Stadt Kraichtal

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Einheit und Vielfalt

Kraichtal stellt sich vor

Die Stadt Kraichtal liegt im Nordosten des Landkreises Karlsruhe in Baden-Württemberg. Die nächstgrößeren Städte sind Bretten, Eppingen (Landkreis Heilbronn) und Bruchsal. Die nächsten Großstädte sind Pforzheim, Karlsruhe und Heilbronn. Kraichtal liegt mit seinen neun Stadtteilen im westlichen Kraichgau, einer Hügellandschaft zwischen Schwarzwald und Odenwald, sowie der Oberrheinischen Tiefebene und dem Neckar (bei Heilbronn). Das Stadtgebiet wird vom Kraichbach durchflossen, der bei Sternenfels im Enzkreis entspringt und nach Eintritt in das Gebiet des Landkreises Karlsruhe zunächst Oberderdingen und Flehingen durchfließt. Anschließend strömt er durch die Kraichtaler Stadtteile Gochsheim, Münzesheim, Oberöwisheim und Unteröwisheim sowie durch mehrere Gemeinden des nördlichen Landkreises Karlsruhe und des südlichen Rhein-Neckar-Kreises. Bei Ketsch mündet der Kraichbach schließlich in den Rhein.

Das Stadtgebiet Kraichtals umfasst die neun Stadtteile Bahnbrücken, Gochsheim, Landshausen, Menzingen, Münzesheim, Neuenbürg, Oberacker, Oberöwisheim und Unteröwisheim. Die Stadt Kraichtal entstand am 1. September 1971 durch Vereinigung der Städte Gochsheim und Unteröwisheim sowie den Gemeinden Bahnbrücken, Landshausen, Menzingen, Münzesheim, Neuenbürg, Oberacker und Oberöwisheim, die außer Landshausen damals alle zum Landkreis Bruchsal gehörten. Landshausen gehörte seinerzeit zum Landkreis Sinsheim und wurde damit zum 1. September 1971 in den Landkreis Bruchsal eingegliedert. Namensgeber der neuen Kommune wurde der Kraichbach. Die Stadt Kraichtal hatte bei ihrer Gründung circa 12.600 Einwohner, heute liegt die Einwohnerzahl knapp unter 15.000.

Graf-Eberstein-Schloss Gochsheim
Schloss

Mit der Kreisreform zum 1. Januar 1973 kam die Stadt Kraichtal mit dem gesamten Landkreis Bruchsal zum Landkreis Karlsruhe. Im Januar 1977 wurde das neu erbaute Rathaus der Stadt Kraichtal in Münzesheim bezogen. Zuvor waren die städtischen Ämter in den Rathäusern der früheren Gemeinden untergebracht. Im Jahr 2005 wurde Ulrich Hintermayer, bis dato Bürgermeister von Illingen (Württemberg), zum neuen Bürgermeister von Kraichtal gewählt.
Das Wappen der Stadt Kraichtal zeigt in Gold einen rot bewehrten und rot bezungten schwarzen Doppeladler, belegt mit einem silbernen Brustschild, darin eine neunblättrige, grün besaumte rote Rose mit grünen Kelchblättern. Die Stadtflagge ist Rot – Weiß. Das Wappen wurde der Stadt am 12. Januar 1973 durch das Innenministerium Baden-Württemberg verliehen. Zahlreiche Rad- und Wanderwege schaffen für die Naherholung ein attraktives Angebot. Immer sonntags von April bis Oktober, laden die drei Gochsheimer Museen von 13 bis 18 Uhr zum Verweilen ein. Das Graf-Eberstein-Schloss, das erste deutsche Zuckerbäckermuseum und das benachbarte Bäckereimuseum sind ebenso beliebte Ausflugsziele in Kraichtal wie der am Kraichbach gelegene Sinnengarten.

Die Stadt hat keine offiziellen Städtepartnerschaften. Doch bestehen freundschaftliche Beziehungen, beispielsweise zu den Gemeinden Menzingen und Oberägeri in der Schweiz. Durch das Vorhandensein von neun Stadtteilen mit langer eigener Geschichte gibt es in Kraichtal zahlreiche, teils historische Kirchengebäude, oft auch mit historischen Pfarrhäusern. Höhepunkte im kulturellen Leben der Stadt gibt es viele. So finden das ganze Jahr über unzählige Vereinsfeste und städtische Veranstaltungen, wie beispielsweise das Schlosskonzert im Hof des Graf-Eberstein-Schlosses in Gochsheim, statt. Diese traditionsreichen Fest ziehen Jahr für Jahr Tausende von Besuchern aus nah und fern in ihren Bann. Zur Einkehr laden urige Besenwirtschaften in Neuenbürg und Unteröwisheim sowie zahlreiche Gaststätten mit regionaler und internationaler Küche in allen neun Stadtteilen. In einer „Landschaft zum Durchatmen“ ist die Stadt Kraichtal eine sehr attraktive Wohngemeinde und bietet durch die gut ausgebaute Infrastruktur auch die dafür notwendigen Rahmenbedingen. In den Stadtteilen befinden sich schön gelegene Wohngebiete, wobei die meisten direkt oder in unmittelbarer Nähe an der Stadtbahnlinie S 32 des Karlsruher Verkehrsverbundes (KVV) liegen. Die angesiedelten Betriebe bieten mit ihren vielfältigen Branchen entsprechende Arbeitsplätze für ein großes Potential an qualifizierten Kräften.

Als wichtige Aufgabe der Wirtschaftsförderung sieht die Stadt Kraichtal die Förderung der Zukunfts- und Innovationsfähigkeit der heimischen Wirtschaft. Für Unternehmen, die beabsichtigen, sich in Kraichtal anzusiedeln, stehen in Gewerbegebiet „Klosteracker“ im Stadtteil Gochsheim ausreichend große Flächen zum sofortigen Baubeginn zur Verfügung. Damit Eltern Familie und Beruf unter einen Hut bringen können, hat die Stadt Kraichtal die Kinderbetreuung kontinuierlich ausgebaut. So können in allen Kraichtaler Stadtteilen Kinder ab zwei Jahren im Kindergarten aufgenommen werden. Die Betreuung der unter drei Jahre alten Kinder erfolgt dabei in altersgemischten Gruppen oder in Krippengruppen. In der Ev. Andreaskrippe Münzesheim ist eine Aufnahme bereits ab vollendetem 1. Lebensjahr möglich. Für Kleinkinder unter drei Jahren sind hier auch Ganztagesgruppen eingerichtet und für Kinder ab drei Jahren bis zur Einschulung gibt es dieses Angebot im Ev. Kindergarten Unteröwisheim. Zur Ergänzung der Betreuungsangebote in den Einrichtungen arbeitet die Stadt Kraichtal mit dem Tageselternverein Bruchsal Landkreis Karlsruhe Nord e. V. im Bereich der Kindertagespflege eng zusammen.
Grundschulkinder werden an den Schulstandorten Gochsheim, Landshausen, Menzingen, Münzesheim, Oberöwisheim und Unteröwisheim unterrichtet. Im Rahmen der „Verlässlichen Grundschule“ wird an allen Grundschulen Betreuung vor und nach dem Unterricht angeboten. In Unteröwisheim erfolgt an allen Schultagen eine Nachmittagsbetreuung für Grundschüler bis 17 Uhr. Die Mönchswald-Schule Kraichtal ist ein Förderzentrum, das in Unteröwisheim angesiedelt ist. Für Schüler der Sekundarstufe I gibt es in Münzesheim die Markgrafen-Gemeinschaftsschule Kraichtal.