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Interkommunales LEADER-Projekt „Wanderwege-Kraichgau“ Angelbachtal, Kraichtal (Projektträgerin), Kürnbach, Oberderdingen, Sulzfeld, Zaisenhausen und Zuzenhausen

Im Rahmen des Projektes sollen etwa 200 Kilometer Wanderwege in den beteiligten Kommunen erschlossen und mit einem professionellen System einheitlich beschildert werden, mit dem Ziel – gemeinsam mit parallel laufenden Wanderwegeprojekte im Naturpark-Stromberg sowie des Kraichgau-Stromberg-Tourismusvereins - die Region als Wander- und Ausflugsziel zu stärken.

Projekt 1: Das Beschilderungskataster, also die genaue Auflistung der Beschilderungsstandorte sowie Schilderanzahl, wird von einer Fachfirma erstellt. Für die entstehenden Kosten wurden LEADER-Mittel eingeworben und bewilligt.

Projekt 2: In einem zweiten Projekt sollen ebenfalls LEADER-Mittel für die Umsetzungskosten eingeworben werden.

Presseberichte

Veröffentlichung vom Oktober 2019: Umsetzung LEADER-Wanderwegeprojekt Kraichgau

Kraichtaler Gemeinderat beschließt Auftragsvergabe
Jahrelange Planungen, zahlreiche Sitzungen, stapelweise Unterlagen, soweit der bisherige Arbeitsstand des interkommunalen Wanderwegeprojekts von den acht Kraichgau-Kommunen Angelbachtal, Kraichtal, Kürnbach, Oberderdingen, Sinsheim, Sulzfeld, Zaisenhausen und Zuzenhausen.
Mit gestriger Gemeinderatssitzung der Stadt Kraichtal, die die Trägerschaft für das LEADER-geförderte Projekt innehat, konnte ein entscheidender Schritt getan werden. Einstimmung wurde der Zuschlagsbeschluss gefasst, dem wirtschaftlichsten Bieter in der losweisen öffentlichen Ausschreibung „Produktion/Lieferung Wanderwegebeschilderung, Montage der selbigen in den Gebieten Süd und Nord, z.T. mit Pfostensetzen, und z.T. Montage von Infotafeln“ den Auftrag zu vergeben.
Dabei erhielt die Firma Schilder-Technik Paschold GmbH aus Kulmbach in allen drei Losen den Zuschlag.
Schon im Juli konnte der erste Leistungsblock, die grafischen Arbeiten, die im Rahmen des LEADER-Projektes umgesetzt werden, an die Werbeagentur Aufwind aus Malterdingen vergeben werden. Und  es wurde schon fleißig gearbeitet: Ein Logo für die künftigen Wanderbahnhöfe Kraichgau wurde entwickelt, die ersten Infotafeln grafisch erarbeitet und ein Entwurf zur Broschüre, die rund um die neuen „Wanderbahnhöfe Kraichgau“ informiert und in großen Stückzahlen in den Ballungsgebieten Rhein-Neckar und Karlsruhe verteilt wird, liegt der Projektleitung in Kraichtal auch schon vor.  
In den kommenden Monaten wird das Projekt auch draußen sichtbar, so dass dann ab Frühjahr 2020 auf den frisch beschilderten Wanderwegen gewandert werden kann. Und dies am besten umweltfreundlich und ganz bequem ab einem der neu ausgewiesenen „Wanderbahnhöfe Kraichgau“.
Für Fragen rund um das LEADER-Projekt „Wanderwege-Kraichgau - Umsetzung“ wenden Sie sich an die Stadt Kraichtal, Steuerung und Marketing, Sarah Nobel, 07250 77-88, E-Mail: s.nobel(@)kraichtal.de

Veröffentlichung vom März 2019: Startschuss für LEADER-Projekt Wanderwege-Kraichgau

