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Unteröwisheim

Aus der Geschichte Unteröwisheims

Wappen von Unteröwisheim
Wappen von Unteröwisheim
Jahreszahlen
Bis 1260  werden Oberöwisheim und Unteröwisheim zunehmend getrennt genannt. Owensheim inferius (unten) (1277).
1336 Schultheiß Müller in "Nidern Owensheim" erwähnt.
1346 / 47  Markgraf Hermann von Baden verkauft das halbe Dorf samt Patronatsrechten an das Kloster Maulbronn.
1426 Die neue Kirche im Dorf, die untere Kirche, wird erwähnt. 
1504 Im Bayrischen Erbfolgekrieg kommt Maulbronn zu Württemberg. Da die Kurpfalz die Schirmrechte über das Kloster besitzt, kommt es immer wieder zu Streitigkeiten. 
1512 Johann Entenfuß aus Unteröwisheim ist Abt des Klosters Maulbronn und wird 1518 wegen schlechtem Wirtschaften abgesetzt. 
1525 Der "Kraichgauer Haufen" unter Anton Eisenhut verwehrt auf einer Anhöhe bei Unteröwisheim kurpfälzischen Truppen den Durchmarsch nach Bretten. Auch Unteröwisheimer beteiligen sich bei den Bauernaufständen. 
Um 1535  Pfarrer Georg Jung aus Kuppenheim erlässt unter dem Schutz Herzog Ulrichs von Württemberg eine lutherische Kirchenordnung.
1560 Die Knabenschule unter Schulmeister Kilian Villicus besuchen über 100 Kinder. Mädchen durften damals noch nicht am Unterricht teilnehmen.
1564 Die Jakobs-Kapelle (auch obere Kirche) im Innenbereich des Pfleghofes wird erwähnt.
1579 Die Ansprüche Württembergs und der Kurpfalz in Unteröwisheim werden durch Vertrag abgegrenzt: Die Kurpfalz besitzt u. a. Schirm- und Geleitrechte; Maulbronn / Württemberg die "Ortsherrschaft". Die hohe Gerichtsbarkeit wird gemeinsam ausgeübt.
1632 Kaiserliche Truppen (Katholische Liga) plündern und morden im Ort während des 30-jährigen Krieges. Der Pfarrer wird verschleppt.
1699 Die St. Jakobs-Kapelle im Pfleghof wird nach den Verwüstungen im Pfälzer Erbfolgekrieg (1689 - 97) wieder hergerichtet, während die Dorfkirche noch "gänzlich ruiniert und unbrauchbar ist". Das Pfarrhaus beim Schloss wird erbaut.
1738 Das Wohnhaus im Pfleghof ist aufgrund der Verwüstungen im polnischen Tronfolgekrieg (1733-38) "höchst baufällig", berichtet der Pfleger Ludwig Mieg.
1747 Im Januar wird Unteröwisheim die Stadtrechte verliehen. Durch Ablösungsvertrag mit der Kurpfalz kommt Unteröwisheim zu Württemberg. Dabei wird im Gegenzug Zaisenhausen, Gölshausen und Sprantal an die Kurpfalz abgetreten.
1748 Die vorderen Hauptgebäude des Pfleghofes, die Pflegerwohnung und das Bandhaus, werden neu gebaut; andere Teile des "Schlosses" bleiben in schlechtem Zustand.
1750 Im Lagerbuch werden Rechte und Besitz des reformierten Klosters Maulbronn festgehalten.
1806 Unteröwisheim kommt in folge eines Gebietsaustausches von der Krone Württemberg an das Großherzogtum Baden.
1813 Die Stadt hat 1605 Einwohner und ist zusammen mit Östringen, nach Bruchsal, der zweitgrößte Ort im Bezirk Bruchsal.
1825 / 26  Erbauung der heutigen Pfarrkirche. Der Ort hat zu dieser Zeit 1769 Einwohner, darunter 370 schulpflichtige Kinder. 
1846 Das Schloss geht in Gemeindesitz über und wird als Schulhaus genutzt.
1849 Die Gemeinde beschließt während der Badischen Revolution 1848/49 die Bildung einer Bürgerwehr und fordert von der badischen Revolutionsregierung Waffen.
1911 Neubau des Schulgebäudes im Schlosshof. Damals die schönste Schule in der Region.
1914 - 18  Die Stadt betrauert 81 Gefallene im Ersten Weltkrieg.
1928 Errichtung der Hauswasserversorgung, wobei nur Unteröwisheimer Handwerker zum Zuge kommen. 
1939 - 45  Die Stadt betrauert 159 Gefallene im Zweiten Weltkrieg. 
1945 Ca. 300 Heimatvertriebene kommen in den Ort. 
1956 Wiederverleihung der Stadtrechte durch das Bundesland Baden- Württemberg.
1971 Am 1. September wird die Stadt Kraichtal gegründet. Unteröwisheim wird Stadtteil.
1989 Der Pfleghof wird durch einen Großbrand weitgehend zerstört.
1991 Der CVJM Baden erwirbt das ausgebrannte "Schloss" und baut es beispielhaft wieder auf.
1996 Übergabe des Rad- und Wirtschaftsweges zwischen Unteröwisheim und Münzesheim.
2004 Einweihung und Inbetriebnahme des Erweiterungsbaus des CVJM-Lebenshauses. 
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