Stadt Kraichtal

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Gochsheim

Aus der Geschichte Gochsheims

Wappen von Gochsheim
Wappen von Gochsheim
Jahreszahlen
804 Erste urkundliche Erwähnung im Lorscher Codex: Wigbalt und Reckio schenken dem Benediktinerkloster Lorsch Güter und Leibeigene in "Gozbodesheim".
12. Jhd.  Der Ort kommt als Erbe der Kraichgaugrafen an die Grafen von Eberstein.
1220 Kaiser Friedrich II. besucht seinen treuen Gefolgsmann Graf Otto von Eberstein in Gochsheim und verleiht dem Ort Stadtrechte.
1312 Erwähnung der Stadtkapelle am Standort der späteren St. Martinskirche.
1339 Die Pest wütet in Gochsheim.
1358 Pfalzgraf Ruprecht I. kauft Gochsheim vom Grafen Wilhelm von Eberstein und überträgt die Stadt dem Grafen wieder als Lehen.
1427 Erstmals Juden in der Stadt erwähnt.
1499 Bau der St. Martinskirche, Namensübertragung vom alten Standort in der Talaue.
1504 Im Bayerischen Erbfolgekrieg fällt Gochsheim an Württemberg. Die Grafen von Eberstein werden weiterhin mit der Stadt belehnt.
1508 Erste Erwähnung eines Scharfrichters. 
1515 Bau des heutigen Scharfrichterhauses außerhalb der Stadtmauer.
1521 Beschwerden der Gemeinde über zu hohe Fronlasten.
1525 Anton Eisenhut ruft die Bauern des Kraichgaus auf, sich bei Gochsheim zu versammeln. Die Aufständischen eroberten einige Burgen und Klöster des Kraichgaus und brandschatzten sie.
1544 Sicher verbrieft ist ein "Deutscher Schulmeister" in Gochsheim. Johann Riblinger ist erster Schulmeister an der Deutschen Schule.
1556 Einführung der Reformation in Anlehnung an Baden durch Graf Wilhelm IV. von Eberstein.
1580 Gochsheim zählt 1250 Einwohner.
1617 Bau der evangelischen Pfarrkirche St. Martin. Das von Heinrich Schickhart an den westlichen Eingangsturm angebaute Langhaus wurde bereits 1689 wieder zerstört.
1634 - 38  Hungersnot und Seuchen als Folge des Dreißigjährigen Krieges.
1660 Graf Casimir von Eberstein stirbt am 22. Dezember 20-jährig ohne männliche Nachkommen in Heidelberg im Gasthof "Zum Wilden Mann" an den Pocken.
19.07.1904 Die Synagoge wird erstmals erwähnt.
1678 Albertine Sophie Esther von Eberstein, die letzte Rose von Eberstein, einzige Tochter Graf Casimirs, heiratet Herzog Friedrich August von Württemberg-Neuenstadt, dem sie 14 Kinder gebar, wovon elf im Kindesalter starben. Alle drei Töchter blieben kinderlos.
1689 Im Orleanischen Erbfolgekrieg wird die Stadt (durch französische Truppen des Generals Mèlac) fast vollständig zerstört.
1699 Ansiedlung von Hugenotten in der "Augusti-Stadt" vor den Toren Gochsheims.
1701- 04  Wiederaufbau der St. Martinskirche. Sie wird 1704 eingeweiht.
1716 Herzog Friedrich August stirbt an der Ruhr und wird in der Kirche beigesetzt. Albertine Sophie Esther folgt ihm 1728 nach.
1739 Ein Großbrand vernichtet im August den gesamten Stadtkern.
1773 Bau des heutigen Rathauses als zweigeschossiger Massivbau.
1806 Gochsheim fällt an Baden und ist Oberamtssitz.
1813 Das badische Oberamt Gochsheim wird nach etwa 400 Jahren aufgelöst. Die Stadt hat 1430 Einwohner.
1828 / 29  Abriss des hinteren Schlosses wegen Baufälligkeit.
1848 / 49  Die Badische Revolution findet zahlreiche Anhänger.
1896 Eröffnung der Bahnlinie Bruchsal-Menzingen am 5. März.
1898 Errichtung der Ziegelei Jung.
1904 Bau des Schulhauses und Errichtung der Hauswasserversorgung.
1914 - 18  Gochsheim betrauert 60 Gefallene im Ersten Weltkrieg.
1920 / 21  Einführung der allgemeinen Stromversorgung.
1939 - 45  Gochsheim betrauert 109 Gefallene im Zweiten Weltkrieg.
1946 Etwa 300 Heimatvertriebene werden dem Ort zugewiesen.
06. - 08.09.1974 Großes Fest nach Abschluss der Renovierung des Graf-Eberstein-Schlosses in Gochsheim. 
26.08.1978 Eröffnung des Badischen Bäckereimuseums in Gochsheim.
1982 Das Dorfentwicklungsprogramm bringt erhebliche Veränderungen im Ortsbild und den Abbruch vieler alter Häuser.
18.10.1985 Übergabe der Karl-Hubbuch-Stiftung im Schloss Gochsheim.
 März 1986 Eröffnung der Kraichgau-Bibliothek des Heimatvereins Kraichgau im Schloss Gochsheim sowie des Deutschen Zuckerbäckermuseums.
11.12.1987 Eröffnung des Küferei-Museums im Schloss Gochsheim.
 Mai 1989 Erstmals regelmäßige Öffnungszeiten in den Gochsheimer Museen.
1990 Erstes Gochsheimer Museumsfest.
1995 Übergabe der durch den Heimat- und Museumsverein sanierten Stadtmauer in Gochsheim. Es folgen weitere herausragende Denkmalschutzprojekte des Vereins.
2010 Nach Umbau im Graf-Eberstein-Schloss in Gochsheim können im neu errichteten Ebersteinsaal ab sofort Wechselausstellungen gezeigt werden.
2004 1200-Jahr-Feier in Gochsheim.
2014 Neukonzeption des Graf-Eberstein-Schlosses in Gochsheim mit neuer Kunstebene.
Gochsheim, ehemaliges Scharfrichterhaus