Umsetzung der einheitlichen Wanderwegebeschilderung kann beginnen
Das schöne „Land der 1 000 Hügel“ und die „Sinsheimer Erlebnisregion“ sollen mehr und mehr Wandergäste anlocken. Dies will mit einer neuen und einheitlichen Wanderwegebeschilderung erreicht werden. Hierfür wurden LEADER-Fördermittel beantragt, die nun bewilligt sind.
Gut ein Jahr ist es her, dass der LEADER-Auswahlausschuss im Bürgerhaus im Kraichgauer Mühlhausen für das Wanderwege-Projekt der acht Kraichgau-Kommunen Angelbachtal, Kraichtal, Kürnbach, Oberderdingen, Sulzfeld, Sinsheim, Zaisenhausen und Zuzenhausen „grünes Licht erteilt hat“. Mitte März diesen Jahres wurden nun auch seitens der zuständigen Behörde die beantragten Fördermittel bewilligt. Damit ist das Ziel, im Kraichgau ein gut aufbereitetes Wanderwegenetz vorweisen zu können, in greifbare Nähe gerückt.
Seit Beginn der Planungen im Jahr 2016 wurden von Fachbüros rund 3 000 Katasterblätter erstellt, die die Planungsgrundlage für eine einheitliche Wanderwegebeschilderung darstellen. Sieben der acht Kommunen ließen ihre Beschilderungskataster im Rahmen eines vorangestellten LEADER-Projekts ausführen. Die Kataster beinhalten die detaillierte Ausarbeitung für jeden Markierungsstandort, in der aufgeführt wird, welches Schild mit welchen Inhalten an diesem Standort hängen und wie und wo das betreffende Schild befestigt werden soll. Etwa 3 400 Zwischenwegweiser und 750 Hauptwegweiser wurden somit inhaltsgenau und standortspezifisch geplant. Seit der Befürwortung des Projektes durch den Auswahlausschuss mussten diese umfassenden Katasterunterlagen noch eingehend von den Kommunen geprüft und freigegeben werden, Abstimmungen mit Grundstückseigentümern erfolgen, Genehmigungen der Fachbehörden eingeholt werden und, und, und …! Erst anschließend konnte die für das Gesamtprojekt federführende Stadt Kraichtal den umfangreichen Fördermittelantrag einreichen. Nach Prüfung des Antrages durch das Regierungspräsidium Karlsruhe wurden nun auch offiziell die Fördermittel, die sich aus dem EU-Topf LEADER (Liaison Entre Actions de Développement de l‘Économie Rurale“. Übersetzt: Verbindung zwischen Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft) und Landesmitteln zusammensetzen, mit einem Volumen von 272.000 € bewilligt, so dass die Partnerkommunen rund 400 Kilometer Wanderwege einheitlich ausschildern können.
Die neue Beschilderung fügt sich in das Vorbildprojekt des Kraichgau-Stromberg-Tourismusvereins ein, der bereits in den vergangenen Wintermonaten einzelne Rundtouren in der ganzen Region ausgeschildert hat. Das schwarzgelbe Beschilderungssystem, das sowohl durch den Tourismusverein als auch im LEADER-Projekt angewendet wird, orientiert sich an der Beschilderungssystematik der Wanderwege im Naturpark Schwäbisch-Fränkischer-Wald, die auch im Heilbronner Land und in der Region des 3-B Tourismus sowie im Naturpark Stromberg-Heuchelberg genutzt wird. Damit wird künftig ein größeres Gebiet im nördlichen Baden-Württemberg eine einheitliche Wanderwegebeschilderung aufweisen können.
Die Wegweiser und quadratischen Markierungszeichen können bis zu vier Tourenlogos aufnehmen. Auf den Hauptwegweisern werden wichtige Zielpunkte kilometergenau aufgeführt. Damit wird Wanderern künftig neben der grundlegenden Orientierung auch aufgezeigt, wo die nächste Sehenswürdigkeit, der nächste Bahnhof oder eine Ortschaft mit gastronomischen Angebot zu finden ist. Viele der in der Beschilderung aufgeführten Ziele - man spricht auch von so genannten POIs (Points of Interest. Übersetzt: Orte, die von Interesse sind) - sind zusätzlich mit Piktogrammen ausgestattet, um die Wegweisung so einfach wie möglich zu halten.
