beurteilen, was den Tatsachen entspricht und was nicht. Immer wieder begegnen uns Missverständnisse über Fairtrade in der öffentlichen Wahrnehmung.
Nachfolgend möchten wir Ihnen den ersten Mythos vorstellen:
Mythos 1: Fairtrade-Produkte bestehen nur zu 20 Prozent aus fair gehandelten Zutaten.
Falsch. Bei Produkten mit dem Fairtrade-Siegel gilt immer: Alle Zutaten, die es aus fairem Handel gibt, müssen auch vollständig fair gehandelt sein.

Produkte mit nur einer Zutat sind demnach immer zu 100 Prozent fair gehandelt. Das sind sogenannte Monoprodukte aus nur einer einzigen Zutat, wie Kaffee, Honig oder Reis. Daneben gibt es Produkte, die mehr als nur einen Inhaltsstoff enthalten, die sogenannten Mischprodukte. Darunter fallen beispielsweise Kekse, Müsli und Eiscreme. Auch hier gilt: Alle Rohstoffe, die es fair gibt, müssen fair gehandelt worden sein. Zum Beispiel der Kakao und Zucker in einem Keks. Nicht alle Zutaten gibt es aber Fairtrade-zertifiziert, wie Milch oder Eier. Ist der erste Grundsatz erfüllt, gilt deshalb als zweite Bedingung: Der Anteil der fairen Zutaten am Endprodukt muss mindestens 20 Prozent ausmachen, erst dann darf das Fairtrade-Siegel vergeben werden. Der genaue Anteil steht immer auf der Produktverpackung.
Übrigens: Die meisten erhältlichen Fairtrade-Produkte sind Monoprodukte. Und: Durch die „Alles-was-geht-Regel“ liegt bei der absoluten Mehrheit der Fairtrade-Mischprodukte der Anteil bei weit über 50 Prozent. 83 Prozent aller Fairtrade-Produkte sind Monoprodukte und somit vollständig fair gehandelt. Bei lediglich einem Prozent aller Produkte bewegt sich der Anteil an fair gehandelten Zutaten zwischen 20 und 50 Prozent.
(Quelle: https://www.fairtrade-deutschland.de/was-ist-fairtrade/wirkung-von-fairtrade/fairtrade-mythen/mythos-01.html)

Wie fair ist ein Produkt mit dem Fairtrade Siegel wirklich? Sind alle Zutaten zu 100% fair angebaut und gehandelt? Bringt es, was, wenn ich als Einzelner faire Produkte kaufe? Solche und andere Fragen treten bei dem Einem oder Anderen vor dem Warenregal im Supermarkt auf.
Nachfolgend möchten wir Ihnen einen weiteren Mythos über das Fairtrade-Siegel vorstellen:
Mythos 2: Bei Fairtrade-Produkten ist es egal, ob fair gehandelte Zutaten drin stecken oder nicht.
Was in Fairtrade-zertifizierten Produkten drin steckt, ist überhaupt nicht egal, sondern unterliegt strengen Regeln. In den Fairtrade-Standards stehen die umfangreichen Vorgaben dazu, was genau erfüllt sein muss, damit das Siegel vergeben werden darf.
Die Standards sind allgemeingültig und nicht verhandelbar. Die meisten Produkte von Fairtrade, wie Kaffee oder Bananen, sind physisch rückverfolgbar, und zwar von der Packung bis zur Produzentenorganisation. Aus logistischen Gründen sind jedoch nicht alle Fairtrade-Produkte physisch rückverfolgbar. Deshalb gilt für einzelne Produkte der sogenannte Mengenausgleich. Darunter fallen Zucker, Kakao, Tee und Saft. Bei diesen Produkten sind die Absatzmengen nicht groß genug, dass die Kooperativen die Lebensmittel immer getrennt von nicht-fairen Lebensmitteln verarbeiten könnten. Um bei jedem einzelnen Produktionsschritt eine strikte Trennung zwischen fairen und nicht-fairen Produkten durchführen zu können, müssen die Kooperativen über eigene Verarbeitungsanlagen verfügen. Die meisten können sich die Anlagen finanziell aber nicht leisten.
Am Beispiel des Orangensaftes bedeutet das, dass beim Mengenausgleich die fairen Orangen in die laufende Produktion hinzugegeben und mit den konventionellen Orangen vermischt werden. Im fertigen Orangensaft sind dann sowohl faire als auch nicht-faire Orangen enthalten. Das Prinzip dahinter ist gar nicht ungewöhnlich, wir kennen es eigentlich alle schon vom Ökostrom. Ohne den Mengenausgleich könnten sie also gar nicht am fairen Handel teilnehmen und auch nicht von ihm profitieren. So haben sie aber die gleichen Vorteile wie einen stabilen Mindestpreis und eine zusätzliche Prämie wie alle anderen Kooperativen auch, die Fairtrade-zertifiziert sind. Sie erhalten die Fairtrade-Prämie für genau die Menge, die sie auch verkauft haben. Für sie besteht also kein Unterschied. Der Mengenausgleich ermöglicht die Teilhabe am fairen Handel für noch mehr Menschen.
(Quelle: https://www.fairtrade-deutschland.de/was-ist-fairtrade/wirkung-von-fairtrade/fairtrade-mythen/mythos-02.html)

 

Sie haben Fragen über Fairer Handel in Kraichtal oder möchten mehr über die Fairtrade-Town Bewegung erfahren?  Dann wenden Sie sich doch einfach an die kommunale Ansprechpartnerin der Steuerungsgruppe Fairtrade-Town in Kraichtal, Ina Daubmann per E-Mail i.daubmann(@)kraichtal.de oder telefonisch unter 07250 77271.

