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Münzesheim

Aus der Geschichte Münzesheims

Wappen von Münzesheim
Wappen von Münzesheim
Jahreszahlen
822 Erste urkundliche Erwähnung von Muncinesheim im Lorscher Codex. Der Ortsname ist als "Heim des Munzo" zu deuten. Weitere Schreibweise: Muntzesheim (1294), Müntzißheim (1432).
Ende 12. Jhd.  Der Ort fällt an die Grafen von Eberstein. Die Herren von Münzesheim erhalten den Ort als Lehen. 
1283 Mit zahlreichen anderen Gütern der Grafschaft Eberstein kommt Münzesheim durch Kauf an Markgraf Rudolf von Baden, dem Schwager des Otto von Eberstein. 
1326 Der Ortsadel (Herren von Münzesheim) stirbt im 13. Jahrhundert aus. An ihrer Stelle erhält die Familie der Hofwarte von Kirchheim Münzesheim als badisches Lehen.  
1353 In die Fehde zwischen Eberhard von Sickingen und der Stadt Speyer ist auch Raban Hofwart von Kirchheim verstrickt. Münzesheim wird von speyerischen Söldnern geplündert, die Burg zerstört.
1520 Bau der St. Martin-Kirche.
1525 Im Bauernkrieg wird auch das Münzesheimer Schloss geplündert.
1537 Die Gemeinde zählt 528 Einwohner, darunter auch Juden.
1556 In Baden-Durlach wird die Reformation eingeführt. Johannes Hoppes ist erster evangelischer Pfarrer im Ort.
1615 M. Unrein ist als erster Schulmeister in Münzesheim erwähnt.
1641 Infolge des 30-jährigen Krieges zählt die Gemeinde nur noch 15 Einwohner. 
Um 1650  Starke Zuwanderungen, vor allem aus der Schweiz (Mannherz, Wilser, Burkhardt u. a. m.).
1675 Mit dem Tod Johann Philipps erlischt das Geschlecht der Hofwarte. Markgraf Friedrich von Baden belehnt seine außerehelichen Söhne Friedrich und Johann Bernhard. 
1689 - 92  Die Gemeinde leidet unter dem Pfälzischen Erbfolgekrieg (1688-97). Durch vorbeiziehende französische Truppen werden 28 Bürger getötet. Der Ort wird noch mehrmals überfallen.
1. Hälfte 18. Jhd.  Bau der jüdischen Synagoge.
1727 - 54  Die Gemeinde beruft sich auf das "alte Herkommen" und verweigert Frondienste und Abgaben (beharrlicher Ungehorsam). Nach langem Prozess unterliegt die Gemeinde 1754. 
1761 Friedrich August von Münzesheim gibt das Lehen wegen Streit mit der Ritterschaft an Baden zurück.
1762 Gnaden-Brief des Markgrafen Karl Friedrich von Baden, in welchem Frondienst und Abgaben gerechter geregelt werden. 
1763 Das Wasserschloss ist vom Einsturz bedroht, sein Abbruch wird angeordnet. 
1783 Aufhebung der Leibeigenschaft im Großherzogtum Baden. 
1813 Der Ort kommt nach der Auflösung des Amtes Gochsheim an das erste Landamt Bruchsal. Der Ort hat 1430 Einwohner.
1852 Bau des neuen Schulhauses.
1850 - 59  Beim Bau der evangelischen Kirche werden mehrere Gräber aus der Merowingerzeit freigelegt. Damit ist eine Besiedelung seit 500 nach Christus nachgewiesen.
1870 Bau der Straße nach Menzingen und Gochsheim. 
1895 / 96  Erste Industrieansiedlung mit Errichtung einer Weberei.
1910 Allgemeine Stromversorgung wird eingerichtet, wobei der Strom in der Mühle erzeugt wird. 
1914 - 18  Münzesheim betrauert 55 Gefallene im Ersten Weltkrieg.
1927 - 29  Bau der Hauswasserversorgung.
1939 - 45  Münzesheim betrauert 112 Gefallene im Zweiten Weltkrieg. 
1965 Einweihung der katholischen St. Andreas-Kirche. Eröffnung der Mittelpunktschule, später "Markgrafen-Schule".
1971 Gründung der Stadt Kraichtal, Münzesheim wird Verwaltungssitz.
1977 Das Rathaus der Stadt Kraichtal wird nach einjähriger Bauzeit eingeweiht. In früherer Zeit standen hier die Nebengebäude des Wasserschlosses.
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