Durch die Zielwegweisung entsteht ein erster unmittelbarer touristischer Mehrwert. Denn wanderte man in der Vergangenheit vielleicht an einer Ausflugsgaststätte oder Sehenswürdigkeit geradewegs vorbei, wird man nun über die Beschilderung darauf aufmerksam gemacht und möglicherweise dazu bewegt, beispielsweise eines der zahlreichen Museen in der Region zu besuchen, in eine nahegelegene Ausflugsgaststätte einzukehren oder eine der vielen Burgen zu besichtigen. Langfristig verspricht man sich, dass sich durch die professionelle Beschilderung die Region „Kraichgau-Stromberg“ in den kommenden Jahren als Wander- und Ausflugsziel immer mehr etablieren wird. Mit seinen sprichwörtlich „1 000 Hügeln“ hat der Raum, der im Norden durch den Odenwald, im Osten vom Neckartal, im Süden durch den Schwarzwald und im Westen durch die Oberrheinische Tiefebene umrahmt wird, einiges zu bieten. Das gute Klima und die fruchtbaren Böden sind vermutlich der Grund, dass diese Region zu den ältesten Kulturräumen in Europa zählt. Hier gedeihen eine Vielzahl von Reb- und Obstsorten, unzählige mittelalterliche Bauten können bestaunt werden, geheimnisvolle Hohlwege lassen sich entdecken und pittoreske Dörfer schmiegen sich idyllisch in sanften Täler.
Künftig auch ausgestattet mit einer verlässlichen Wanderwegebeschilderung, gibt es nun noch einen Grund mehr, die Region zu erkundschaften. Und dies auf einfache Art und Weise. Denn mit der neuen Beschilderung soll künftig auch der Einstieg in die Wanderung erleichtert sein: An ausgewählten Orten werden Wanderübersichtstafeln errichtet, die das Wanderwegenetz, Tourenempfehlungen und wichtige POIs aufzeigen. Zusätzlich wurden einzelne Bahnhöfe als „Wanderbahnhöfe“ ausgewählt, von denen Touren bequem erwandert werden können. Die Initiatoren unterstützen mit dem Konzept „Wanderbahnhof“, dass Wandergäste, die aus den umliegenden Ballungsgebieten kommen, nicht nur unkompliziert, sondern auch umweltfreundlich in die neue Wanderregion gelangen können.    
Die Rundtouren des Kraichgau-Stromberg-Tourismusvereins werden in den kommenden Monaten von den Kommunen feierlich eröffnet. Mit der Fördermittelgewährung werden nun weitere Wanderwege folgen, die im Rahmen des LEADER-Projektes realisiert werden können. Einige der durch LEADER geförderten Wanderwege sind nur einzelne Wegeabschnitte, die bereits ausgeschilderte Touren miteinander vernetzen; andere Abschnitte stellen ganze Netze inklusive abwechslungsreichen Wanderrundtouren bereit.
Manch aufmerksamen Wanderer wird in den kommenden Monaten auffallen, dass nach und nach ein immer vollständigeres Wandwegenetz in der Region entsteht. Es lohnt sich allemal, die Entwicklungen im Blick zu behalten.
Für Informationen zum Projekt „Wanderwege Kraichgau - Umsetzung“ wenden Sie sich an die Stadt Kraichtal, Sachgebiet Steuerung und Marketing, Sarah Nobel, Rathausstraße 30, 76703 Kraichtal, Tel. 07250 77 88, E-Mail: s.nobel(@)kraichtal.de
Für Informationen zu LEADER wenden Sie sich an
Geschäftsstelle LEADER Kraichgau
Dorothee Wagner, Schlossstraße 1
74918 Angelbachtal 07265 912021
E-Mail: wagner(@)kraichgau-gestalte-mit.de
www.kraichgau-gestalte-mit.de
Für Informationen zum Wandern im Kraichgau-Stromberg wenden Sie sich an Kraichgau-Stromberg Tourismus e. V.,  Mareike Gerz, Melanchthonstraße 3, 75015 Bretten, 07252 963325, E-Mail: gerz(@)kraichgau-stromberg.de
www.kraichgau-stromberg.de

