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Unteröwisheim

Der Stadtteil Unteröwisheim

Wappen von Unteröwisheim

Die Geschichte von Unteröwisheim in den Jahren 771 bis 1250 wurde bereits bei Oberöwisheim beschrieben. Das Kloster Maulbronn vergrößert ab 1290 systematisch Besitz und Rechte in Unteröwisheim. 1346/47 verkauft Markgraf Hermann von Baden das halbe Dorf samt Patronatsrechten an das Kloster. Die neue Dorfkirche ist 1426 erwähnt. 1446 wird die "Türkenglocke" gegossen. Im Bayerischen Erbfolgekrieg (1504) fällt das Kloster Maulbronn an Württemberg. Aufgrund alter Rechte der Kurpfalz kommt es zu Streitigkeiten wegen Unteröwisheim. Von 1512 bis 1518 ist Johann Entenfuß aus Unteröwisheim Abt des Klosters Maulbronn. Pfarrer Jung erlässt 1535 eine lutherische Kirchenordnung. Die Jacobs-Kapelle im Bereich des Maulbronnischen Pfleghofes wird erwähnt. Durch Vergleich wird der Streit zwischen Kurpfalz und Württemberg 1579 beigelegt. Verwüstungen während des 30-jährigen und Orleanisichen Krieges von 1688 bis 1697.

Unteröwisheim

Der Pfleghof ist in einem schlechten baulichen Zustand. Das Lagerbuch des Jahres 1750 ist bis heute erhalten geblieben. Unteröwisheim kommt 1806 an Baden. Erbauung der heutigen Kirche 1825/26. Der Pfleghof wird als Schulhaus und Lehrerwohnung genutzt. Während der badischen Revolution wurde 1849 eine Bürgerwehr gebildet. Wiederverleihung der Stadtrechte 1956. Der ehemalige Pfleghof, "Schloss" genannt, war Sitz des Amtmanns (Pflegers) des Klosters Maulbronn. Nach dem Brand im Jahre 1989 vom CVJM Baden beispielhaft renoviert, dient das Gebäude heute als Tagungsstätte.