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Ehrenabend der Stadt Kraichtal

Große Leistungen verdienen einen großen Abend
So versteckt, wie manche der neun Stadtteile Kraichtals in den Hügeln des Kraichgaus liegen, so versteckt liegen auf den ersten Blick auch viele der erstaunlichen Talente ihrer Einwohnerinnen und Einwohner. Um allen Menschen davon zu berichten und natürlich diese besonderen Talente und die damit einhergehenden Verdienste und Leistungen zu würdigen, gibt es seit vielen Jahren den Ehrenabend der Stadt Kraichtal. Diesen Anlass nutzte Bürgermeister Ulrich Hintermayer, um im Namen der Stadt verdiente Bürgerinnen und Bürger auszuzeichnen und für große Errungenschaften und große Taten in aller Ausdrücklichkeit „Danke“ zu sagen. Am Freitagabend, 15. März, stand einmal mehr diese besondere Feierstunde in der Mehrzweckhalle Menzingen an. Im Beisein von Ehrengästen wie der Landtagsabgeordneten Andrea Schwarz oder der stellvertretenden Vorsitzenden des Sportkreises Bruchsal Sigrid Höfle, überreichte der Bürgermeister unzählige Ehrungen und Auszeichnungen an verdiente Sportlerinnen und Sportler, Züchter oder Musiker jeder Altersgruppe und aus allen Stadtteilen. Musikalisch begleitet wurde der Abend von einem Ausnahmetalent aus Kraichtal. Maximilian Oberländer zeigte auf beeindruckende Art und Weise, zu welch konzentrierter Perfektion und Koordination Hand und Herz am Schlagzeug und Marimbaphon fähig sind. Er erspielte sich so auch beim Regionalwettwettbewerb „Jugend musiziert“ in der Wertung Percussion – Altersgruppe 3, einen 1. Preis. Für seine rasanten Soli erntete er mehrfach donnernden Applaus.
Die unzähligen Auszeichnungen des Abends würden den Rahmen eines jeden Berichtes sprengen, deshalb sollen hier exemplarisch ein paar besondere Leistungen hervorgehoben werden:
Auf insgesamt 110 Jahre Vereinszugehörigkeit kommen mittlerweile beispielsweise die Herren Franz Locher und Karl Jerzsabek, die für 60 beziehungsweise 50 Jahre selbstloses Engagement in den Musikvereinen von Oberöwisheim und Menzingen ausgezeichnet wurden.
Bereits seit einem halben Jahrhundert setzt sich Dieter Bertsch aus Unteröwisheim für die heimische Flora und Fauna ein. Für 50 Jahre Vereinszugehörigkeit beim Naturschutzbund Deutschland (NABU) wurde er daher von jener Stadt, die sich dank Menschen wie Dieter Bertsch weiterhin „in einer Landschaft zum Durchatmen“ findet, mit Glückwünschen, einer Urkunde und einem Präsent geehrt. Nicht minder beeindruckend ist das Lebenswerk von Gustav Völker aus Münzesheim, der 35 Jahre lang als Bienensachverständiger beim Landratsamt Karlsruhe tätig war. Er ist Imker mit Leidenschaft und das seit sage und schreibe 71 Jahren. In seiner kurzen Ansprache betonte der rüstige Senior, dass zu Beginn seiner Tätigkeit allein in Münzesheim noch rund 300 Bienenvölker existierten, heute sind es nicht einmal mehr zehn Prozent der damaligen Zahlen. Dies zeigt, wie wichtig der Artenschutz für den Erhalt unserer natürlichen Umgebung und ihre Vielfalt ist.