Veröffentlichung vom Februar 2018: Ein „Ja“ vom LEADER-Auswahlausschuss zum interkommunalen Wanderwegeprojekt im Kraichgau

Auch Umsetzungskosten können über LEADER-Mittel gefördert werden
Das gemeinschaftliche Projekt der Kommunen Angelbachtal, Kraichtal, Kürnbach, Oberderdingen, Östringen, Sinsheim, Sulzfeld, Zaisenhausen und Zuzenhausen hat eine weitere Hürde genommen. Die bereits über LEADER geförderten Planungsarbeiten für eine einheitliche  Wanderwegebeschilderung befinden sich aktuell in den finalen Zügen, und nun erhielt das Großprojekt die Zusage des Auswahlausschusses für weitere LEADER-Fördermittel, um auch die Umsetzung mit EU- und Landes-Förderung finanzieren zu können. Auf insgesamt 500 Kilometern sollen die Kraichgauer ein durchgängig beschildertes Wanderwegenetz und an ausgewählten Standorten Wanderübersichtstafeln bekommen, was nicht nur Einheimische, sondern auch Ausflugsgäste freuen wird. „Das neue Beschilderungssystem beinhaltet eine so genannte Zielwegweisung, was im Kern der touristische Mehrwert einer solchen  Beschilderung ist“, verdeutlicht Touristikerin Sarah Nobel, die stellvertretend für die Stadt Kraichtal - Trägerin des Projekts - die Maßnahme vor dem LEADER-Auswahlausschuss vorstellte. „An signifikanten Stellen werden Wanderer auf wichtige Ziele in der Umgebung hingewiesen, dies können Sehenswürdigkeiten, Bahnhöfe, Restaurants oder auch Naturschutzgebiete sein. Wenn dann der ein oder andere Euro durch einen Besuch im Restaurant oder im Museum in der Region gelassen wird, ist das ein gewollter Effekt und wir haben einen Schritt in die richtige Richtung gemacht, um den Wirtschaftsfaktor Tourismus in der Region zu stärken.“ Nach der Zusage des Ausschusses, können nun Mittel aus EU und Land im Kraichgau zur Anwendung kommen. Durch einen Eigenanteil investieren aber auch die Kommunen deutlich in die touristische Infrastruktur. Insgesamt wird das Projekt rund 600.000 € kosten, mit den Fördermitteln reduziert sich der kommunale Anteil auf etwa die Hälfte. „Die Wanderwege-Infrastruktur stellt im Kraichgau gewissermaßen die Basis dar, auf der die gesamte touristische Entwicklung fußt. Denn die Region ist ein Top-Naherholungsziel für die umliegenden Ballungsgebiete, gerade als Wanderdestination. Eine einzigartige Kulturlandschaft, mit unverbauten Weitblicken von den „1.000“ Hügeln, urige Besenwirtschaften, Hofcafés und Landgastronomie, Kulturevents mit Charme und die optimale Erreichbarkeit mit weniger als einer Stunde Anfahrt aus den Ballungsgebieten, das sind beste Voraussetzungen, um sich als Wanderziel etablieren zu können. Essentiell ist es jedoch, eine gute Wanderwegebeschilderung bereitzustellen,“ betont Sarah Nobel. Neben der deutschlandweiten Vermarktung ausgewählter Top-Rundwanderwegen, die aktuell über den Kraichgau-Stromberg-Tourismusverein erarbeitet werden, wird ein Marketingkonzept in Kooperation mit dem ÖPNV die neu geschaffene Wanderwegebeschilderung gezielt in den nahgelegenen bevölkerungsstarken Ballungsgebieten bekannt machen. „Wir sind schon relativ weit in der Planung und können davon ausgehen, dass die neue Beschilderung und das Marketingkonzept ihre Effekte zeigen und viele Tagesausflügler und Wanderer in die Region bringen werden“, zeigt sich die Touristikerin positiv.

