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Anmeldung und Beurkundung der Geburt

Die Beurkundung der Geburt erfolgt beim Standesamt des Geburtsortes. Das heißt, wenn das Kind beispielsweise in Bruchsal im Krankenhaus geboren wurde, ist das Standesamt Bruchsal für die Beurkundung zuständig.

 

Anzeigepflicht und Anzeigefrist

  • Die Geburt ist innerhalb einer Woche beim zuständigen Standesamt anzuzeigen. Fällt das Fristende auf einen Sonntag oder Feiertag, so verlängert sich die Frist auf den folgenden Werktag.

  • Eine Totgeburt ist spätestens am dritten auf die Geburt folgenden Werktag anzuzeigen.

  • Die Hausgeburt muss persönlich von einem Elternteil oder einer anderen Person, die bei der Geburt zugegen war, beim Standesamt angezeigt werden.

  • Die Krankenhäuser zeigen die Geburten schriftlich an. Für die Geburtsbeurkundung kann bereits im Krankenhaus eine schriftliche Geburtsanzeige ausgefüllt werden und die erforderlichen Unterlagen können abgegeben werden.

Erforderliche Unterlagen

Die erforderlichen Unterlagen für die Geburtsbeurkundung können vom Familienstand, der Staatangehörigkeit und den persönlichen Umständen abhängen. Alle Unterlagen sind im Original vorzulegen.

  • Ärztliche Bescheinigung oder Bescheinigung der Hebamme über die Geburt (Hausgeburt)

  • Personalausweis/e oder Reisepass/Reisepässe der Mutter bzw. der Eltern oder ein anerkannter Passersatz

  • wenn die Eltern verheiratet sind

  • Beglaubigter Ausdruck aus dem Eheregister

    oder

  • Geburtsurkunden und die Eheurkunde der Eltern

  • Bei Eheschließung im Ausland: Internationaler Auszug aus dem Heiratseintrag oder Heiratsurkunde mit Übersetzung und ggf. Überbeglaubigung

  • wenn die Mutter ledig ist

  • Geburtsurkunde der Mutter

  • wenn die Mutter geschieden oder verwitwet ist

  • Beglaubigter Ausdruck aus dem Eheregister

    oder

  • Geburtsurkunde und Eheurkunde der Mutter sowie ein rechtskräftiger Scheidungsbeschluss bzw. eine Sterbeurkunde

  • wenn die Eltern nicht miteinander verheiratet sind

     und die Vaterschaft bereits anerkannt wurde oder vor Beurkundung der Geburt anerkannt werden soll

  • Beglaubigte Abschrift der Vaterschaftsanerkennung

  • Geburtsurkunde des Vaters

  • Bei ausländischen Eltern

  • Nachweis über den Aufenthaltstitel, um den Erwerb der deutschen Staatsangehörigkeit für das Kind nachzuweisen

  • Ausländische Urkunden

  • Sind mit einer Übersetzung vorzulegen, die durch einen in Deutschland zugelassenen Urkundenübersetzer vorgenommen wurde.

  • Bedürfen in der Regel einer Überbeglaubigung

Das Standesamt kann die Vorlage weiterer Urkunden verlangen, wenn dies zum Nachweis von Angaben erforderlich ist.

Gebühren

Die Beurkundung der Geburt ist gebührenfrei. Sie erhalten einmalig drei kostenlose Geburtsurkunden für die Beantragung des Elterngeldes, des Kindergeldes und des Mutterschaftsgeldes. Jede weitere Geburtsurkunde kostet 12 €.

Kontakt

Stadt Kraichtal
Rathausstraße 30
76703 Kraichtal-Münzesheim
07250 77-0
07250 77-75
E-Mail schreiben