Stadt Kraichtal

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Sanierung der Außen- und Straßenbeleuchtung

Projektinformation

Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Aktivitäten, die einen Beitrag zur Erreichung der Klimaschutzziele leisten. Sie decken ein breites Spektrum an Klimaschutz-aktivitäten ab, von der Konzepterstellung bis hin zu investiven Maßnahmen. Von den Programmen und Projekten der Nationalen Klimaschutz-Initiative profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Kommunen, Unternehmen und Bildungseinrichtungen.

Nach Antragstellung am 21.03.2013 erhielt die Stadt Kraichtal mit Zuwendungsbescheid vom 27.09.2013 die Nachricht, Zuwendungen in Höhe von 20% der zuwendungsfähigen Ausgaben aus dem Sondervermögen „Energie- und Klimafonds“ als Projektförderung für die Sanierung der Außen- und Straßenbeleuchtung zu erhalten. Die Arbeiten zur Sanierung der Außen- und Straßenbeleuchtung wurden danach als Bauleistung gemäß VOB öffentlich ausgeschrieben und am 09.07.2014 der Auftrag zur Ausführung der Arbeiten an die IGT AG aus Ettlingen erteilt.

Titel:      Sanierung der Außen- und Straßenbeleuchtung in der Stadt Kraichtal
Förderkennzeichen: 03KS6594
Laufzeit:  01.10.2013 bis 30.06.2015
Beteiligte Partner:

Beschreibung

Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik

Im gesamten Kraichtaler Stadtgebiet sind insgesamt rund 2.600 Straßenlampen installiert. Der Bestand an Straßenlampen ist in Kraichtal – wie in den meisten Kommunen – weitgehend überaltert. Zudem entspricht die eingebaute Technik nicht mehr den gültigen Energieeffizienzanforderungen. Seit das Eigentum an den Straßenbeleuchtungsanlagen zum 1. Juni 2011 auf die Stadt Kraichtal übergegangen ist, wurde seitens der Verwaltung eine intensivere Beschäftigung mit dieser Thematik erforderlich. Auch die Einführung der Ökodesign-Richtlinie der Europäischen Union, in der schrittweise Mindestanforderungen an die Energieeffizienz durchgesetzt werden, hat die Stadt Kraichtal dazu gezwungen, sich mit den vorhandenen Anlagen näher zu beschäftigen. So hat der Gesetzgeber festgelegt, dass die heute in Kraichtal überwiegend verwendeten Leuchtmittel bei einem Austausch künftig nicht mehr eingesetzt werden dürfen.

Diese Gründe und nicht zuletzt aus Energie- und Kostengesichtspunkten haben die Stadtwerke Kraichtal, nach erforderlicher Zustimmung durch den Gemeinderat, rasch reagiert, so dass bereits im September mit Neuenbürg der erste von insgesamt neun Kraichtaler Stadtteilen komplett auf LED-Beleuchtung umgerüstet werden konnte. Die restlichen Stadtteile werden voraussichtlich bis Ende August 2015 komplett umgerüstet sein. Ein Komplettaustausch einer Leuchte dauert rund 30 Minuten. „Bis Ende des Jahres soll bereits die Hälfte aller Kraichtaler Stadtteile umgerüstet sein“, so die Zielvorgabe der von den Stadtwerken Kraichtal beauftragten Firma. „Die Resonanz der Neuenbürger Bevölkerung ist bislang sehr gut“, verriet Werkleiter Gerhard Süpfle von den Stadtwerken Kraichtal, im Rahmen einer Besichtigung der neu installierten Beleuchtung im Oberöwisheimer Neubaugebiet.

Im Beisein von Bürgermeister Ulrich Hintermayer und Stadtwerke-Mitarbeiter Markus Fuchs merkte er zudem an, dass nach Aussagen der Neuenbürger „das Licht lediglich auf den Straßenkörper leuchtet und nicht – wie bislang - in die Wohnhäuser hinein, was als sehr positiv empfunden wird“. Aufgrund ihres insgesamt guten Zustandes werden die vorhandenen Masten weiter verwendet. Zum Teil müssen diese aus lichttechnischen Gründen erhöht werden.

Stromkosteneinsparung von rund 60 Prozent
Die bislang in Kraichtal eingesetzten Straßenlampen würden im Jahr 2014 voraussichtlich Stromkosten in Höhe von rund 180.000 € verursachen. Ziel der Maßnahme ist eine Energieeinsparung von mindestens 60 Prozent, die durch die wesentlich geringere Leistungsaufnahme bei gleichzeitig optimierter Lichtverteilung der LED-Leuchten erreicht wird.

Baubeschluss, Finanzen und neue Schaltzeiten
Der Gemeinderat hat in öffentlicher Sitzung in November 2013 einer Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik einstimmig zugestimmt. Die Ausgaben belaufen sich auf rund 1.300.000 €. Im Zusammenhang mit der Umrüstung auf LED-Technik hat das Gremium darüber hinaus mehrheitlich beschlossen, die Leuchten in allen Straßen durchgehend eingeschaltet zu lassen und nicht wie bisher in den festgelegten Straßenzügen von 2 bis 4 Uhr auszuschalten. Möglichkeiten, die Beleuchtung zu dimmen, sind nach einer Probephase zu prüfen.

Aus alt (links) mach neu (rechts): Bürgermeister Ulrich Hintermayer, Stadtwerke-Mitarbeiter Markus Fuchs und Werkleiter Gerhard Süpfle bei der Montage einer neuen Leuchte im Oberöwisheimer Neubaugebiet.

Beitrag zur Energieeffizienz

Mit der Umstellung der Kraichtaler Straßenbeleuchtung auf moderne LED-Technik wird ein wichtiger Beitrag zur Energieeffizienz und Verkehrssicherheit geleistet. Mit der neuen Technik ändert sich aber auch das Licht.

Bei vielen Mitbürgern ist oft der erste Eindruck: Es ist dunkler als vorher. Doch das täuscht. Denn mit der LED-Technik werden die Wege, Straßen und Plätze teilweise heller als bisher beleuchtet. Das wird durch Berechnungen und Messungen belegt.

Durch die Linsentechnik wird das Licht viel gezielter dort eingesetzt, wo es gebraucht wird und eine zu starke Streuung -auch in den Nachthimmel- wird vermieden. Dafür bleiben z. B. Vorgärten, Hauszugänge oder Gebäudefassaden mehr oder weniger im Dunkeln. Weil das Umfeld nicht mehr voll mitbeleuchtet wird, kann es so in der Umgebung zu dunkleren Bereichen führen.

Die neue Beleuchtungssituation wird nach der Montage der neuen Leuchten an den bestehenden Masten in einem folgenden Arbeitsschritt gesondert untersucht. Wo Bedarf besteht, werden z. B. zusätzliche Leuchten installiert oder durch andere Linsentechnik die Ausleuchtung optimiert. Da dieser Vorgang in bereits umgebauten Bereichen noch nicht stattgefunden hat, bittet die Verwaltung die Bürger momentan um Geduld. Durch nächtliche Messungen konnte allerdings bereits nachgewiesen werden, dass grundsätzlich eine ausreichende Beleuchtung gemäß den DIN-Vorgaben eingehalten ist.
Hinweise der Bevölkerung in telefonischer oder schriftlicher Form werden gern entgegen genommen. Viele positive Meldungen bestätigen die große Akzeptanz, hinter der die europäischen und nationalen Klimaschutzziele stehen, die jeder Bürger auch im Privatbereich z. B. durch Senkung des Stromverbrauchs mittragen sollte.