Wanderwegeplaner Hans- Georg Sievers erstellt Wanderwegebeschilderungskataster für interkommunales LEADER-Projekt

Erstes Treffen der Partnerkommunen anlässlich Projektstart - Veröffentlichung im Juli 2017
„Lassen Sie uns schon heute anfangen!“, war das Motto, unter dem die erste Sitzung des interkommunalen LEADER-Projekts  einberufen wurde. Und so konnten am vergangenen Montag bereits konkrete Fragen mit Wanderwegeplaner Hans-Georg Sievers besprochen werden, der in den nächsten Monaten die Beschilderungskataster in Angelbachtal, Kraichtal, Kürnbach, Oberderdingen, Sulzfeld, Zaisenhausen und Zuzenhausen erstellen wird.
In der ersten Sitzung der Projekt-Arbeitsgruppe stellte sich Herr Sievers vor, der mit seinem Planungsbüro für Wandertourismus zahlreiche Erfahrungen aus ähnlichen Projekten mitbringt. In seiner Präsentation erläuterte er seine Arbeitsweise und die Systematik, nach der ein Beschilderungskataster erstellt wird. „Unterschieden werden Wegweiser von Markierungszeichen“, verdeutlichte der Planer. Wegweiser beinhalten mindestens eine Zielangabe, inklusive  Entfernungsangabe und Piktogrammen sowie Logos der Wanderwege, die den betreffenden Standort passieren. Markierungszeichen zeigen dem Wanderer an, dass er sich auf dem richtigen Weg befindet und werden meist an kleinen Abzweigungen verwendet. Im Kraichgau existiert derzeit nur bruchstückweise eine Wanderwegeausweisung, die weitestgehend einzig durch Markierungszeichen sichtbar ist.
„In der Theorie könnte man ein Beschilderungskataster auch anhand eines Wegeplans am Computer erstellen, jedoch geht das in der Praxis nicht auf“, betont Sievers. Nur vor Ort kann festgestellt werden, wo ein neuer Standort für ein Schild Sinn macht und möglich ist. Denn es kommt immer wieder vor, dass bereits Befestigungspfosten vorhanden sind oder aber neue errichtet werden müssen. Zudem kann es sein, dass aufgrund der Beschaffenheit des Bodens eine Pfostensetzung nicht funktionieren würde, weil beispielsweise das Gelände plötzlich abfällt. Daher ist es unabdingbar, dass ein Wegeplaner alle Strecken kennt und vor Ort für jeden Standort sämtliche Daten erfasst, die für die Umsetzung notwendig sind. Ein gutes Kataster beinhaltet je Standort ein eigenes Katasterblatt, das, neben der genauen geographischen Verortung, auch Fotos des Standortes und genaue Angaben zu den Inhalten der Wegweiser aufführt. „Erst nach Fertigstellung des Beschilderungskatasters können die zuständigen Fachbehörden wie Umwelt-/Naturschutz- und Forstbehörden Einzelstandorte prüfen und freigeben“, weiß Touristikerin Sarah Nobel, die für die Projektträgerin Stadt Kraichtal die Leitung übernommen hat. Ziel ist es, eine durchgängige und gut gemachte Wanderwegebeschilderung zu schaffen, die neben einer Aufwertung der touristischen Infrastruktur auch eine Besucherlenkung im Sinne des nachhaltigen Wandertourismus darstellt. Besucher sollen Einblick in die Natur haben, ohne in diese einzugreifen.
In den sieben LEADER-Projektpartnerkommunen wird nun die  essentielle Basis geschaffen und intensiv an der Erstellung der Beschilderungskataster gearbeitet.
Für Fragen rund um das LEADER-Projekt „Wanderwege-Kraichgau - Katasterstellung“ wenden Sie sich an die Stadt Kraichtal, Stadtmarketing und Tourismus, Sarah Nobel, 07250 77-88, E-Mail: s.nobel(@)kraichtal.de