Kraichtal wird Fairtrade -Town

Fairer Handel und Nachhaltigkeit gehen miteinander Hand in Hand.  In den nächsten Wochen möchten wir Ihnen in einer Serie über Fakten und Mythen zum Fairen Handel berichten. Zu Beginn möchten wir Ihnen Basisinformationen über Fairtrade im Allgemeinen zukommen lassen.
Was ist Fairtrade?
Fairtrade ist eine gemeinnützige Organisation, die sich für menschenwürdige Arbeitsbedingungen von Kleinbauernfamilien sowie Arbeiterinnen und Arbeitern im globalen Süden einsetzt.
Fairtrade steht für bessere Arbeits- und Lebensbedingungen der Kleinbauern und Beschäftigten in Lateinamerika, Asien und Afrika. Sie erhalten einen stabilen Mindestpreis und eine Fairtrade-Prämie. Die Produzierenden entscheiden selbst wie sie die Prämie verwenden: für den Bau einer Schule, einer Krankenstation oder Investitionen in die lokale Infrastruktur. Fairtrade verbietet Zwangsarbeit und illegale Kinderarbeit, fördert den Umweltschutz und unterstützt die Erzeugerinnen und Erzeuger durch Schulungen und Beratung vor Ort.
Wofür steht das Fairtrade Siegel?
Stabile Mindestpreise
Die Kleinbauernorganisationen bekommen für die meisten Produkte einen Mindestpreis. Dieser ist ein Sicherheitsnetz, der die Kosten für eine nachhaltige Produktion decken soll. Liegt der Weltmarktpreis darüber, wird der höhere Marktpreis bezahlt.
Die Fairtrade-Prämie
Die Fairtrade-Prämie wird zusätzlich zum Produktpreis gezahlt. Sie dient dazu, um Investitionen in Gemeinschaftsprojekte wie Weiterbildungen, Qualitätssicherung, die Umstellung auf Biolandwirtschaft oder Gesundheitsversorgung zu finanzieren. Über die Verwendung entscheiden die Bäuerinnen, Bauern und Beschäftigten selbst.
Umweltschutz und Klima
Die Umweltkriterien, wie zum Beispiel der verantwortungsvolle Umgang mit Wasser und das Verbot vieler schädlicher Pestizide, fördern eine umweltverträgliche Produktion. Fairtrade setzt starke Anreize für die Bäuerinnen und Bauern, auf Bio-Anbau umzustellen. Außerdem unterstützt Fairtrade die Erzeuger*innen mit Projekten zur Anpassung an den Klimawandel.
Verbot von Kinderarbeit
Fairtrade unterscheidet zwischen arbeitenden Kindern, die in ihren Familien mithelfen und ausgebeuteten Kinderarbeitern. Fairtrade verbietet ausbeuterische Kinderarbeit, die der Gesundheit und Entwicklung von Kindern schadet oder ihre Schulbildung beeinträchtigt.
Verbot von Gentechnik
Der Anbau von gentechnisch veränderten Sorten ist bei Fairtrade verboten, da Bäuerinnen und Bauern aufgrund der Patentierung durch Saatgutkonzerne weder das Recht noch die Möglichkeit haben, Saatgut zu vermehren. Damit nimmt man ihnen die Rechte an ihrem wichtigsten Produktionsmittel und gefährdet die Ernährungssicherheit.
Wirkung
Zahlreiche Studien von unabhängigen Instituten sowie auch das Monitoring-System von Fairtrade International belegen, dass der faire Handel Produzent*innen im globalen Süden stärkt. Fairtrade ermöglicht mehr wirtschaftliche Stabilität und mehr Teilhabe für die Kleinbäuerinnen, Kleinbauern und Beschäftigten auf Plantagen. Die wichtigsten Erkenntnisse aus der Wirkungsmessung finden Sie unter www.fairtrade-deutschland.de/wirkung
Sie haben Fragen über Fairer Handel in Kraichtal oder möchten mehr über die Fairtrade-Town Bewegung erfahren?  Dann wenden Sie sich doch einfan an die kommunale Ansprechpartnerin der Steuerungsgruppe Fairtrade-Town in Kraichtal, Ina Daubmann per E-Mail: i.daubmann(@)kraichtal.de oder telefonisch unter 07250 77271.

Rückblick Faires-Mitbring-Frühstück vor dem Weltladen

Zu einem Fairen Start in den Tag hatte am Samstag, 28. September, 10 Uhr der „Ökumenische Arbeitskreis Eine Welt“ und die Steuerungsgruppe Fairtrade-Town Kraichtal im Hof vor dem Weltladen nach Menzingen eingeladen.
Sah es tags zuvor noch so aus, als würde die Veranstaltung sprichwörtlich ins Wasser fallen, strahlte pünktlich zum Beginn um 10 Uhr wieder die Sonne über Menzingen. Neben fairem Kaffee, Tee und verschiedenen Säften aus dem Weltladen gab es ein reichhaltiges Buffet mit vielen Köstlichkeiten: von Müsli über Eier, Brötchen, Hefegebäck, selbstgemachte Marmelade und Käse, sowie arabische Spezialitäten, konnte nach Lust und Laune geschlemmt werden. Anregende Gespräche unter den Besucherinnen rundeten den Vormittag ab. Während des Frühstücks hatte der Weltladen geöffnet. So mancher Gast nutzte die Gelegenheit zum fairen Einkauf und informierte sich über die Fairtrade-Town Kampagne. Pünktlich zum Ende des gemeinsamen Frühstücks setzte der Regen wieder ein und ließ die Besucherinnen ins Trockene flüchten.

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