Stadt Kraichtal (Druckversion)

Informationen zur Fairtrade-Town Kampagne

Seit Januar 2009 können sich Kommunen in Deutschland für ihr Engagement im Fairen Handel um den Titel „Fairtrade-Town“ bewerben. Die Kampagne Fairtrade-Towns vernetzt erfolgreich Akteure aus Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Politik und fördert den Fairen Handel auf kommunaler Ebene.
In Deutschland wächst zunehmend das Bewusstsein für gerechte Produktionsbedingungen sowie soziale und umweltschonende Herstellungs- und Handelsstrukturen. Auf kommunaler Ebene spielt der Faire Handel in allen gesellschaftlichen Bereichen eine wichtige Rolle, zunehmend auch bei der öffentlichen Beschaffung.
Die Fairtrade-Town Kampagne bietet einen Startschuss für ein faires, nachhaltiges Engagement in einer Kommune. Eine Fairtrade-Town übernimmt soziale Verantwortung und damit eine Vorbildfunktion für Bürgerinnen und Bürger.
Für die Stadt Kraichtal bedeutet dies, sich als innovative weltoffene Stadt zu etablieren und ein positives Image zu transportieren. Der verknüpfende Charakter der Kampagne öffnet gar neue Kooperationsformen regional, national sowie international. Weltweit gibt es bereits mehr als 2 200 Fairtrade-Towns in über 36 Ländern, deutschlandweit sind es ca. 600  Städte und Gemeinden.

Für den Titel müssen folgende fünf Kriterien erfüllt werden:

Kriterium 1
Es liegt ein Beschluss der Kommune vor, dass bei allen Sitzungen der Ausschüsse und des Rates sowie im Bürgermeisterbüro Kaffee sowie ein weiteres Produkt aus fairem Handel verwendet wird. Falls keine Bewirtung bei Ratssitzungen erfolgt, soll bei städtischen Veranstaltungen auf faire Produkte zurückgegriffen werden. Es wird die Entscheidung getroffen, als Stadt den Titel „Fairtrade-Stadt“ anzustreben.

Kriterium 2
Es wird eine lokale Steuerungsgruppe gebildet, die auf dem Weg zur „Fairtrade-Stadt“ die Aktivitäten vor Ort koordiniert.

Kriterium 3
In den lokalen Einzelhandelsgeschäften sowie in Cafés und Restaurants werden Fairtrade-Produkte angeboten (jeweils mindestens zwei).
Bei einer Einwohnerzahl bis 15 000 muss man vier Einzelhandelsgeschäfte und zwei Gastronomiebetriebe vorweisen, welche Fairtrade-Produkte verkaufen bzw. benutzen. Mindestens zwei Produkte sollen fair gehandelt sein.

Kriterium 4
In öffentlichen Einrichtungen wie Schulen, Vereinen und Kirchen werden Fairtrade-Produkte verwendet und es werden dort Bildungsaktivitäten zum Thema „Fairer Handel“ durchgeführt.

Kriterium 5
Die örtlichen Medien berichten über Aktivitäten auf dem Weg zur „Fairtrade-Stadt“.

Weitere Informationen zum Thema Fairtrade

http://www.kraichtal.de/index.php?id=1418