Erstmals wurde in diesem Jahr auch eine Legende aus Oberöwisheim ausgezeichnet, die in allen neun Stadtteilen nahezu jedermann bekannt ist. Die meisten dürften Rudi Zimmermann aber als „Krummholz“ kennen - ein Spitzname den er durch seinen heute fast ausgestorbenen Beruf des Wagners bereits vor Jahrzehnten erhielt. Bis zum heutigen Tag setzt sich Rudi Zimmermann dafür ein, den jungen Generationen das Wissen über alte landwirtschaftlichen Fertigkeiten und Berufe zu vermitteln. Dafür gründete er zusammen mit Gleichgesinnten vor einigen Jahren den Verein der Oldtimer- und Schlepperfreunde Kraichtal. Dieser hat es sich zur Aufgabe gemacht, Maschinen und Relikte aus der Vergangenheit des Kraichgaus und seiner Landwirtschaft zusammenzutragen.
Doch nicht nur die älteren Einwohner Kraichtals haben es zu Ruhm und Ehre gebracht, auch die junge Generation weiß zu beeindrucken. So schaffte es der Schüler Tizian Schmid aus Bahnbrücken im vergangenen Jahr beim bundesweiten Wettbewerb „Jugend gründet“, von 4 168 Teilnehmern einen hervorragenden vierten Platz zu ergattern. Zusammen mit drei Mitschülern der Handelslehranstalt Bruchsal entwickelte er den Prototyp einer diebstahlsicheren Handtasche, die mit technischen Raffinessen wie einem Fingerabdruckscanner die Wertsachen des legitimen Trägers zuverlässig schützen soll.
Es folgten an diesem besonderen Abend noch unzählige Ehrungen für Sportlerinnen und Sportler, Züchterinnen und Züchter und außergewöhnliche Leistungen der zahlreichen Kraichtaler Ortsvereine:
Fast abendfüllend fielen dabei die Auszeichnungen der Kraichtaler Schützen, insbesondere die des SSV Unteröwisheim, aus. In diesem Bereich macht den Kraichtalern offenbar niemand etwas vor; die Liste der illustren Auszeichnungen ist hier ellenlang. Besonders die Unteröwisheimer haben ein Händchen für Sportgewehr, Bogen und Co. - das anschließende Gruppenfoto machte den Einsatz eines Weitwinkelobjektives unumgänglich.
Mit 44:0 Punkten blieb die SG Odenheim/Unteröwisheim als einzige Seniorenmannschaft im Badischen Handballverband in der Saison 2017/2018 ungeschlagen. Ein müheloser Heimsieg mit 28:20 Toren gegen den TB Pforzheim bescherte unseren „Kraichgau Eagles“ den wahrlich verdienten Bezirksmeister-Titel in der Bezirksliga Bruchsal/Pforzheim. Mit einem Sieg im Kreispokalfinale des Handballkreises Bruchsal krönte das Team schließlich eine überragende Saisonleistung.
Auch die 1. Mannschaft des SV „Blau-Weiß“ Menzingen war in der vergangenen Saison äußerst erfolgreich. Die Fußballer stiegen von der Kreisklasse A in die Kreisliga auf. Nach 30 Spieltagen holte das Team insgesamt 71 Punkte. Die Saison wurde mit einem Vorsprung von 13 Punkten auf den Tabellenzweiten, der ebenfalls aufstieg, beendet. Der SV hat mit 87 Toren mit Abstand die meisten erzielt. Die Tordifferenz lag bei einem Plus von 55 Toren. Bester Torschütze mit 35 Toren war Daniel Kaiser.
Auch der achtjährige Ringer Arne Erik Friedrich wurde von Bürgermeiser Ulrich Hintermayer für seine sportlichen Erfolge ausgezeichnet.
Im Anschluss an den offiziellen Teil des Abends gab es noch reichlich Gelegenheit, bei einem leckeren Buffet und Weinen aus der Region miteinander ins Gespräch zu kommen und sie schon heute zu planen: Die großen Leistungen von morgen, deren Ehrung dann im März 2020 ansteht. An Ideen, Zielen und Visionen mangelt es den Kraichtalern auf jeden Fall nicht.

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