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Oberöwisheim

Der Stadtteil Oberöwisheim

Wappen von Oberöwisheim

Erste urkundliche Erwähnung von "Auunisheim" 771. Bis etwa 1250 bildeten Ober- und Unteröwisheim eine Gemarkung. Um 780 bereits Weinbau erwähnt. Wie Gochsheim fällt Öwisheim im 12. Jahrhundert an die Grafen von Eberstein. Crafto von Öwisheim wird als Dienstmann Eberhard von Eberstein genannt. Bis ins 15. Jahrhundert sind die Herren von Öwisheim Dienstleute der Grafen von Eberstein und der Markgraf von Baden. 1409 erhält Wiprecht von Helmstatt von König Ruprecht von der Pfalz die hohe Gerichtsbarkeit in Oberöwisheim. Die Herren von Helmstatt üben neben dem Domkapitel Speyer und verschiedenen Adelsfamilien die Teilherrschaft im Ort aus.

Um 1450 Bau von Langhaus und Chor der Kirche. Der Turm stammt aus dem 14. Jahrhundert. 1477 stiftet Pfarrer Kocz die Außenkanzel mit Ölberg. Plünderung des Schlosses im Bauernkrieg. 1525 Religionsstreitigkeiten ab Mitte des 16. Jahrhunderts, nachdem Hans von Helmstatt für seine Untertanen die Reformation einführte. Ab 1622 gab es zwei Pfarrer in Oberöwisheim. Die Dorfordnung wurde erlassen und 1574 ergänzt. Der Judenfriedhof wird 1629 gegründet.

Oberöwisheim

Nach dem 30-jährigen Krieg sind nur noch 8 Familien ansässig. Zuwanderungen aus der Schweiz. Verwüstung von Schloss und Kirche durch französische Truppen 1707. Bestandsaufnahme des Schlosses mit Grundrissplan 1740. 1753 erwirbt das Domkapitel Speyer den Anteil der Familien von Helmstat und wird alleiniger Herr im Dorf. Bau des speyerischen Amtshauses 1751. 1806 kommt Oberöwisheim an Baden. Bau, der katholischen St.-Mauritius-Kirche von 1873 bis 1876. Neubau der evangelischen Kirche, wobei Turm und Ölberg erhalten bleiben. Zahlreiche Grabplatten werden von 1970 bis 1971 freigelegt. Das ehemalige Amtshaus des Domkapitels Speyer diente im 19. Jahrhundert der Gemeinde als Schule, später als Rathaus.