Grünes Licht für sieben Kraichgau-Kommunen

Planungsarbeiten für Wanderwegebeschilderung können mit EU-LEADER-Fördermitteln umgesetzt werden - Veröffentlichung im Mai 2017
Zuletzt hörte man wenig vom LEADER-Wanderwege-Projekt der sieben Kraichgau-Kommunen Angelbachtal, Kraichtal, Kürnbach, Oberderdingen, Sulzfeld, Zaisenhausen und Zuzenhausen. Meldungen über die Fördermittelzusage von Landesmitteln für die Rundwanderwege des regionalen Tourismusvereins (Kraichgau-Stromberg-Tourismus e. V.) und des „Wanderdreiklangs“ im Naturpark-Stromberg-Heuchelberg waren erst kürzlich in der Presse (13. April 2017). Nun, nach der ersten Zusage durch den LEADER-Kraichgau-Auswahlausschuss am 21. Juli 2016 und einem dreiviertel Jahr Vorbereitung, mit einer Fülle von zu bewältigenden formellen Herausforderungen, ist es offiziell: Auch die restlichen Wanderwege in den beteiligten sieben Kommunen können mit Fördergeldern realisiert werden. Denn die Fördermittelzusage des EU-Förderprogramms „LEADER“ für ländliche Regionen ist auch von behördlicher Seite erteilt worden. Bestandteil dieses LEADER-Projekts ist, dass nun alle Wanderwege auf den betreffenden Gemarkungsflächen, die nicht in die Planungen des Tourismusvereins eingeschlossen wurden (dies betrifft etwa 200 Kilometer Wanderwege), für die spätere einheitliche Beschilderung in einem so genannten „Kataster“ erfasst werden. Konkret bedeutet dies, dass anhand einer detaillierten kartographischen Planung alle künftigen Schilderstandorte festgelegt werden. Diese Planungsmaßnahme dient der Vorbereitung für ein zweites LEADER-Projekt, in dem anschließend Fördergelder für die Umsetzungskosten beantragt werden sollen. Für das erste LEADER-Projekt hat die Stadt Kraichtal die Trägerschaft übernommen. „Nur mit einer genauen Zahl, wie viel Material wir tatsächlich brauchen, können wir den LEADER-Förderantrag für die Umsetzungskosten stellen. Denn eine reine Schätzung der Umsetzungskosten ist laut LEADER-Vorgaben nicht möglich,“ weiß Sarah Nobel, Touristikerin der Stadt Kraichtal. Erst mit Abschluss des ersten Projekts „Katastererstellung“ kann also das zweite Projekt „Umsetzung“ beantragt werden. Bis die Wanderwegebeschilderung draußen zu sehen ist, wird noch einige Zeit vergehen. „Das LEADER-Verfahren ist zwar höchst komplex und langwierig, aber ein wichtiges Instrument der langfristigen Entwicklung von ländlichen Regionen,“ führt die Touristikerin aus. „Die Wanderwege-Infrastruktur stellt im Kraichgau gewissermaßen die Basis dar, auf der die gesamte touristische Entwicklung fußt. Denn die Region ist ein Top-Naherholungsziel für die umliegenden Ballungsgebiete, gerade als Wanderdestination. Um sich jedoch als Wanderziel etablieren zu können, ist es essentiell, eine gute Wanderwegebeschilderung bereitzustellen,“ betont Sarah Nobel. Diesem Ziel nähert sich das schöne Hügelland zwischen Heilbronn, Metropolregion Rhein-Neckar und Karlsruhe zunehmend. Mit vereinten Kräften arbeitet man sowohl im Büro des Kraichgau-Stromberg-Tourismusvereins in Bretten als auch im Kraichtaler Rathaus daran, die bruchstückhafte Wanderwegebeschilderung zu verbessern.
