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Stadt Kraichtal (Druckversion)

Sonstige Ausstellungen

Ausstellungen in der Ursula-Blickle-Stiftung

Die Ursula Blickle Stiftung fördert seit 1991 innovative Positionen nationaler und internationaler zeitgenössischer Kunst. In Kraichtal nahe Karlsruhe realisiert die Stiftung in finanzieller Unabhängigkeit jährlich vier Ausstellungen. Die Leiterin der Stiftung, Ursula Blickle, konzipiert in diesem Jahr gemeinsam mit Cristina Ricupero, Katja Schroeder, Mario Kramer und Fabian Schöneich Ausstellungen zur aktuellen Kunst. Die Stiftung genießt in der internationalen Kunstszene einen außergewöhnlichen Respekt und ist weit über die Grenzen Europas anerkannt. Oftmals werden KünstlerInnen vorgestellt, die hier ihren ersten öffentlichen Auftritt haben.
 Durch Vorträge und Diskussionen, die die Ausstellungen begleiten, fungiert die Stiftung gleichzeitig als Schnittstelle zwischen der Kunst und der interessierten Öffentlichkeit, die zu allen Veranstaltungen freien Eintritt hat. 

Ursula Blickle Stiftung
Mühlweg 18
76703 Kraichtal-Unteröwisheim
Tel +49 (0) 7251-60 91 9
Fax +49 (0) 7251-68 68 7
www.ursula-blickle-stiftung.de
 

Aktuelle Ausstellung

Ursula Mayer
Eröffnung: Samstag, 25. Mai 2013, 19 Uhr
Dauer: 26. Mai – 07. Juli 2013 

Eine Ausstellung der Ursula Blickle Stiftung vom 25. Mai bis 7. Juli
Ursula Mayer (A/GB) arbeitet vorwiegend mit Film, Performance und Fotografie und entwickelt davon ausgehend raumfüllende Installationen, in denen das performative wie auch gängige Wahrnehmungsmuster untersucht werden. In ihren Arbeiten zerlegt Mayer die Elemente filmischer Erzählung, um die herrschende Norm der filmischen Linearität zu unterlaufen und das konventionelle Bild infrage zu stellen. Die dichten, aufgeladenen und kinematisch wirkenden Bilder in Mayers Arbeiten haben in den letzten Jahren Anerkennung in wichtigen internationalen Institutionen weltweit erfahren.
Ausgangspunkt der Einzelausstellung von Ursula Mayer, des ersten gemeinsamen Ausstellungsprojekts der Ursula Blickle Stiftung und des 21er Haus, sind die Filme Gonda (2012) und Pheres (2013). Deren Hauptdarsteller, Valentijn de Hingh und JD Samson, sind Ausdrucksträger unserer Zeit, die auf das Vergangene verweisen, um eine vielleicht andere Zukunft zu ermöglichen oder eben zu denken. Vordergründig geht es in Gonda um den Objektivismus der russisch-amerikanischen Philosophin Ayn Rand (1905–1982) und insbesondere um deren Theaterstück Ideal aus dem Jahr 1934, in dem die Hauptdarstellerin Kay Gonda sich Fragen zum Individualismus und zur persönlichen Freiheit zu stellen hat.
Der Film Pheres basiert auf der Medea-Sage der griechischen Mythologie. Medea ist der Ansicht, sich in einer feindlichen Gesellschaft zu befinden, der sie nur mit Gewalt begegnen kann, wobei sie nicht im Affekt handelt, sondern ihre eigenen Emotionen lenkt und steuert. Pier Paolo Pasolini hat die Medea-Sage 1969 als einen Grenzzustand menschlicher Destruktivität gezeichnet und dabei moderne Identitätskonstruktionen kritisch in Augenschein genommen.
Ursula Mayer nimmt sich beiden Themen, deren Scripts von der Autorin und Kunstkritikerin Maria Fusco und der Filmtheoretikerin Patricia MacCormack nach Originaltexten verfasst wurden, in abstrahierenden Filmsettings an, in denen Filmzitate nach Pasolini auftauchen, verschiedene Filmgenres ausgelotet werden, Film und Performance einander überschneiden und visuelle Ebenen enthalten sind, die eher der Malerei entnommen scheinen. Herausgekommen sind zwei Filmcollagen, die als visuelle Lexika von Objekten und filmischen Mitteln gelten können. Die Arbeiten in der Ausstellung machen zweierlei: Sie überschreiten die Genregrenzen des Filmischen und des Visuellen, um diese neu zur Disposition zu stellen, und bringen gleichzeitig formal wie inhaltlich einen postdialektischen Genderdiskurs ins Spiel. Das Kino hat seine Macht bisher dazu genutzt, normative Klassifizierungen zu bestärken. Ursula Mayer löst mittels des Kinos diese Unterscheidungen auf, um mit bekannten und doch neu zusammengesetzten Ausdrucksformen etablierte gesellschaftliche und visuelle Konventionen infrage zu stellen.
Beide Arbeiten gehören zu einer Trilogie, deren dritter 16-mm-Film mit beiden Hauptdarstellerinnen dann als Doppelprojektion für den zweiten Teil der Ausstellung im 21er Haus in Wien fertiggestellt wird. Neben den Filmen zeigt die Ausstellung Objekte, Installationen, Collagen und Fotografie. Begleitend zur Ausstellung erscheint im Herbst ein umfangreicher Katalog.
Eröffnung: Samstag, 25. Mai, 19 Uhr, Begrüßung Ursula Blickle, 
Einführung Bettina Steinbrügge
Öffnungszeiten: Mi. 14 bis 17 Uhr, So. 14 bis 18 Uhr und nach Vereinbarung
Finissage: 7. Juli, 16 Uhr, Vortrag und Gespräch, Dr. Hannelore Paflik-Huber, Kunstwissenschaftlerin, Stuttgart

 

Ausstellung Ursula Mayer

Bericht über die Ursula-Blickle-Stifung vom Oktober 2012

In der Zeitschrift AD - Architektural Digest. Die schönsten Häuser der Welt stand folgender Bericht über die Ursula-Blickle-Stiftung in Unteröwisheim:

Ursula-Blickle-Stiftung

http://www.kraichtal.de/index.php?id=269