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Jazz trifft auf Blues in der "Historischen Kelter" in Bahnbrücken am 23. März

Bahnbrücken stürmt Montreux
Was für ein Abend in der Alten Kelter in Bahnbrücken. German Jazz-Queen meets German Blues Award Gewinner.
Den Anfang des musikalischen Events bestritten der Allgäuer Ignaz Netzer, ein Bluesgitarrist mit einer tollen markanten rauchigen Stimme, die ein wunderbares Bluesfeeling transportierte und einem souveränen feinem Spiel auf der Bluesharp und sein kongenialer Partner, der Freiburger Thomas Scheytt am Piano, mit einem feinen Händchen für schnelle Boogiemelodien. Die beiden Schwaben touren schon länger gemeinsam und spielen auf den großen Jazz- und Blues-Festivals in ganz Europa. Alltäglichkeiten, wie bei der dauernden Autofahrerei auf deutschen Autobahnen, im Stau zu stehen, werden als „How Long Blues“ dem gut aufgelegtem Publikum präsentiert. Ein „Good Morning Blues“ widmet sich der vielfältigen Art morgens in die Puschen zu kommen.
Danach kam die Queen der Hammond B3, Barbara Dennerlein, als Solistin auf die Bühne und begeisterte von Anfang an und überraschte immer wieder mit unkonventionellen Harmoniewechseln und ihr schnelles anspruchsvolles Basspedalspiel. Barbara Dennerleins tägliches Fitnessprogramm, wie sie lächelnd dem Publikum preisgibt, ist immer wieder eine Augen- und Ohrenweide. Ignaz Netzer meinte dazu: „Sie spielt mit ihrem linken Fuß schneller, als die meisten Bassisten mit ihren Fingern“. Stilistisch bewegte Sie sich außerordentlich sicher zwischen Blues und Swing, aber auch mit ihrem selbst komponierten ersten „Organ Boogie“ traf Sie den Nerv des Publikums. Bei den Balladen kam dann die Prinzessin auf der königlich majestätischen Hammond B3 durch, mit feinem filigranem Spiel.
Im zweiten Teil des Konzerts präsentierten sich die Drei als lange eingespieltes Team und zeigten Blues und Boogie vom Feinsten. Titel wie „Let the Good Time Roll“, Stormy Weather Blues“ und „Will the Circle Be Unbroken“, machten einfach nur Spaß beim Zuhören. Das Spiel der Protagonisten hatte so viel Drive, Rhythmus und Groove, dass ein Schlagzeug nicht vermisst wurde. Das Übrige tat das Publikum in Bahnbrücken, indem es klatschend die Percussion übernahm, so dass Ignaz Netzer begeistert kommentierte: „Damit können wir zusammen Montreux stürmen.“ Er vergaß auch nicht, sich zum Ende des Abends die von der Musik- und Kunstschule Kraichtal initiierte Veranstaltung zu loben, insbesondere die tolle Arbeit von Beate und Thomas Biel, bei denen sich die hier auftretenden Musikerinnen und Musiker immer im familiären Rahmen sehr wohl fühlen und die „Alte Kelter“ eine ideale Location für solche Events ist. Bitte mehr davon.

Gelungene Dramaturgie mit Steigerung von Anfang bis Ende

Das Internationale Kraichgau Jazzfestival hatte einen enormen Zuspruch
Drei ganz unterschiedliche Konzerte bildeten den Abschluss des diesjährigen Internationalen Kraichgau Jazzfestivals. Am Freitagabend ein Doppelkonzert in der Historischen Kelter in Bahnbrücken mit Peter Fessler und dem Trio Schnabel - Oberbeck - Janke sowie am Samstagabend mit dem Tingvall Trio im Kursaal Sigel in Langenbrücken. Diese drei Konzerte zeigten die große Bandbreite, die der Jazz hat. An beiden Abenden begeisterten die Musiker die Zuhörer auf ihre jeweils eigene Art. „Das diesjährige Jazzfestival hatte eine ausgezeichnete Dramaturgie“, sagte Inge Ganter aus Bruchsal, die alle Konzerte miterlebt hatte und selbst Musikerin ist. „Das Festival steigerte sich von Konzert zu Konzert bis zu dem großartigen Finale mit dem Tingvall Trio.“
Peter Fessler war nach vielen Jahren in die Alte Kelter in Bahnbrücken zurückgekehrt, „an die ich gute Erinnerungen habe“, sagt er. Mit seiner Stimme lässt er die Zuhörer staunen, was alles an Klängen möglich ist. Wortfetzen, Klangbilder, Scat-Gesang - all das gehört zum Repertoire des Sängers - dazu ein kreatives und variantenreiches Gitarrenspiel mit großer Fingerfertigkeit. Seine Musik brachte den Rhythmus und die Lebensfreude Brasiliens in den Kraichgau. „Es gäbe viele Gründe, dort für immer zu leben“, sagte Fessler - einer davon ist für ihn offensichtlich und gut hörbar die Musik.

Mit Tilman Oberbeck, Kontrabass, aus Unteröwisheim stammend, stand nach Fessler der „Lokalmatador“ auf der Kelter-Bühne zusammen mit Anna-Lena Schnabel, Saxophon und Querflöte sowie Bodek Janke am Schlagzeug. Anna-Lena Schnabel ist mit dem Jazz-Echo 2017 in der Kategorie „Newcomer“ ausgezeichnet und Janke war bereits einmal mit dem Pianisten Kristjan Randalu in der Bahnbrücker Kelter. Tilman Oberbeck erfüllte sich mit dieser Instrumenten-Besetzung einen, wie er sagte, „schon lang gehegten Wunsch. - Ich wollte die Kraft des Saxophons mit dem Klang des Kontrabasses und dem Rhythmus des Schlagzeugs kombinieren.“ Diese Art von Musik sei für ihn Freiheit, wo man mit Klängen experimentiere und jeder seine Stärken einbringe. Anna-Lena Schnabel brillierte mit großartiger Technik auf dem Saxophon in den höchsten Tonlagen wie ein Signalsirene und tief unten wie ein Schiffshorn. Tilman Oberbeck war stets hochkonzentriert am Bass, ob gezupft oder gestrichen. Er brachte den warmen Ton des Kontrabasses mit dem Bogen zum Schwingen, dass er hoch hinaus bis unter das Dach der Kelter stieg und wuselte mit den Fingern in hohem Tempo über die Saiten. Bodek Janke kombinierte sehr geschickt Percussion-Instrumente, „mein Geraschel“, wie er es nannte, mit den Becken, Toms und Trommeln des Schlagzeugs. So sorgte er nicht nur für Rhythmus und Drive, sondern fügte auch seine spezifischen Töne und Klänge in das Gesamtgefüge ein. Das Publikum war begeistert und dankte allen Künstler mit lang anhaltendem Applaus. Die Musiker selbst sagten: „Danke, dass wir uns hier vor vollem Haus ausprobieren durften.“
Mit diesem Konzert endete in Kraichtal ein Festival, das die Zuhörer begeistert feierten und bei dem die Musiker wegen des persönlichen Charmes und der besonderen Konzertorte gerne auftreten. Thomas und Beate Biel sei Dank, war von den Künstlern immer wieder zu hören. Die beiden haben mit ihrer Begeisterung für den Jazz und mit unermüdlicher Energie über viele Jahre hinweg das Festival zu dem hohen Ansehen gebracht, das es heute in der Szene hat.

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E-Mail: mail(@)muks-bruchsal.de
Weitere Infomationen auch auf www.kraichgaujazz.de