Es ist bekannt, dass touristische Maßnahmen in kommunalen Verwaltungen häufig als „Kür“ betrachtet und nur sehr begrenzt Mittel zur Finanzierung dieser Maßnahmen bereitgestellt werden. Rückläufige Umsatzzahlen in den landwirtschaftlichen Betrieben und zunehmende Abwanderung der jungen Bevölkerung in Metropolen zeigen, dass der Tourismus langfristig für die Gesamtentwicklung einer ländlichen Region eine wichtige Chance darstellt. Dies haben Land und EU erkannt und Förderprogramme wie das Landesprogramm „Tourismus-Infrastruktur-Förderung“ oder das EU-Programm LEADER bereitgestellt, um die Kommunen, die bereits durch kurz- und mittelfristige Themen ausgelastet sind, hier zumindest finanziell zu entlasten. „Wir gehen davon aus, dass mit einer guten Wanderwegebeschilderung und einem findigen Marketingkonzept immer mehr Erholungssuchende in unsere wunderschöne Landschaft kommen, die wirtschaftliches Wachstum mit sich bringen,“ resümiert die studierte Touristikerin. „Der touristische Gast kauft gerne regionale Produkte, isst gerne lokale Spezialitäten, besichtigt historische Bauten und nimmt klassische Angebote wie geführte Wanderungen oder Events mit regional-kultureller Aufmachung wahr. In zunehmend abstrakter werdenden, hochtechnisierten Lebensbedingungen suchen Menschen gerade in ihrer Freizeit nach Entschleunigung, Rückkehr zur Natur und „echten“ Erfahrungen. Bei einer Weinwanderung etwas über Weinanbau zu erfahren, an Erdbeerfeldern vorbei zu flanieren und den Duft der reifen Erdbeeren zu riechen und danach im Hofcafé einzukehren, das sind Erlebnisse, die heute touristisch immer mehr nachgefragt werden.“ Dass dabei der ein oder andere Euro in der Destination bleibt, ist das pragmatische Ziel der kommunalen Tourismusarbeit. Dort, wo sich Gäste wohl fühlen, fühlen sich auch Bürger wohl - das ist das ideelle Ziel. Wer lebt nicht gerne dort, wo andere Urlaub machen …!
Tourismusentwicklung lebt nicht nur von „harten“ Fakten, wie der Qualität der Infrastruktur, sondern auch von Gastfreundschaft und qualitativen touristischen Angeboten. Besuchen Sie die touristische Homepage Kraichtals www.kraichtaler.com, um einen Überblick über das aktuelle touristische Angebot zu erhalten. 
Die Stadtverwaltung Kraichtal bietet für Kraichtaler, die in Kraichtal ihr touristisches Angebot verbessern möchten oder touristische Kooperationen suchen, im Rathaus in Münzesheim eine fachliche Beratungsstelle an. Bei Interesse wenden Sie sich an: Sarah Nobel, Stadt Kraichtal, Rathausstr. 30, 76703 Kraichtal, 07250 77-88, s.nobel(@)kraichtal.de

Kraichtaler Gemeinderat stimmt Wanderwege-Planungen zu

Interkommunales LEADER-Projekt erhält grünes Licht von allen Fraktionen - Veröffentlichung im September 2016
Am vergangenen Mittwoch, 21. September, stimmte der Kraichtaler Gemeinderat den Planungen der Touristikerin Sarah Nobel rund um die Aufbereitung der Wanderwege zu. Zentraler Bestandteil der Konzeption ist ein interkommunales Projekt mit Angelbachtal, Kürnbach, Oberderdingen, Sulzfeld, Zaisenhausen und Zuzenhausen unter Trägerschaft der Stadt Kraichtal, für das EU-LEADER-Mittel beantragt wurden. Bereits im Juni wurde der Projektantrag bei der Geschäftsstelle des LEADER-Kraichgau-Vereins eingereicht. Im Juli befürwortete der LEADER-Auswahlausschuss die Vergabe von EU-Mitteln an das Projekt, das die durchgängige Beschilderung des Wanderwegenetzes in den beteiligten Kommunen zum Ziel hat.
Das Wanderwegenetz in der Region ist geprägt von unterschiedlichen und veralteten Beschilderungssystemen. Dem entgegenzuwirken laufen zurzeit Wanderwegekonzeptionen in Bruchsal, im Naturpark Stromberg-Heuchelberg und ein kooperatives Projekt des Tourismusvereins Kraichgau-Stromberg, durch das einzelne „Top“ Wanderwege der gesamten Region ausgeschildert und gebündelt vermarktet werden sollen. In Östringen soll - ebenfalls mit LEADER-Mitteln gefördert - ein Geolehrpfad entstehen. In Sinsheim wurde bereits die Katastererstellung begonnen.
Diese vielen Planungen ziehen gemeinsam am gleichen Strang mit dem Vorsatz, eine deutliche Aufwertung der Destination Kraichgau-Stromberg für den Wandertourismus zu erreichen. Schon lange wissen Bewohner der umliegenden Ballungsgebiete Rhein-Neckar, Karlsruhe, Pforzheim, Heilbronn, dass das „Land der tausend Hügel“ ein attraktives und nahegelegenes Erholungsgebiet für das Wochenende und Tagesausflüge bietet. Nicht nur die schöne Natur lässt sich per Rad oder zu Fuß erkunden, sondern auch kulturelle Angebote, Veranstaltungen und Sehenswürdigkeiten sowie abwechslungsreiche Gastronomie und einzigartige Freizeitangebote überzeugen Ausflügler. Bislang jedoch fehlte es an einer guten und durchgängigen sowie einheitlichen Wanderwegebeschilderung. Wer heute in der Region wandern möchte, sollte gut vorbereitet sein: Routen müssen vorab recherchiert werden, wer auf Nummer sicher gehen will, druckt sich die Routenführung zuhause aus, um sich auch bei lückenhafter oder fehlender Beschilderung orientieren zu können. Manch einer wandert, keine 100 Meter entfernt, unwissentlich an einer Sehenswürdigkeit vorbei. Dies soll sich ändern, denn wichtiger Bestandteil der neuen Beschilderung sind so genannte Haupt-Wegweiser, auf denen der Wanderer auf die nahegelegene Umgebung und sehenswerte Orte hingewiesen wird, auch wenn diese nicht direkt an der Wanderroute liegen. „Daraus entsteht ein touristischer Mehrwehrt, der über die eigentliche Orientierungsfunktion hinausgeht“, so Touristikerin Sarah Nobel.
Infrastrukturelle Maßnahmen verursachen bekanntlich spürbare Kosten. Beispielsweise liegen die Gesamtkosten für die Wanderwege auf Kraichtals Gemarkung bei rund 90.000 €, die sich durch LEADER-Fördermittel etwa halbieren. Die zahlreichen Kriterien, die für die Bewilligung der Förderung erfüllt werden müssen, und die strengen Vorgaben, die eingehalten werden müssen, erfordern nicht nur einen erheblichen zeitlichen, sondern auch personellen Aufwand. In den kommenden Monaten wird die Stadtverwaltung Kraichtal die Aufgaben, die die Trägerschaft mit sich bringt, umsetzen. Auch die Projektpartnerkommunen sind in der Pflicht. Lokale Maßnahmen und Absprachen bleiben in der Hand der jeweiligen kommunalen Verwaltungen. Zusammengenommen sollen nun im Rahmen des Projektes gute 200 Kilometer Wanderwege in den beteiligten Kommunen erschlossen und mit einem professionellen System beschildert werden. Projekte wie diese können nicht von heute auf morgen umgesetzt werden. Die Umsetzung erfolgt in zwei Schritten. Im ersten geht es darum, das Kataster (die genaue Auflistung der Beschilderungsstandorte sowie Schilderanzahl) von einer Fachfirma erstellen zu lassen. Im zweiten Schritt sollen im Rahmen eines Folgeprojektes LEADER-Mittel für die Umsetzungskosten eingeworben werden.
Vor gut 80 Jahren wurde die Deutsche Weinstraße gegründet und als touristisches Ziel entwickelt. In der Pfalz ist der Tourismus zur identitätsstiftenden Ressource und zum zentralen Wirtschaftsfaktor geworden. Auf der gegenüberliegenden Seite des Rheins befindet man sich hinsichtlich der touristischen Entwicklung ganz am Anfang. Das geplante Wanderwegenetz ist ein Grundstein, von dem auch Dienstleister wie Übernachtungsbetriebe, Freizeitanbieter, Gastronomie und Einzelhandel profitieren werden, denn „Wo sich’s gut wandern lässt, lässt sich’s auch gern verweilen.“
Informationen zu LEADER-Förderungen erhalten Sie unter www.leader-kraichgau.de

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